Die Renault Group erläutert ihre Strategie zur Dekarbonisierung auf der Messe ChangeNOW

Veröffentlicht am

Die Ladelösungen für Elektrofahrzeuge und die Dienstleistungen im Bereich der neuen Mobilität wurden Ende 2025 wieder in die Renault Group integriert. Die Marke Mobilize existiert nicht mehr, doch der Konzern treibt die Innovation in diesen spannenden Bereichen weiter voran.

Null CO₂-Emissionen im Abgas – das ist der wichtigste Vorteil von Elektrofahrzeugen. Eine notwendige Energiewende, die jedoch bei weitem nicht ausreicht, um den Verkehr CO₂-frei zu machen und die globale Erwärmung zu bekämpfen. Deshalb verfolgt die Renault Group seit über 10 Jahren eine Strategie zur Verringerung ihres CO₂-Fußabdrucks, die den gesamten Lebenszyklus des Fahrzeugs umfasst: von der Gewinnung der verwendeten Materialien über deren Verarbeitung bei den Zulieferern, die Fertigungsphase in den Werken und die Optimierung im Betrieb bis hin zur Entsorgung des Fahrzeugs am Ende seiner Lebensdauer und dem Recycling der Teile und Materialien in einem geschlossenen Kreislauf.

von der Renault Group

Als erstes internationales Forum für nachhaltige Innovationen rückt ChangeNOW Akteure in den Vordergrund, die konkrete Antworten auf die sozialen und ökologischen Herausforderungen unserer Gesellschaften geben. Die Renault Group, die bereits zum zweiten Mal in Folge vertreten war, nutzte diese Gelegenheit, um ihre Strategie zur Dekarbonisierung in jeder Phase des Fahrzeuglebenszyklus zu erläutern und ihr Ziel zu bekräftigen , bis 2040 in Europa und bis 2050 weltweit CO₂-Neutralität zu erreichen.

Drei Tage lang nahmen Experten der Gruppe teil – darunter Virginie Sauvet-Goichon, Projektleiterin für Klimafragen, Jean-Denis Curt, Leiter des Bereichs Kreislaufwirtschaft, Alain Gentilini, Business Developer für Kreislaufwirtschaft, Cécile Fournier, Expertin für den Lebenszyklus von Batterien, sowie Fabrice Abraham, Experte für Recycling – im Dialog mit zahlreichen Interessengruppen des Unternehmens (Mitarbeiter, Öffentlichkeit, Partner, NGOs, Investoren…) und beantworteten deren Fragen.

Ein umweltfreundlich gestalteter Messestand

Der umweltfreundlich konzipierte und recycelbare Messestand wurde entwickelt, um die konkreten Lösungen zu präsentieren, die der Konzern in den Bereichen Dekarbonisierung und Kreislaufwirtschaft umsetzt.

Ein Beweis dafür ist die Ausstellung des Mégane E-TECH Electric in Form einer Wandinstallation, die eine Explosionszeichnung der aus recycelten Teilen und Materialien hergestellten Komponenten zeigt. So zerlegt offenbart das Fahrzeug eine Motorhaube, die zu bis zu 80 % aus Aluminium besteht, das aus Produktionsabfällen stammt und in einem geschlossenen Kreislauf recycelt wurde (was einer Reduzierung der CO₂-Emissionen um 95 % im Vergleich zu Neualuminium entspricht). Oder auch ein Armaturenbrett, das zu 100 % aus recyceltem Polypropylen besteht, das aus zerkleinerten Ausschussteilen gewonnen wurde.

Ein Ansatz, der auch anhand einer Auswahl an recycelten Materialien verdeutlicht wird, die in die Fahrzeuge einfließen: Clio-Sitzbezüge, die zu 60 % aus biobasiertem Buchenholz-Zellstoff bestehen, recyceltes Kupfer aus Altfahrzeugen oder Polypropylen-Granulat (Kunststoff) aus recycelten Stoßfängern.

