Renault-Design: Vom Lebenszyklus zum Multikulturalismus

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Laurens van den Acker übernahm 2009 die Leitung des Renault-Designs, als die Marke auf der Suche nach einer stärkeren Identität war. Er legte sofort den Grundstein für ein emotionaleres Design, das es ermöglicht, ein Renault-Modell auf den ersten Blick zu erkennen. Zusammen mit seinen Teams startet er ein Programm mit Konzeptfahrzeugen, die die Vielfalt der Renault-Modellpalette widerspiegeln. Um die menschliche Dimension der Marke und ihre Werte der Kundennähe hervorzuheben, orientiert sich jedes der sechs zwischen 2010 und 2013 entwickelten Konzepte – in Anlehnung an die Blütenblätter einer Margerite – an der Symbolik des Lebenszyklus. Diese Familie von Konzeptfahrzeugen kündigt nicht nur die neue Designsprache der zukünftigen Renault-Modelle an – sinnlich, mit lateinamerikanischem Ausdruck und farbenfroh –, sondern nimmt sogar bestimmte kommende Modelle direkt vorweg. Gleichzeitig bekräftigt sie den Willen von Renault, seine Kunden mit einem breit gefächerten und attraktiveren Angebot bei all ihren Wünschen und Bedürfnissen zu begleiten.

von der Renault Group

Der 2010 vorgestellte DeZir ist das erste Konzeptfahrzeug, das diesen neuen Lebenszyklus veranschaulicht. Als Publikumsliebling, der die vierte Generation des Clio inspiriert, verkörpert er das Blütenblatt „Love“ und besticht durch seine sinnlichen Formen, die durch den leidenschaftlichen Rotton noch unterstrichen werden. Im Innenraum sitzt man wie auf einer Wolke, auf der 6 Millionen rote LEDs leuchten und wie ein Herz schlagen. Auf den DeZir folgen unter anderem der Captur, der R-Space oder auch der Initiale Paris, die jeweils auf ihre Weise eine andere Facette dieses berühmten Lebenszyklus verkörpern.

Seit 2016 und dem Konzeptfahrzeug TreZor haben die Designteams von Renault einen zweiten Zyklus rund um dieses „Marguerite“-Konzept eingeleitet. Es handelt sich um einen explorativen Zyklus, in dem insbesondere SYMBIOZ die Vision von Renault für die Mobilität der Zukunft veranschaulicht. Vom Objekt, das man je nach Fahrt nimmt und wieder abstellt, wird das Auto zu einem integrierten, mit unserem Leben vernetzten Bestandteil. Es ist ein fester Bestandteil unseres Ökosystems und in der Lage, Daten zu sammeln und mit unserer Familie oder den Gegenständen um uns herum zu teilen.

Diese neue Strategie ging mit einer Umstrukturierung einher: Anstelle einer nach Modellreihen gegliederten Organisation wurde die Designabteilung nun nach Fachbereichen gegliedert: Innenraumdesign, Außendesign, Farben und Materialien, UX/UI-Design usw. Außerdem profitierte sie von der Umgestaltung ihres Kreativzentrums im Technocentre in Guyancourt, wobei ein zentrales Ziel im Vordergrund stand: die Aufhebung der Abgrenzungen zwischen den Teams. Dank eines kommunikationsfördernden Umfelds und mehr Transparenz entstehen neue Synergien.

Zur Unterstützung des Standorts Guyancourt verfügt die Designleitung über ein Netzwerk aus sechs international ansässigen Designzentren: Renault Design Asia (Südkorea); Renault Design India (Mumbai & Chennai); Renault Design Central Europe (Rumänien) und Renault Design America Latina (São Paulo). Diese Struktur zielt darauf ab, Projekte so nah wie möglich an den Erwartungen und Besonderheiten der verschiedenen Märkte der Renault Group zu entwickeln. Unabhängig von diesen Standorten, von denen jeder über modernste Konstruktions- und digitale Visualisierungsmittel verfügt, stützt sich Renault Design auf ein multikulturelles Team von 545 Mitarbeitern, das rund dreißig verschiedene Nationalitäten umfasst.

Die Markteinführung des neuen Clio verdeutlicht den Erfolg dieser neuen Designstrategie, die seit 2009 umgesetzt wird. Als Kultfahrzeug der Marke zielt diese fünfte Generation darauf ab, sein Potenzial zu sichern, indem sie seine Stärken weiter ausbaut. Doch mit ausgefeilteren Details und einer besseren Formgebung, die das Fahrzeug in ein höheres Segment heben. Der neue Clio erlebt eine Revolution im Innenraum und eine Weiterentwicklung im Außenbereich, ohne dabei das Beste seiner Vorgängermodelle außer Acht zu lassen.