Umweltbewusstes Fahren: Die richtigen Gewohnheiten für eine größere Reichweite

Veröffentlicht am

Durch umweltbewusstes Fahren kann man den Energieverbrauch senken, die Batterie schonen, einen vorzeitigen Verschleiß des Fahrzeugs vermeiden und mehr Gelassenheit und Komfort am Steuer gewinnen. Definition und Überblick über die Grundprinzipien dieser verantwortungsvollen Fahrweise.

von der Renault Group

Was ist umweltbewusstes Fahren?

Umweltbewusstes Fahren umfasst eine Reihe bewährter Praktiken, mit denen sich der Energieverbrauch des Fahrzeugs senken lässt. Für Fahrer von Elektrofahrzeugen geht es daher darum, die Batterie zu schonen, um die Reichweite zu verlängern.

Zwar hängt ein Teil dieser Einsparungen vom Fahrverhalten ab, doch spielen auch andere Faktoren wie die Klimaanlage, die Beladung des Fahrzeugs oder der Reifendruck eine wichtige Rolle und können den Kraftstoffverbrauch beeinflussen.

Die Grundregeln des umweltbewussten Fahrens

Das Fahren eines Elektrofahrzeugs ist ein ganz besonderes Erlebnis, das andere Empfindungen vermittelt als ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor. Doch das Ziel der Energieeinsparung bleibt dasselbe. Die Grundsätze des umweltbewussten Fahrens gelten daher auch hier in vollem Umfang. Hier sind die wichtigsten Punkte, die Sie für ein fachgerechtes, umweltbewusstes Fahren mit einem Elektrofahrzeug beachten (und umsetzen) sollten.

Sich flexibel verhalten

Haben Sie sich bereits von der Geräuschlosigkeit, der Vibrationsfreiheit und dem sanften Lauf Ihres Elektrofahrzeugs überzeugen lassen? Dann ist es an der Zeit, den dazu passenden geschmeidigen und entspannten Fahrstil zu übernehmen! Achten Sie auf eine ruckfreie Fahrweise und vermeiden Sie zu heftige Beschleunigungen, die viel Energie verbrauchen, sowie zu abrupte Bremsmanöver. Bevorzugen Sie stattdessen eine lineare Beschleunigung und gut dosiertes Bremsen. Denn ja, durch ein geschicktes Bremsverhalten lässt sich dank der regenerativen Bremsfunktion Energie sparen. Jedes Mal, wenn Sie den Fuß vom Gaspedal nehmen oder sanft bremsen, wird ein Teil der kinetischen Energie der Verzögerung in elektrische Energie umgewandelt und … lädt die Batterie wieder auf. Sie haben es sicher schon verstanden: Die goldene Regel des sanften Fahrstils lautet – vorausschauendes Fahren!

Um Ihnen dabei zu helfen, gute Gewohnheiten zu entwickeln, können Sie auf den „ECO“-Modus Ihres Elektrofahrzeugs zurückgreifen. Sobald dieser aktiviert ist, optimiert er bestimmte Fahrparameter wie Beschleunigung, Geschwindigkeitsregelung oder Bremsverhalten, um Energie zu sparen. So können Sie bis zu 10 % mehr Reichweite gewinnen. Ein idealer Modus für Fahrten in der Stadt, wo die Durchschnittsgeschwindigkeit im Idealfall 30 km/h nicht überschreitet und bei Staus und umständlichem Einparken auf 15 km/h sinkt. Es macht also keinen Sinn, das Tempo zu forcieren!

Die Klimaanlage richtig bedienen

Im Winter warm und im Sommer kühl zu haben, ist zwar angenehm, verbraucht aber sehr viel Strom – vor allem, wenn man dazu neigt, die Klimaanlage auf volle Leistung zu stellen. Eine intelligente Steuerung der Klimaanlage schont daher die Batterie und verlängert deren Reichweite, ohne dass dabei der Komfort leidet.

Während Ihr Auto aufgeladen wird, wird die benötigte Energie aus dem Stromnetz bezogen, sodass die Batterie nicht belastet wird und ihre Kapazität erhalten bleibt. Denken Sie daher daran, die Temperatur vor der Abfahrt vorzuwählen. So können Sie die Heizung oder Kühlung des Innenraums im Voraus programmieren.

Der Innenraum des Autos hat bei Ihrer Abfahrt bereits die gewünschte Temperatur erreicht, und da der Energieaufwand, diese Temperatur aufrechtzuerhalten, geringer ist als der zum Aufheizen oder Abkühlen, ist das eine Win-Win-Situation!

Außerdem erweist sich bei Renault-Fahrzeugen der „ECO“-Modus als nützliche Hilfe, um die Temperatur im Innenraum während der Fahrt anzupassen. Er passt die Klimaanlage so an, dass das optimale Gleichgewicht zwischen Komfort und Kraftstoffverbrauch erreicht wird.

