Nutzung statt Besitz: Die nächste Revolution der nachhaltigen Mobilität
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Die Ladelösungen für Elektrofahrzeuge und die Dienstleistungen im Bereich der neuen Mobilität wurden Ende 2025 wieder in die Renault Group integriert. Die Marke Mobilize existiert nicht mehr, doch der Konzern treibt die Innovation in diesen spannenden Bereichen weiter voran.
Von Fahrgemeinschaften über Carsharing bis hin zur Langzeitmiete – eine neue Vision der Mobilität entsteht. Das Ziel? Jedem den Zugang zu dem Fahrzeug zu ermöglichen, das seinen Bedürfnissen am besten entspricht, und gleichzeitig die Nutzung von Elektro- und Leichtfahrzeugen zu fördern.
von der Renault Group
„ Mein Auto, meine Freiheit ! “ Dieser Slogan, der Ende der 1960er Jahre aufkam, spricht die heutige Jugend nicht mehr unbedingt an.
Der Kauf eines eigenen Autos ist zwar nicht aus der Mode gekommen, stellt aber nicht mehr die einzige in Betracht gezogene Option dar. Das geht zumindest aus einer Kantar-Studie über die Wünsche der Generation Zhervor, die eher als ihre Vorgänger dazu neigt, sich fürCarsharing (von 14 % der unter 25-Jährigen bevorzugt) und Mitfahrgelegenheiten (22 %) zu entscheiden.
Und zwar aufgrund ihrer Kaufkraft oder eines wachsenden ökologischen Bewusstseins, das die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel und gemeinschaftlich genutzter Dienste begünstigt.

Angesichts der Klimakrise berücksichtigt die Automobilindustrie zunehmend die Auswirkungen ihrer Aktivitäten auf den Planeten, ihre Treibhausgasemissionen und ihren gesamten CO₂-Fußabdruck. Und zu diesem Zweck erfindet sie sich ständig neu.
Doch die tiefgreifendsten Umwälzungen finden nicht unbedingt dort statt, wo man sie am meisten erwartet. „Es wird viel über die technologischen Revolutionen im Bereich der Mobilität gesprochen, doch die wahre Revolution ist die der Nutzungsgewohnheiten“, erklärt Lionel Jaillet, Platform Global Leader CMF-A (Technikabteilung der Renault Group).
Ein neues Konzept: Auf dem Weg zur geteilten Mobilität
Um dieser neuen Nachfrage gerecht zu werden, entstehen maßgeschneiderte Mobilitätsangebote. So wie bei Mobilize, der Marke der Renault Group, die die Mobilität von morgen gestaltet – mit dem Schwerpunkt auf Carsharing, unverbindlicher Fahrzeugvermietung und Abonnementlösungen. Das übergeordnete Ziel ist der Übergang zu einem Modell der sanften Mobilität.
Angefangen bei der städtischen Mobilität, die meist mit der Nutzung von Privatfahrzeugen und öffentlichen Verkehrsmitteln gleichgesetzt wird.

„Wir versuchen, die Nutzung eines Fahrzeugs zu fördern, nicht unbedingt den Besitz“, erklärt Sophie Blanc, Senior Marketing Manager bei Mobilize. „Eshandelt sich dabei eher umleichteFahrzeuge wie das zweisitzige Elektro-Vierrad ‚Duo‘ oder dessen Nutzfahrzeugversion ‚Bento‘ (in Kürze erhältlich), immer mit dem Ziel, den CO₂-Fußabdruck und den Platzbedarf zu reduzieren.“
Eine weitere große Herausforderung, um solche Angebote sowohl umweltfreundlicher als auch rentabelzu gestalten , besteht darin, die sogenannte Auslastung der Fahrzeuge – also die Anzahl deran Bord befindlichen Personen– zu optimieren. Dabei ist zu bedenken, dass derzeit mehr als die Hälfte aller Fahrten unter 20 km von einer einzelnen Person in ihrem Auto zurückgelegt werden.

