Die Renault Group setzt in ihren französischen Werken Beauftragte für LGBT+-Vielfalt ein

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Die Voraussetzungen für eine inklusive Unternehmenskultur schaffen, damit jeder Mitarbeiter seine Leidenschaft einbringen, sein Bestes geben und sich entfalten kann, während er ganz er selbst bleibt. Zu diesem Zweck hat die Renault Group kürzlich ein Netzwerk von LGBT+-Diversitätsbeauftragten in ihren Werken in Frankreich eingerichtet. Brice Camus, Lieferantenqualitätstechniker im Werk Choisy-le-Roi und Leiter von We’R OutStandInG, ist der Initiator dieser Initiative und erklärt uns deren Entstehung und Funktionsweise.

Am heutigen 17. Mai 2021, dem Internationalen Tag gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie, schmückt die Renault Group ihr Logo und die Logos ihrer Marken mit den Farben des Regenbogens. Ein Symbol für ihr Engagement für Inklusion und gegen alle Formen der Diskriminierung. Als Unterzeichner der UN-Charta „Free&Equal“sowie der Charta des französischen Vereins „L’Autre Cercle“ seit 2020 setzt sich die Renault Group für Vielfalt, Integrität, Gleichberechtigung und eine Kultur des Respekts ein, in der sich jeder einbezogen, respektiert und wertgeschätzt fühlt. Im Einklang mit ihrem Leitbild hat das Unternehmen kürzlich ein Netzwerk von LGBT+-Diversitätsbeauftragten in seinen Werken in Frankreich eingerichtet. 

Dieses Netzwerk, das später auf das gesamte Unternehmen ausgeweitet werden soll, wurde von Brice Camus, einem Techniker für Lieferantenqualitätssicherung im Werk Choisy-le-Roi und Leiter von We’R OutStandInG, konzipiert. Er erläutert uns die Entstehung und Funktionsweise dieses in der Automobilindustrie einzigartigen Systems. 

Wie kam es zu der Idee, ein Netzwerk von LGBT+-Beauftragten aufzubauen?

„2019 wurden die Leiter von We’R OutStandInGauf mich zu und luden mich ein, mich ihnen anzuschließen. In dieser Zeit habe ich darüber nachgedacht, was ich zusätzlich beitragen könnte. Aus meinen vergangenen Erfahrungen, in denen ich manchmal wegen meiner sexuellen Orientierung öffentlich gedemütigt wurde, wollte ich eine Möglichkeit schaffen, Menschen zu unterstützen, die in der Fabrik mit solchen Situationen konfrontiert sind. Ihnen einen Anhalt zu bieten. Daraus entstand die Idee, ein Netzwerk von festen Ansprechpartnern aufzubauen, damit die Mitarbeiter wissen, an wen sie sich wenden können, um Gehör zu finden und an kompetente Personen weitergeleitet zu werden, die ihnen bei der Lösung ihrer Probleme helfen können.“

Wie ist dieses Projekt entstanden?

„Wir haben das Projekt vorgestellt und dabei deutlich gemacht, dass die LGBT+-Beauftragten weder eine Doppelung der Ethikbeauftragten noch der für die Bekämpfung von Sexismus zuständigen Beauftragten darstellen würden. Es ist wichtig, diese Missstände nicht zu verallgemeinern, um die verschiedenen Formen der Diskriminierung umfassender anzugehen. Einen bevorzugten Ansprechpartner zu haben, ist von entscheidender Bedeutung! Das Projekt wurde anschließend der Personalabteilung Frankreich und der Produktionsleitung Frankreich vorgestellt und von diesen unterstützt.

Wie wird man Ansprechpartner für LGBT+-Themen?

„Jeder motivierte Mitarbeiter kann sich bewerben! Das Netzwerk We’R OutStandInG führt Vorstellungsgespräche von 45 Minuten bis zu einer Stunde durch, in denen wir die Motivation und das Wissen unseres Gesprächspartners zum Thema LGBT+-Vielfalt kennenlernen können. Anschließend wählen wir gemeinsam mit der Personalabteilung jedes Standorts die am besten geeigneten Kandidaten aus.“

Ist geplant, dieses System auf andere Berufe oder Regionen auszuweiten?

„Ganz genau. Anfangs haben wir das System in den Fabriken eingeführt, in denen uns Fälle von Menschen bekannt waren, die unter psychischen Problemen litten. Heute sind wir stolz darauf, 15 Ansprechpartner an 11 Standorten* zu haben. Bei der Vorstellung des Systems im Rahmen des Netzwerks We’Re OutStandInG haben wir festgestellt, dass es eine echte Nachfrage seitens der Dienstleistungsstandorte gibt. Unser Ziel ist es, das Netzwerk der Ansprechpartner an allen Standorten im Dienstleistungssektor, aber auch im Vertriebsnetz auszubauen.“

*ACI Villeurbanne; ACI Le Mans; STA-Werk in Ruitz; Alpine-Werk in Dieppe; Werk in Batilly; Werk in Cléon; Werk in Douai; Werk in Flins; Werk in Maubeuge; Werk in Sandouville; Werk in Choisy-le-Roi

Das Netzwerk „We’R OutStandInG“, ein wichtiger Akteur für die LGBT+-Inklusion bei der Renault Group

Das Netzwerk We’R OutStandInG wurde 2012 auf freiwilliger Basis von Mitarbeitern gegründet und setzt sich für die Inklusion von LGBT+-Personen im Unternehmen sowie für die Schaffung eines wohlwollenden Arbeitsklimas ein. Es bringt LGBT+-Mitarbeiter und nicht-LGBT+-Mitarbeiter zusammen, die sich für diese Sache engagieren. Es ist ein wichtiger Akteur bei der Förderung der LGBT+-Vielfalt innerhalb der Gruppe. Die Aktivitäten dieses Netzwerks tragen dazu bei, ein berufliches Umfeld zu schaffen, in dem sich jeder integrieren, seinen Platz finden, sich entfalten und ganz er selbst sein kann.

Das Netzwerk We’R OutStandInG zählt mehr als 225 Mitglieder. Es entwickelt sich ständig weiter, um den Mitarbeitern die Möglichkeit zu geben, sich einzubringen.

Im Jahr 2021 sind drei neue Führungskräfte neben Brice Camus und Valérie Hallouin in den Vorstand von We’R OutStanding eingetreten: Aurélie Baudu, Guillaume Renard und Valentin Chabert.