Free Floating: Ein Auto, wann ich will, wo ich will

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Free Floating ist ein stationsloser Carsharing-Dienst (persönliche Fortbewegungsmittel, Roller, Autos). Das Prinzip ist einfach: Der Öffentlichkeit werden überall in der Stadt Verkehrsmittel ohne feste Standorte zur Verfügung gestellt. Ein Modell der geteilten Mobilität, das in Europa zunehmend an Bedeutung gewinnt.

von der Renault Group

Free Floating oder stationlose Mobilitätsdienste stellen eine kleine Revolution dar. Bis vor kurzem stützten sich städtische Mobilitätsdienste auf Netzwerke fester Stationen, an denen Fahrzeuge abgeholt und abgestellt werden konnten. Das Aufkommen von Free Floating verändert derzeit den städtischen Nahverkehr und die Art und Weise, wie man sich in der Stadt fortbewegt.

Das Paradies für Selbstbedienung

Schluss mit den Ladestationen, es lebe die Freiheit! Mit dem Free-Floating-Carsharing-Modell können Sie Elektrofahrzeuge nutzen, ohne sich jemals Gedanken darüber machen zu müssen, Ladestationen anzufahren. So können Sie das Fahrzeug an jedem beliebigen Ort innerhalb eines vom Betreiber festgelegten geografischen Bereichs abholen und abstellen.

Die Funktionsweise des Free-Floating-Systems ist denkbar einfach und wird durch moderne Technologie ermöglicht, wobei Fahrzeuge zum Einsatz kommen, die mit Elektronik ausgestattet sind. Sobald Sie die dazugehörige App auf Ihr Smartphone heruntergeladen haben, können Sie in Ihrer Nähe das Fahrzeug orten, das Sie ausleihen möchten.

Wenn Sie sich in der Nähe des Fahrzeugs befinden, können Sie es ganz einfach mit Ihrem Handy ver- bzw. entriegeln.
Nach Beendigung der Nutzung erfolgt die Zahlung per Abbuchung von Ihrer vorab hinterlegten Kreditkarte. Bei der Rückgabe des Fahrzeugs müssen Sie lediglich sicherstellen, dass Sie den geografischen Nutzungsbereich einhalten. Dank der Geolokalisierung steht das Fahrzeug anschließend wieder für einen neuen Nutzer zur Verfügung.

Carsharing im Free-Floating-Modell: ein attraktives Konzept

Das Free-Floating-Carsharing mit Elektrofahrzeugen funktioniert vollständig im Selbstbedienungsmodus und ist somit völlig unverbindlich, was eine hohe Nutzungsflexibilität bietet. Es stellt eine alternative Mobilitätslösung dar, die den Bedürfnissen und Wünschen jedes Einzelnen gerecht wird – insbesondere in Städten, in denen die multimodale Mobilität einen hohen Stellenwert hat.

Beim Free-Floating-Carsharing muss man weder im Voraus reservieren noch sich Gedanken über die Verfügbarkeit eines Parkplatzes bei der Ankunft machen. Dieses für den Nutzer einfache und kostengünstige Mobilitätsmodell ermöglicht es, ein Fahrzeug zu nutzen, wann man es braucht – wie es bereits beim „klassischen“ Elektro-Carsharing der Fall ist –, vor allem aber auch dort, wo man es braucht, dank des Geolokalisierungssystems, das verfügbare Fahrzeuge in der Nähe anzeigt. Das Carsharing mit freier Flotte wird von den Kommunen sehr geschätzt, da es keine Einrichtung spezieller Ladeinfrastrukturen erfordert.

Schließlich profitiert das Free-Floating-Carsharing in verkehrsberuhigten Zonen oder Parkbeschränkungszonen von den Vorteilen des elektrischen Carsharing, da auch es die umweltfreundliche Mobilität fördert: So werden die Innenstädte entlastet, sind leiser und weniger verschmutzt.

Free Floating legt den zweiten Gang ein

Seit zwei Jahren findet das Free-Floating-Modell in Europa immer mehr Anhänger. In Deutschland ist es besonders auf dem Vormarsch: Die Zahl der Nutzer von Carsharing-Diensten stieg um 21,1 % auf 1,26 Millionen. Zwei Drittel von ihnen nutzen Free-Floating-Carsharing-Dienste.

Zu den jüngsten Free-Floating-Carsharing-Diensten, die Renault gemeinsam mit seinen Partnern eingerichtet hat, gehört „Zity“ in Madrid. Dieses Angebot stellt den Einwohnern der kastilischen Stadt nicht weniger als 650 Renault ZOE zur freien Nutzung zur Verfügung. Auch in Paris wurde Zity eingeführt, um den Mobilitätsbedürfnissen der Einwohner der Region Île-de-France und der Besucher gerecht zu werden. In Zusammenarbeit mit der Stadt Paris stehen den Nutzern ab 2020 500 Renault ZOE zur Verfügung. Schließlich wurde in Amsterdam am 10. Januar dieses Jahres „Fetch Car Sharing“ eingeführt, ein neuer Free-Floating-Carsharing-Dienst für Elektroautos. 200 ZOE sind nun in der niederländischen Hauptstadt unterwegs und bieten eine ergänzende Mobilitätsoption für das „Venedig des Nordens“, das für seine Parkplatzprobleme bekannt ist.

Und es gibt unzählige Beispiele für Anbieter, die überall in Europa ZOE-Modelle im Free-Floating-Verfahren anbieten.

Die Zahlen belegen den Aufschwung des Carsharing, insbesondere in städtischen Gebieten, wo 25 bis 30 % der Nutzer auf ihr eigenes Auto verzichtet haben. In Verbindung mit Elektrofahrzeugen deckt das Free-Floating-Modell somit den Bedarf an gelegentlichen, manchmal auch täglichen Fahrten ab. Dieses Carsharing-Modell verbindet Mobilität mit mehr Freiheit, Wirtschaftlichkeit und Umweltfreundlichkeit.

Urheberrechte: iStock, Pim Hendriksen, Olivier Martin-Gambier, LEMAL Jean-Brice, PLANIMONTEUR

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