Der Verbrauch eines Plug-in-Hybridfahrzeugs (PHEV)
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Plug-in-Hybridfahrzeuge, auch PHEV (Plug-in Hybrid Electric Vehicle) genannt, verfügen über eine Batterie mit hoher Kapazität, die im Stand aufgeladen wird. Sie bietet daher eine ausreichende elektrische Reichweite, um Alltagsstrecken zurückzulegen, ohne auf den Verbrennungsmotor zurückgreifen zu müssen. Wie berechnet sich in diesem Zusammenhang der Verbrauch eines Plug-in-Hybridfahrzeugs?
Hybrid-Auto vs. Plug-in-Hybrid – worin bestehen die Unterschiede?
Das Prinzip eines Hybridfahrzeugs besteht darin, einen Verbrennungsmotor mit einem oder mehreren Elektromotoren zu kombinieren, die entweder gemeinsam oder abwechselnd arbeiten können. Hybridfahrzeuge werden dann je nach Vorhandensein einer Ladebuchse in zwei Gruppen unterteilt.
Das klassische Hybridauto, auch als HEV (Hybrid Electric Vehicle) bezeichnet, verfügt über eine Batterie mit begrenzter Kapazität (einige Kilowattstunden), die sich ausschließlich durch die Rückgewinnung von Energie beim Bremsen auflädt. Diese nicht aufladbaren Hybridautos nutzen ihren Elektromotor vor allem zum Anfahren, für Manöver und für kurze Fahrten bei niedriger Geschwindigkeit. In einem Hybridfahrzeug wie dem zukünftigen Clio E-Tech von Renault kann der Elektromotor den Verbrennungsmotor zudem beim Beschleunigen unterstützen, um dem Fahrer zusätzliche Leistung zu bieten. Diese kombinierte Funktionsweise ermöglicht es, sowohl den Fahrkomfort zu verbessern als auch den Kraftstoffverbrauch zu senken (bis zu 40 % weniger Benzin im Stadtverkehr).
Ein Plug-in-Hybrid-Elektrofahrzeug (PHEV) bietet all diese Vorteile, verfügt jedoch über einen leistungsstärkeren Elektromotor in Verbindung mit einer Batterie mit höherer Kapazität, die unabhängig über eine externe Steckdose aufgeladen werden kann. Der 2020 eingeführte Renault Captur E-Tech Plug-In verfügt beispielsweise über eine 9,8-kWh-Batterie, die ihm im Elektromodus eine Reichweite von 50 Kilometern bei einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 135 km/h im gemischten Fahrzyklus (WLTP*) verleiht.
Mit einem Plug-in-Hybrid-Auto lassen sich somit die täglichen Fahrten ohne Einsatz des Verbrennungsmotors, also zu 100 % elektrisch, zurücklegen, wobei man die Vorteile des Aufladens zu Hause oder am Arbeitsplatz nutzen kann.
Wovon hängt der Stromverbrauch eines Plug-in-Hybridfahrzeugs ab?
Genau wie bei einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor hängt der Verbrauch eines Plug-in-Hybridfahrzeugs von physikalischen und umgebungsbedingten Faktoren wie seiner Masse oder seiner Aerodynamik ab. Er wird zudem – genau wie bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor – von der Topografie der zurückgelegten Strecken beeinflusst: Die Überquerung eines schneebedeckten Gebirgspasses ist deutlich energieintensiver als eine sommerliche Fahrt durch die Landschaft.
Sie hängt auch und vor allem vom Fahrstil des Fahrers ab. Eine sanfte Fahrweise mit behutsamem Beschleunigen und dosiertem Bremsen trägt dazu bei, die Reichweite der Batterie im rein elektrischen Betrieb zu erhalten. In der übrigen Zeit sorgt sie für einen moderaten Kraftstoffverbrauch und maximiert die Effizienz derregenerativen Bremsung, die zum Aufladen der Batterie beiträgt.
Um den Kraftstoffverbrauch zu senken, sollte der Nutzer sein Plug-in-Hybridfahrzeug so früh wie möglich an die Ladestation anschließen. So stellt er sicher, dass er im rein elektrischen Betrieb eine maximale Reichweite hat, ohne den Verbrennungsmotor zuschalten zu müssen.
Der Verbrauch eines Plug-in-Hybridfahrzeugs auf der Autobahn
Auf der Autobahn fahren die Fahrzeuge theoretisch mit einer konstanten Geschwindigkeit zwischen 110 und 130 km/h. Die Phasen der Energierückgewinnung beim Bremsen sind seltener als im klassischen Fahrzyklus, und die Länge der Strecken spricht dafür, den Verbrennungsmotor zu bevorzugen. Die Unterstützung durch den Elektromotor wirkt sich jedoch beim Verbrauch deutlich aus, insbesondere beim Beschleunigen, Überholen oder beim Anfahren nach einem Halt an einer Raststätte oder einer Mautstelle. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 135 km/h im rein elektrischen Modus ermöglicht der Renault Captur E-Tech Plug-In potenziell auch kurze Autobahnfahrten, ohne auf den Verbrennungsmotor zurückgreifen zu müssen.
Die Kosten für das Aufladen eines Plug-in-Hybridfahrzeugs an einer Haushaltssteckdose
Die Kosten für das Aufladen eines Plug-in-Hybridfahrzeugs hängen von der Größe seiner Batterie ab. In Frankreich belaufen sich die Kosten für das Aufladen der 9,8-kWh-Batterie eines Renault Captur E-Tech Plug-In von 0 auf 100 % auf etwa 1,47 Euro, wenn man von einem Kilowattstundenpreis von 0,15 Euro/kWh bei EDF (Électricité de France) ausgeht. Die tatsächlichen Kosten können jedoch je nach Stromanbieter und eventuell angebotenen Niedertarifzeiten variieren. In anderen Ländern muss man in Deutschland mit etwa 3 Euro und in Großbritannien mit 2 Euro rechnen. Am günstigsten ist der Strom in der Ukraine mit einem Preis von 0,05 Euro pro Kilowattstunde, wodurch sich die Kosten für das Aufladen auf 0,50 Euro reduzieren.
Die Kosten für das Aufladen eines Plug-in-Hybridfahrzeugs an öffentlichen Ladestationen in Frankreich
In Frankreich richten sich die Kosten für das Aufladen an einer öffentlichen Ladestation in der Regel nicht nach dem Kilowattstundenpreis, sondern nach der Ladezeit. Je nach Region oder Land bieten öffentliche Ladestationen je nach Leistung und Tarif verschiedene Zahlungsmöglichkeiten an. Die Bezahlung erfolgt oft über eine spezielle Karte, für die ein Abonnement erforderlich ist. Es ist jedoch auch möglich, an bestimmten Parkplätzen von Einkaufszentren wie bei Ikea, Lidl oder Auchan kostenlos aufzuladen.
Die Kosten für das Aufladen eines Plug-in-Hybridfahrzeugs in Europa: Gibt es Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern?
Der durchschnittliche Strompreis in den 28 Ländern Europas liegt bei etwa 0,21 Euro/kWh, wobei Bulgarien mit 0,10 Euro/kWh den niedrigsten und Dänemark mit 0,30 Euro/kWh den höchsten Preis aufweist. Deutschland belegte 2018 den zweiten Platz unter den teuersten Ländern und könnte aufgrund steigender staatlicher Abgaben Dänemark überholen. In der zweiten Jahreshälfte 2018 lag Frankreich auf Platz 12 der teuersten Länder.
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