Alles, was Sie über Plug-in-Hybridfahrzeuge wissen müssen
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Durch die Kombination aus Verbrennungsmotor und Elektromotor(en) verändert das Plug-in-Hybridfahrzeug unsere Sicht auf das Auto. Diese Fahrzeugklasse ist umweltfreundlicher und flexibler in der Nutzung und profitiert von den neuesten Technologien in den Bereichen Antrieb und Batterieladung.
von der Renault Group
Was ist ein Plug-in-Hybridfahrzeug?
Man bezeichnet sie auch als „PHEV“, kurz für Plug-in Hybrid Electric Vehicle. Plug-in-Hybridfahrzeuge nutzen sowohl einen Verbrennungsmotor als auch einen Elektromotor, der über eine wiederaufladbare Batterie betrieben wird. Diese beiden Antriebe arbeiten entweder zusammen oder abwechselnd: Man kann somit entweder zu 100 % elektrisch, zu 100 % mit dem Verbrennungsmotor oder im Kombimodus fahren. Renault-Fahrzeuge dieses Typs wechseln zwischen den beiden Antriebsarten, wobei das Anfahren stets im Elektrobetrieb erfolgt. Diese Besonderheit der Renault E-TECH-Baureihe beruht auf einem speziellen Motor (einem Startergenerator), der die ersten Umdrehungen der Räder erzeugt.
Das Plug-in-Hybridfahrzeug kann also an das Stromnetz angeschlossen werden. Die durch das Aufladen der Batterie gewonnene Reichweite ermöglicht es dem Fahrzeug, mehrere Dutzend Kilometer rein elektrisch zu fahren. Das Aufladen kann zu Hause (an Standardsteckdosen, an verstärkten Steckdosen vom Typ Green Up™ oder an einer Wallbox) oder an einer öffentlichen Ladestation mit bis zu 22 kW erfolgen.
Wie funktioniert ein Plug-in-Hybrid?
Nach dem Prinzip eines Hybridfahrzeugs kombiniert ein Plug-in-Hybrid die Funktionsweise eines Fahrzeugs mit Verbrennungsmotor und die eines Elektrofahrzeugs. Dabei kommen zwei Antriebsarten zum Einsatz: Der Verbrennungsmotor nutzt einen Kraftstofftank zur Speicherung seiner Energie, während der Elektroantrieb auf eine echte Antriebsbatterie zurückgreift (die sich von der Batterie für die Fahrzeugausstattung unterscheidet).
Ein Plug-in-Hybridfahrzeug wird beim Anfahren sowie im reinen Batteriebetrieb vom Elektromotor angetrieben, sobald die Batterie ausreichend aufgeladen ist. Ist dies nicht der Fall – insbesondere bei langen Fahrten ohne Aufladen –, wird es von einem Benzinmotor angetrieben.

Die Motoren eines Plug-in-Hybridfahrzeugs
In einem Plug-in-Hybridfahrzeug sind zwei bis drei Motoren miteinander verbunden, die über einen Leistungsverteiler gesteuert werden, der die Energiequelle für den Antrieb regelt.
Der mit Kraftstoff betriebene Verbrennungsmotor kann das Plug-in-Hybridfahrzeug antreiben; seine Leistung treibt eine Antriebswelle an, die sich dreht, um das Fahrzeug voranzubringen.
Zudem sind ein bis zwei Elektromotoren eingebaut. Diese kommen je nachReichweite der Batterie zum Einsatz, d. h. sobald diese über das Stromnetz und/oder durch Energierückgewinnung aufgeladen wurde. Bei Renault-Fahrzeugen wird der Elektromotor zudem in 100 % der Fälle beim Anfahren zugeschaltet. Er bietet ein optimales Drehmoment und eine optimale Leistung und sorgt allein für den Antrieb des Fahrzeugs über mehrere Dutzend Kilometer.
Wie lädt man ein Plug-in-Hybridauto auf?
Die Batterie eines Plug-in-Hybridfahrzeugs wird über eine Steckdose an eine Stromquelle angeschlossen, die sich in der Regel auf der dem Tankdeckel gegenüberliegenden Seite des Fahrzeugs befindet. Ein Ladekabel verbindet das Fahrzeug dann mit einer Ladestation, sei es zu Hause oder an einem öffentlichen Ladepunkt.
