Öffentlich zugängliche Ladestationen: Wie findet man sie?
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Das Netz öffentlich zugänglicher Ladestationen wird europaweit stetig ausgebaut. Für Fahrer von Elektroautos stellt sich daher nicht mehr die Frage, ob sie ihre Batterie aufladen können, sondern lediglich, welche Ladestation am besten zu ihren Bedürfnissen passt.
von der Renault Group
Die Untersuchung der Nutzungsgewohnheiten zeigt, dass Privatpersonen unter der Woche dazu neigen, ihr Auto über eine Ladestation zu Hause oder am Arbeitsplatz aufzuladen. Das ist logisch, da das Auto dort in der Regel am längsten steht, was jedoch nicht daran hindert, die Infrastruktur zu nutzen, auf die man auf den üblichen Fahrten stößt.
Mit einem Elektroauto wird jeder Halt zu einer Gelegenheit, die Batterie aufzuladen. Ein Einkauf im Supermarkt, ein Stopp an einer Autobahnraststätte, ein Kinobesuch oder ein Abendessen in der Stadt – all das sind Gelegenheiten, die öffentliche Ladeinfrastruktur zu nutzen, sei es für eine kurze Zwischenaufladung oder als unverzichtbarer Zwischenstopp vor der Abreise in den Urlaub.
Eine Karte mit den Ladestationen anzeigen
Wie lädt man sein Auto auf einer langen Fahrt auf? Man muss lediglich eine Ladestation finden, die mit dem eigenen Elektroauto kompatibel ist – sowohl hinsichtlich des Ladesteckertyps als auch der Leistungsabgabe. Nun gilt es nur noch, sich unter den fast 200.000 öffentlichen Ladestationen in Europa zurechtzufinden!
An Hilfsmitteln mangelt es nicht. Zahlreiche Projekte im Rahmen der Open-Data-Bewegung erfassen nämlich öffentliche Ladestationen in ganz Europa. Einige werden zentral von lokalen Behörden oder Akteuren aus der Energiebranche verwaltet, die am Ausbau dieser Infrastruktur beteiligt sind. Andere bestehen aus kollaborativen Karten, die von den Autofahrern in den jeweiligen Gebieten mit Daten versorgt und aktualisiert werden.
Alle sind sowohl über den Computer als auch über das Smartphone zugänglich, oft dank einer speziellen mobilen App. Jede Ladestation ist dort genau gekennzeichnet, dank eines Datenblatts, das die Anzahl der verfügbaren Ladepunkte, den Steckertyp, die Zugangsbedingungen und die geltenden Tarife zusammenfasst. So lassen sich die Dauer und die Kosten des Ladevorgangs genau abschätzen.
Das Aufladen in die Route einplanen
Eine weitere, noch praktischere Lösung besteht darin, das Aufladen direkt in die Routenplanung zu integrieren – so wie esdie App „My Renault“ ab Anfang 2019 anbieten wird. Sie wird insbesondere die Funktionen von „Z.E. Trip“ übernehmen, einem in das Bordnavigationssystem R-Link integrierten Tool, mit dem man bereits heute ganz einfach eine mit dem eigenen Fahrzeug kompatible Ladestation auswählen und dabei die notwendigen Umwege auf ein Minimum beschränken kann.
Eine weitere, noch praktischere Möglichkeit besteht darin, das Aufladen direkt in die Routenplanung zu integrieren – so wie es die App „My Renault“ ab Anfang 2019 anbieten wird.
Langfristig wird sie auch den Dienst „Z.E. Pass“ integrieren, der das Aufladen und Bezahlen direkt über das Smartphone vereinfacht, ohne dass man mehrere Ausweise oder Abonnementkarten mit sich führen muss.
Öffentliche Ladestationen für den Alltag
Wie sieht es mit dem Alltag und den nicht geplanten Fahrten aus? Jeder Halt kann genutzt werden. Zu den Orten, die sich zum Aufladen eignen, gehören beispielsweise Einkaufszentren und Supermärkte, die Ladestationen installieren, um Kunden anzulocken. Auch Parkplatzbetreiber richten Ladestationen ein, deren Nutzung oft zu einem Vorzugstarif zusätzlich zu den Parkgebühren angeboten wird.
Bahnhöfe, Flughäfen und andere große Verkehrsknotenpunkte, die auf Intermodalität ausgerichtet sind, verfügen oft über Ladestationen, ebenso wie Tankstellen, die das Aufladen als kommerzielle Alternative zum Tanken anbieten. In einigen Städten kann man schließlich die Infrastruktur nutzen,die ursprünglich fürCarsharing-Angebote konzipiert wurde: Dies ist beispielsweise in Frankreich der Fall, wo die Stadt Paris seit Dezember ein Jahresabonnement für Privatpersonen anbietet, die ihr Auto an den Ladestationen aufladen möchten, die zuvor dem Dienst „Autolib’“ vorbehalten waren. Eine gute Möglichkeit, die Kosten für die Installation einer Ladestation zu amortisieren.
Auch spontane Initiativen führen zur Entstehung gemeinschaftlicher Alternativen zu den großen Ladenetzwerken.
In England verzeichnet eine Gemeinschaft von Renault-ZOE-Fans auf einer Karte alle Mitglieder, die bereit sind, einem Elektroauto mit Ladeengpass auszuhelfen. Die meisten verfügen über eine Wallbox mit einer „Typ-2“-Steckdose, ideal, um während einer Tasse Tee ein paar Dutzend Kilometer Reichweite zurückzugewinnen.
Urheberrechte: Jean-Brice LEMAL, PLANIMONTEUR, Nomad, Olivier MARTIN-GAMBIER