Das Auto so weit wie möglich leichter machen

Die Rechnung ist ganz einfach: Je schwerer Ihr Auto ist, desto mehr Energie benötigt es, um voranzukommen, und desto stärker wird die Batteriekapazität beansprucht. Dieses Verbrauchsproblem stellt sich übrigens unabhängig davon, ob es sich um einen Verbrennungs- oder einen Elektroantrieb handelt. Denken Sie also daran, Ihr Auto von unnötigem Ballast zu befreien.

Denken Sie auch daran, Anbauteile wie Dachträger oder Dachboxen abzubauen, wenn Sie diese nicht benötigen: Sie belasten nicht nur das Gewicht, sondern beeinträchtigen auch die Aerodynamik des Fahrzeugs. Dieser zusätzliche Luftwiderstand wirkt sich ebenfalls auf den Kraftstoffverbrauch aus.

Mit richtig aufgepumpten Reifen fahren

Achten Sie bei den Reifen auf einen zu niedrigen Reifendruck, da dieser den Energieverbrauch erhöht, ein Sicherheitsrisiko darstellt und zudem den Reifenverschleiß beschleunigt. Überprüfen Sie den Reifendruck vorzugsweise bei kalten Reifen und befolgen Sie die Empfehlungen des Herstellers für den Normalbetrieb oder bei beladenem Fahrzeug. In bestimmten Fällen wird ein leicht erhöhter Reifendruck empfohlen: +0,3 bar, wenn der Druck bei warmen Reifen gemessen wird oder bei einer Autobahnfahrt von mehr als 2 Stunden, +0,2 bar im Winter usw. Denken Sie vor allem daran, den Reifendruck jeden Monat zu überprüfen.

Die Fahrt gut vorbereiten und optimieren

Vorrangige Ziele: Staus vermeiden und die kürzeste Strecke (mit den wenigsten Kilometern) wählen! Vor Ihrer Abfahrt können Sie sich im Internet über die verschiedenen möglichen Routen mit der voraussichtlichen Fahrzeit und der aktuellen Verkehrslage informieren. Heute ermöglicht die mobile App MY Renault die Planung einer Fahrt unter Berücksichtigung des Ladezustands Ihres Fahrzeugs bei der Abfahrt, der Ladestationen entlang der Strecke und der Gesamtfahrzeit – gegebenenfalls unter Einbeziehung der Ladedauer.

Ob Sie die Strecke nun kennen oder nicht – das Navigationsgerät oder entsprechende Apps sind immer eine gute Hilfe, um Staus oder andere Zwischenfälle zu umgehen. Im neuen ZOE zeigt Ihnen das integrierte vernetzte Navigationssystem EASY LINK nicht nur den Weg, sondern auch die nächstgelegenen Ladestationen und deren Verfügbarkeit an. Indem es Sie im Voraus über Ihre nächsten Fahrmanöver (abbiegen, bremsen usw.) informiert, ermöglicht Ihnen das Navigationssystem, vorausschauend zu fahren und Ihr Fahrverhalten anzupassen. Das kommt der Laufruhe zugute! Zögern Sie schließlich nicht, etwas früher loszufahren – es ist nie gut, auf der Straße in Eile zu sein.

Die Vorteile des umweltbewussten Fahrverhaltens

Das umweltbewusste Fahren bietet zahlreiche Vorteile – sowohl für das Fahrzeug als auch für den Fahrer und natürlich auch für die Mitfahrer! Ein wesentlicher Vorteil ist, dass es durch die Optimierung des Stromverbrauchsdie Reichweite der Batterie erhöht.

Schon allein das sanfte Fahren bringt zahlreiche Vorteile mit sich. In wirtschaftlicher Hinsicht verhindert es beispielsweise einen vorzeitigen Verschleiß von Bremsen und Reifen. Außerdem fördert es eine entspannte und rücksichtsvolle Fahrweise, die Stress am Steuer vermeidet und für mehr Komfort sorgt. Diese flüssigere Fahrweise kann sich zudem positiv auf die Verkehrsqualität in der Stadt auswirken, indem sie den berühmten „Ziehharmonika-Effekt“ eindämmt, der zur Entstehung von Staus beiträgt. Ruckartiges Fahren oder ständiges Spurwechseln bringen keinen wirklichen Zeitgewinn – da kann man genauso gut gelassen bleiben!

Jetzt sind Sie an der Reihe! Im Jahr 2017 gelang es einem Team von Journalisten, mit einem ZOE, der mit der Z.E. 40-Batterie ausgestattet war, unter Einhaltung der Grundregeln des umweltbewussten Fahrens 393,5 Kilometer zurückzulegen. Sind Sie bereit, sich der Herausforderung zu stellen?

Alle Elektrofahrzeuge in Ihrem Land