Es wurden drei Totems aufgestellt, um den Lebenszyklus der Batterie und unsere Maßnahmen in den einzelnen Phasen zu erläutern : angefangen bei der ersten Nutzungsphase in einem Fahrzeug und den vorgeschlagenen Lösungen zur Verlängerung der Lebensdauer – insbesondere in der Refactory – über die von Mobilize entwickelten Speicherlösungen für erneuerbare Energien während einer zweiten Nutzungsphase außerhalb des Fahrzeugs bis hin zum Recycling und der Suche nach Lösungen, um Materialien aus Altbatterien in die Herstellung neuer Module wiederzuverwerten.

Im Dialog mit künftigen Generationen

Diese konkreten Maßnahmen dienten dem Unternehmen auch als Argumentationsgrundlage beim „Tribunal für zukünftige Generationen “, das am 25. Mai im Rahmen des „by night“-Programms der Messe ChangeNOW stattfand. Dieses originelle Rundtischgespräch, das vom Medienunternehmen Usbek & Rica konzipiert wurde und die szenografischen Elemente eines Gerichtsverfahrens aufgreift, brachte Experten aus der Wissenschaft und Vertreter der Gruppe zusammen, darunter: Guillaume Saint, Experte für Automobil und Mobilität, Kunden- und Marktkenntnisse, Sylvie Landriève, Leiterin des „Forum Vies Mobiles“, einem Thinktank für Mobilität und Lebensweisen der Zukunft, Cléa Martinet, Leiterin für nachhaltige Entwicklung bei der Renault Group, und Racha Alj Hakim von Advance Design, Renault Group. Zusammen mit dem „Gericht“, bestehend aus Journalisten von Usbek & Rica, diskutierten sie die Frage: „Kann man das Auto noch lieben?“ Unter welchen Bedingungen und für welche Zwecke im Zeitalter der Energiewende?

Urteil der Jury: „Ja“, vorausgesetzt, das Auto ist umweltfreundlich konzipiert, CO₂-arm, wird aus lokalen Bezugsquellen bezogen und ist für möglichst viele Menschen sicher.

Anlässlich dieser Debatte stellte die Gruppe ihre Vision einer CO₂-armen, verantwortungsvollen und sicheren Mobilität für künftige Generationen vor. Die Renault Group hat sich dafür entschieden, an allen Fronten des Wandels aktiv zu sein. Dies bedeutet, eine verantwortungsvolle Elektromobilität „made in Europe“ zu entwickeln, aber auch alternative kohlenstoffarme Lösungen wie E-Kraftstoffe oder Wasserstoff zu erforschen. Es bedeutet, mit innovativen Spitzenlösungen neue Wege zu beschreiten und daran zu arbeiten, diese einem möglichst breiten Publikum zugänglich zu machen, um Regionen besser anzubinden und den Zugang zu Arbeitsplätzen zu fördern. An der Spitze der neuen elektrischen Wertschöpfungskette zu stehen und gleichzeitig den Kompetenzwandel in der Branche zu begleiten. Nachhaltigere Neufahrzeuge zu produzieren und gleichzeitig die Lebensdauer des Fahrzeugbestands zu verlängern. Und natürlich die Emissionen über den Auspuff hinaus über den gesamten Lebenszyklus des Fahrzeugs hinweg zu reduzieren.

Erleben Sie die Höhepunkte des Tribunals für zukünftige Generationen noch einmal:

Eine gemeinsame Herausforderung

Die ChangeNOW-Messe bot zudem die Gelegenheit zu verdeutlichen, inwieweit die Klimawende eine gemeinsame Herausforderung ist. Um ihre Umweltbelastung zu verringern, handelt die Renault Group daher gemeinsam mit all ihren Marken und Tochtergesellschaften und arbeitet in einem offenen Ökosystem mit ihren Partnern aus der Automobilbranche zusammen, allen voran Zulieferern und Recyclingunternehmen.

Eine gemeinsame Initiative, auf die Jean-Philippe Bahuaud, CEO von „The Future Is Neutral“ und Pionier der Kreislaufwirtschaft, in seinem Vortrag auf der Messe einging.

Die ChangeNOW-Messe in Bildern

Kunden des Renault Master III können nun ein von Tolv zugelassenes Umrüstkit für den vollelektrischen Betrieb einbauen lassen