Carsharing-Fahrzeuge: schlicht, minimalistisch, aber begehrenswert
DieMobilität der Zukunft wird größtenteils elektrisch sein, vor allem aber mit „genau dem Richtigen“ (und nicht mehr). „ Die meisten Menschen fahren mit geringer Geschwindigkeit auf verstopften Straßen“, bemerkt Thomas Ehrmann, Chief Design Strategy bei Mobilize. Daher ist es beispielsweise in der Stadt unnötig, auf große Fahrzeuge zu setzen, die in wenigen Sekunden 120 Kilometer pro Stunde erreichen können: Ein leichtes Modell reicht für die täglichen Fahrten völlig aus .

„Es handelt sich um einfachere Objekte mit minimalistischem Design, die robust und stoßfest sind und gleichzeitig eine hohe ‚Attraktivität‘ ausstrahlen“, beschreibt Thomas Ehrmann und verweist dabei auf die Inspiration durch die Street-Kultur der 1980er- und 1990er-Jahrefür das Modell Duo. Er hebt zudem den spielerischen Aspekt des Markenerlebnisses hervor, das auf dem Smartphone basiert: Mit dessen Hilfe lässt sich das Auto entriegeln, der Ladezustand der Batterie überprüfen usw.
Diese Mobilität im „richtigen Maßstab“ hat auch Dacia zu seiner Philosophie gemacht. Wie Lionel Jaillet es beschreibt, verkörpert diese Marke „eine Rückkehr zum Wesentlichen und zur Genügsamkeit, als Gegenpol zu Überkonsum und dem ‚Immer mehr‘“. “ „Wir müssen diesen Wettlauf beenden, der zu einer allgemeinen Verbreitung von SUVs [Sport Utility Vehicles, Anm. d. Red.] geführt hat“, meint er und plädiert stattdessen für die Entwicklung einer Reihe von Fahrzeugen, die aufbestimmte Einsatzzwecke zugeschnitten sind. Wie der Dacia Spring, ein zu 100 % elektrischer Stadtwagen und der leichteste seiner Klasse, der sich idealfür den Weg von zu Hause zur Arbeiteignet .
Eine neue Vision von Freiheit: Auf dem Weg zu einer multimodalen Mobilität
Durch diesen Wandel in den Nutzungsgewohnheiten wird Mobilität – einschließlich der Elektromobilität – endlich erschwinglicher.
Bei Dacia werden „ moderne und für alle erschwingliche Mobilitätslösungen“ angeboten , die „dem Alltag [der Kunden] wirklich dienen“, betont Lionel Jaillet. Zwar richten sich die Modelle der Baureihe, zu der heute Elektro-, Hybrid- und Benzinfahrzeuge gehören, historisch gesehen an„einen Teil der Bevölkerung, der sich keinen Neuwagen leisten konnte“, doch sprechen sie mittlerweile auch Verbraucher an, die „zurück zum Wesentlichen“ wollen.

Was Mobilize betrifft, so „positioniert sich die Marke als Beschleuniger des Übergangs zur Elektromobilität“, betont Sophie Blanc. Dabei geht es sowohl darum, diese erschwinglicher zu machen als auch jüngeren Nutzern zugänglich zu machen, da Jugendliche „eine immergrößer werdende Zielgruppe“ darstellen . Genau aus diesem Grund wird Mobilize auch den über 14-Jährigen ohne FührerscheinZugang zu einem geeigneten Verkehrsmittel bieten: eineauf 45 Kilometer pro Stunde begrenzteVersion desModells Duo.
Auch wenn diese Artvon Angebotderzeit nocheiner städtischen Logik folgt, „sprichtnichtsdagegen, sich in Zukunft zu fragen, wie man sie in Städten mit geringerer Bevölkerungsdichte einsetzen könnte“, erklärt Sophie Blanc. „Elektromobilität ist nicht nur für Stadtbewohner gedacht. Der Spring ist auch in ländlichen Gebieten erfolgreich“, versichert Lionel Jaillet seinerseits .
Elektromobilität für alle, ganz auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnitten: Was wäre, wenn genau das morgen Freiheit bedeuten würde?