Ein Plug-in-Hybridfahrzeug kann somit zu Hause über eine herkömmliche Steckdose, eine verstärkte Steckdose (Typ Green’Up™) oder eine Wallbox wieder aufgeladen werden – diese von Fachleuten installierten Geräte bieten hohe Ladeleistungen. Im öffentlichen Raum laden Ladestationen mit einer Leistung von bis zu 22 kW – egal ob in der Stadt, auf Parkplätzen oder an Autobahnraststätten – ebenfalls die Batterien von Plug-in-Hybridfahrzeugen auf. Ab einer Leistung von mindestens 3,7 kW verkürzt sich die Ladezeit im Vergleich zu einer herkömmlichen Steckdose um die Hälfte. Wie bei rein elektrischen Fahrzeugen nehmen auch die Ladestationen, an denen die elektrische Reichweite wiederhergestellt werden kann, immer mehr zu.
Das Plug-in-Hybridfahrzeug gewinnt zudem während der Verzögerungsphasen und durch regeneratives Bremsen einige Kilometer Reichweite zurück. Dies sorgt für einen zusätzlichen Energiegewinn, der das Aufladen an der Steckdose ergänzt. Tatsächlich wird die Batterie während der Fahrt durch die Rückgewinnung kinetischer Energie aufgeladen – eine Technologie, die in allen Hybrid- und Elektrofahrzeugen der Renault Group integriert ist. Um die Energierückgewinnung zu optimieren, kann der Fahrer zudem den B-Modus aktivieren, der die Verzögerung erhöht, wenn das Gaspedal losgelassen wird, ohne zu bremsen. Eine angenehme Art, die Reichweite zu verlängern – insbesondere im Stadtverkehr –, indem die Geschwindigkeit mit nur einem Pedal geregelt wird.
Die Reichweite eines Plug-in-Hybridfahrzeugs
Die Reichweite hängt von der Größe der Batterie und des Kraftstofftanks ab. Betrachten wir insbesondere die Reichweite des Plug-in-Hybridfahrzeugs im rein elektrischen Modus: In diesem Modus verbraucht das Auto weder fossile Brennstoffe noch stößt es Treibhausgase oder Schadstoffpartikel im Abgas aus. Bei einem Plug-in-Hybrid wie dem Renault Captur E-TECH Plug-In bietet eine Lithium-Ionen-Batterie eine Reichweite von 50 Kilometern im WLTP*-Mischzyklus. Das reicht völlig aus, um die täglichen Fahrten (zum Beispiel von zu Hause zur Arbeit) im rein elektrischen Modus zurückzulegen, ohne an der Tankstelle anhalten zu müssen.
Ein weiterer Wert, die Gesamtreichweite, gibt die Reichweite des Fahrzeugs nach einer Tankfüllung und einer vollständigen Aufladung an: Die Tatsache, dass der Tank eines Plug-in-Hybrids etwas kleiner ist als der eines vergleichbaren Modells mit Verbrennungsmotor, wird durch die elektrische Reichweite ausgeglichen.

Wie viel kostet ein Plug-in-Hybrid?
Der Preis hängt von den gewählten Modellen und der Ausstattungsvariante ab. Derzeit und angesichts der Neuheit dieser Technologie liegen diese Kosten über denen eines Verbrennungsmodells mit vergleichbarer Leistung (beispielsweise etwa 19 % beim Renault Captur E-TECH Plug-in-Hybrid, ohne Fördermittel). Die Kosten für den PHEV werden jedoch durch mögliche Kaufprämien in verschiedenen Ländern ausgeglichen (siehe unten). Der Energieverbrauch eines Plug-in-Hybridfahrzeugs führt zudem zu geringeren Betriebskosten, da dank des regelmäßigen Aufladens des Fahrzeugs weniger häufig getankt werden muss. So sinkt der Kraftstoffverbrauch der Fahrzeuge der Renault E-TECH Plug-in-Hybrid-Reihe um 75 % im Vergleich zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor, vorausgesetzt, der Elektromotor wird täglich genutzt und das Fahrzeug bei Bedarf einmal täglich aufgeladen.
Was ist der Unterschied zwischen einem Hybrid und einem Plug-in-Hybrid?
