„Die CMF-EV-Plattform bereitet die neue Generation von Elektrofahrzeugen vor“

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Mit dem Konzeptfahrzeug MORPHOZ gibt die Renault Group einen Einblick in die Ästhetik und Leistungsfähigkeit der Zukunft. Bemerkenswert für ein Konzeptfahrzeug mit einem derart zukunftsweisenden Design ist, dass MORPHOZ nicht nur zum Träumen anregt, sondern gleichzeitig eine technologische Demonstration darstellt. Es basiert nämlich auf der brandneuen CMF-EV-Plattform der Renault-Nissan-Mitsubishi-Allianz. Diese modulare Plattform ist speziell für die Entwicklung mehrerer künftiger Elektrofahrzeuge vorgesehen. Erläuterungen von Jean-Paul Drai, Leiter der Projektentwicklung für Elektrofahrzeuge bei der Renault Group.

von der Renault Group

Das Konzeptfahrzeug MORPHOZ wurde auf Basis der CMF-EV-Plattform entwickelt. Was zeichnet diese Plattform aus?

Die CMF-EV-Plattform („CMF“ steht für „Common Module Family“ und „EV“ für „Electric Vehicles“) wurde von der Allianz speziell für Elektrofahrzeuge entwickelt. Wir haben ganz von vorne angefangen! Damit wird den aktuellen Anforderungen an die Entwicklung von Elektrofahrzeugen der neuen Generation gerecht. Das Energiemanagement, der Fahrkomfort und das Leben an Bord profitieren von den damit verbundenen Innovationen.

Diese Plattform wurde gemeinsam mit unserem Partner Nissan von einem Team aus französischen und japanischen Ingenieuren entwickelt, um den Erwartungen beider Hersteller gerecht zu werden und für die Fahrzeuge beider Marken einheitlich einsetzbar zu sein.

Was ist der Nutzen der Entwicklung einer solchen Plattform in der Automobilindustrie?

Man geht üblicherweise davon aus, dass eine Plattform die Entwicklung von zwei aufeinanderfolgenden Fahrzeuggenerationen ermöglicht, einschließlich aller dazwischenliegenden Weiterentwicklungen. Eine neue Plattform ermöglicht somit die Entwicklung neuer Modelle über einen Zeitraum von mindestens einem Jahrzehnt. Darüber hinaus sichert die Entwicklung einer Plattform mit vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten unsere Wettbewerbsfähigkeit.

Die Innovationen, die wir im Rahmen des CMF-EV-Projekts entwickelt haben, bestätigen unsere technologische Führungsposition. Das Konzeptfahrzeug MORPHOZ gibt einen Vorgeschmack auf diese Innovationen, von denen sich die Elektroautos der nächsten Generation inspirieren lassen werden.

Eine der Stärken von MORPHOZ ist seine Modularität. Spiegelt sich das auch in der neuen Plattform wider?

Die CMF-EV-Plattform setzt neue Maßstäbe in Sachen Modularität – das ist einzigartig! Sie ermöglicht beispielsweise den Einbau von Batterien unterschiedlicher Höhe. Auf Basis der CMF-EV lassen sich somit sowohl niedrige Limousinen als auch SUVs entwickeln.

Natürlich ist die Plattform auch in der Länge modular aufgebaut, um die Batterie noch besser an den Fahrzeugtyp und die gewünschte Reichweite anzupassen. So lassen sich mit CMF-EV sowohl Elektrofahrzeuge für den täglichen Nahverkehr als auch Modelle für lange Strecken ohne Aufladen entwickeln.
Das Konzeptfahrzeug MORPHOZ veranschaulicht diese Eigenschaft auf extreme Weise, da es seine Länge ändern kann und vom City-Modus in den Travel-Modus und umgekehrt wechseln kann.

„Dank der eingesetzten technologischen Innovationen und der Möglichkeiten, die ihre Modularität bietet, wird CMF-EV ‚die‘ Referenzplattform für mehrere künftige Elektrofahrzeuge der Renault Group und der Allianz sein.“
Jean-Paul Drai, Leiter Projektentwicklung Elektrofahrzeuge – Renault Group

Bringt die Entwicklung einer „100 % elektrischen“ Plattform Vorteile hinsichtlich der Reichweite und der Ladezeit mit sich?

Ja, die CMF-EV-Plattform ist völlig frei von den Einschränkungen, die bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor bestehen. Im Vergleich zu einer herkömmlichen Plattform gewinnt man dadurch Platz im Motorraum, der kleiner ausfällt, da die Bauteile eines Elektromotors kompakter sind als bei Fahrzeugen mit Diesel- oder Benzinmotor. Auf dieser Grundlage lassen sich somit Elektroautos mit größeren Batterien entwickeln.

Doch das ist nicht die einzige Neuerung in diesem Bereich: Zusammen mit der Plattform haben wir ein innovatives System zum Wärmemanagement der Batterie entwickelt. Die bei früheren Fahrzeuggenerationen beobachteten Unterschiede bei Reichweite und Ladezeit zwischen Winter- und Sommertemperaturen werden hier drastisch reduziert.

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Die flexible Gestaltung des Innenraums fällt bei MORPHOZ besonders ins Auge. Profitiert die Geräumigkeit der Fahrzeuge von den Vorgaben der CMF-EV-Plattform?

Dank der kompakten Bauweise der elektrischen Komponenten und des fehlenden Getriebetunnels bietet diese Plattform im Vergleich zu Fahrzeugen ähnlicher Länge ein Maximum an Geräumigkeit. Ein auf der CMF-EV-Plattform basierendes Fahrzeug verfügt über einen großen Radstand und natürlich über einen ebenen Boden. Dadurch lassen sich geräumigere Vordersitze und mehr Beinfreiheit im Fond realisieren.

So ermöglicht die Plattform die Entwicklung von Modellen, die im Fond den Platz einer Limousine vom Typ Talisman bieten … bei den Abmessungen eines Mégane! Oder auch den Platz eines Mégane in einem Fahrzeug, dessen Größe der eines Captur entspricht!

Bietet die Plattform Spielraum für Verbesserungen hinsichtlich des Fahrkomforts?

Dank der Modularität von CMF-EV können ein oder zwei Elektromotoren in ein Fahrzeug eingebaut werden, wodurch Modelle mit Zweirad- oder Allradantrieb entwickelt werden können. Darüber hinaus ist die Plattform mit den von der Allianz entwickelten Systemen für autonomes Fahren kompatibel.

Ist also zu erwarten, dass die auf der CMF-EV-Plattform entwickelten Serienmodelle bald die Modellpaletten von Renault und Nissan ergänzen werden?

Dank der eingesetzten technologischen Innovationen und der Möglichkeiten, die sich aus ihrer Modularität ergeben, wird CMF-EV „die“ Referenzplattform für mehrere künftige Elektrofahrzeuge der Renault Group und der Allianz sein.

Nach MORPHOZ, das die möglichen Anwendungsbereiche veranschaulicht, werden die ersten auf dieser Plattform gefertigten Serienmodelle unser bestehendes Elektrofahrzeugangebot ergänzen.

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