Das Prinzip des Plug-in-Hybridfahrzeugs leitet sich direkt aus der Hybridtechnologie ab. Die Möglichkeit, das Fahrzeug im Stand an einer Ladestation zu Hause oder auf öffentlichen Straßen aufzuladen, führt jedoch zu Unterschieden zwischen Hybrid- und Plug-in-Hybridfahrzeugen. Ein Plug-in-Hybrid verfügt daher über eine größere Batterie und somit über eine höhere Kapazität, was ihm eine größere Reichweite im rein elektrischen Modus ermöglicht.
In der Renault-Modellpalette gibt es eine klassische Hybridversion des Clio, den Clio E-TECH Hybrid, sowie Plug-in-Hybridfahrzeuge wie den Captur E-TECH Plug-in-Hybrid oder den Mégane E-TECH Plug-in-Hybrid. Jedes dieser Modelle bietet seinen Fahrern vielfältige Einsatzmöglichkeiten.
Welche Vorteile bietet das Plug-in-Hybridauto für den Nutzer?
Mit einem Elektromotor, der über einen wiederaufladbaren Akku betrieben wird, kann ein Plug-in-Hybrid alle Alltagsfahrten zu 100 % im Elektrobetrieb zurücklegen – für eine Elektromobilität, die energie- und umweltfreundlich ist.
Da ein Plug-in-Hybridfahrzeug mit einem Verbrennungsmotor ausgestattet ist, kann es das umfangreiche Tankstellennetz nutzen und verfügt über eine Reichweite, die der eines Benzinfahrzeugs mit vollem Tank entspricht.
Die beiden Antriebsarten decken somit die gängigsten Einsatzzwecke eines Autos ab. In der Stadt und bei Alltagsfahrten, die Stadtverkehr, Landstraßen und Autobahn kombinieren, wird der rein elektrische Modus bevorzugt. Bei einer täglichen Aufladung fährt der Besitzer beispielsweise emissionsfrei. Auf Langstrecken übernimmt der Verbrennungsmotor. Plug-in-Hybridfahrzeuge reichen somit aus, um den wöchentlichen Bedarf über einige Dutzend Kilometer im 100 %-Elektrobetrieb (50 Kilometer WLTP* bei einem Renault E-TECH Plug-in-Hybrid-Modell) zu decken und für längere Strecken, beispielsweise am Wochenende oder im Urlaub, mit Unterstützung des Verbrennungsmotors zu fahren, ohne sich Gedanken über das Aufladen machen zu müssen.
Wie hoch ist die Prämie beim Kauf eines Plug-in-Hybridfahrzeugs?
In Frankreich erhalten Plug-in-Hybridfahrzeuge eine Kaufprämie, sofern die erworbenen Fahrzeuge mindestens 50 Kilometer im rein elektrischen Betrieb zurücklegen können. Eine Umtauschprämie und/oder ein Umweltbonus können den Kauf erleichtern. Deutschland hat ebenso wie die Niederlande eine Anschaffungsprämie und eine Ermäßigung der Kfz-Steuer für Plug-in-Hybride eingeführt. Norwegen gewährt Steuerbefreiungen beim Kauf von Plug-in-Hybridfahrzeugen, unabhängig davon, ob es sich um Privat- oder Firmenfahrzeuge handelt. Und Großbritannien gewährt Steuervergünstigungen für Besitzer von Plug-in-Firmenwagen.
Die europäischen Länder zeigen Interesse an dieser Technologie und am Ersatz des Bestands an Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor durch elektrifizierte Modelle, da in den letzten Jahren zahlreiche Fördermaßnahmen beschlossen wurden.
Das praktische und innovative Plug-in-Hybridfahrzeug vereint die Vorteile von Elektro- und Verbrennungsmotoren. Wie rein elektrische Fahrzeuge und nicht aufladbare Hybridfahrzeuge stehen auch diese Modelle – beispielsweise der Renault Captur E-TECH Plug-in-Hybrid oder der Mégane E-TECH Plug-in-Hybrid – für die schrittweise Elektrifizierung der Mobilität.
* WLTP-Reichweite im gemischten Fahrzyklus (Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure, standardisierter Fahrzyklus: 57 % Stadtverkehr, 25 % Vorortverkehr, 18 % Autobahnverkehr).
Urheberrechte: HILL Dave, PLANIMONTEUR, Jean-Brice LEMAL