Die Reichweite des Renault ZOE
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Der Renault ZOE, das meistverkaufte Elektroauto in Europa im Jahr 2020, wurde 2019 in einer neuen Version auf den Markt gebracht. Durch den Einbau einer Batterie mit höherer Kapazität wurde die Reichweite des Elektroautos bei diesem Modell weiter erhöht, sodass nun noch längere Strecken ohne Aufladen zurückgelegt werden können.
Wie berechnet man die Reichweite Ihres Renault ZOE?
Die wichtigste Angabe, die man zur Berechnung der Reichweite eines Renault ZOE kennen muss, ist die Kapazität der im Elektrofahrzeug eingebauten Lithium-Ionen-Batterie. Die Anzahl der Kilowattstunden gibt die Energiereserve an, die für den Betrieb des Motors des Renault ZOE und der Ausstattung eines solchen Fahrzeugs erforderlich ist.
Die Reichweite eines Renault ZOE hängt somit vom Typ der verbauten Batterie ab: Beim neuen Renault ZOE beträgt die Kapazität der Z.E. 50-Batterie 52 Kilowattstunden, gegenüber 41 Kilowattstunden bei einem ZOE der älteren Generation (mit den Motoren R75/R90/R110 und Q90) oder 22 Kilowattstunden bei den ersten Versionen (R240 und Q210).
Neben dieser Strommenge hängt die Reichweite eines Renault ZOE vom Fahrstil und den Wetterbedingungen ab. Durch sanftes Bremsen und gleichmäßiges Verlangsamen wird die zurückgewonnene kinetische Energie in zusätzliche Reichweite umgewandelt.
Reichweite des Renault ZOE im Winter
Die Reichweite eines Elektrofahrzeugs hängt auch von der Umgebungstemperatur ab. Im Hochsommer kann sie sich durch den Einsatz der Klimaanlage um 5 % verringern. Die Reichweite eines Elektroautos im Winter beträgt beispielsweise beim Renault ZOE nach WLTP 240 Kilometer, was etwa 40 % weniger ist als in der gemäßigten Jahreszeit.
Es gibt jedoch einige Tipps, mit denen man die Kälte vom Elektroauto fernhalten kann. Die Vorwärmung des Autos vor der Abfahrt ist der wichtigste davon. Ein ruhiger Fahrstil – und zwar zu jeder Jahreszeit – mindert ebenfalls die Auswirkungen von Wetterschwankungen!
Reichweite des ZOE: WLTP-Zyklus vs. tatsächliche Reichweite
Der WLTP-Zyklus ersetzt den NEDC-Test und ist ein Verfahren zur Messung der Reichweite, des Verbrauchs und der Emissionen eines Fahrzeugs. Die Abkürzung steht für „Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure“ oder „weltweit harmonisiertes Prüfverfahren für Personenkraftwagen und leichte Nutzfahrzeuge“. Dabei wird ein Fahrzeug bei verschiedenen Motordrehzahlen und Geschwindigkeiten gefahren. Die WLTP-Norm orientiert sich an den realen Nutzungsbedingungen des Fahrzeugs und berücksichtigt dabei insbesondere die Anforderungen hinsichtlich Ausstattung und Gewicht, um eine konsistente Reichweitenangabe zu liefern.
Während es früher einen deutlichen Unterschied zwischen der NEDC-Reichweite und der tatsächlichen Reichweite gab (im Straßenverkehr gingen zwischen 30 % und 50 % der angegebenen Reichweite verloren), lässt sich mit dem WLTP-Zyklus nun eine weitaus genauere Vorstellung davon gewinnen, wie viele Kilometer ein Elektroauto mit einer einzigen Ladung zurücklegen kann – wobei die Abweichung selten mehr als 20 % beträgt.
Die von den Herstellern angegebene WLTP-Reichweite entspricht dem standardisierten gemischten Fahrzyklus, der zu 57 % aus Stadtfahrten, zu 25 % aus Vorortfahrten und zu 18 % aus Autobahnfahrten besteht. Diese Zahl stellt somit einen gewichteten Durchschnittswert dar, der sich an den häufigsten Nutzungsarten von Kraftfahrzeugen orientiert.
Der Stadtfahrzyklus, auch WLTP City genannt, ermöglicht eine Einschätzung der Reichweite bei der häufigsten Nutzungsart von Elektrofahrzeugen, nämlich bei Fahrten in der Stadt und im Umland.
Unterschiede in der Reichweite zwischen den verschiedenen Generationen des Renault ZOE
Gemäß der WLTP-Norm beträgtdie Reichweite des Renault ZOE heute bei gemäßigten Wetterbedingungen 395 Kilometer nach WLTP*, und zwar sowohl für die Modelle mit dem R110- als auch für die mit dem R135-Motor. Dieser Wert liegt über dem der Vorgängergenerationen des Modells: Mit den 41-Kilowattstunden-Batterien waren maximale Reichweiten zwischen 280 und 300 Kilometern mit einer einzigen Ladung möglich.
Reichweite des Renault ZOE auf der Autobahn
Das Fahrverhalten bestimmtdie Reichweite der Batterie eines Elektrofahrzeugs, insbesondere die Nutzung der Motorleistung bei hohen Drehzahlen. Die Reichweite eines Renault ZOE auf der Autobahn ist daher bei milden Temperaturen geringer als im gemischten Fahrbetrieb. Bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 130 km/h lassen sich etwa 215 Kilometer zurücklegen. Senkt man die Durchschnittsgeschwindigkeit auf etwa 110 km/h, erhöht sich die Reichweite des Fahrzeugs und erreicht 250 Kilometer mit einer einzigen Ladung.
Wie lässt sich die Reichweite eines ZOE erhöhen?
Die Reichweite des Renault ZOE lässt sich durchumweltbewusstes Fahren steigern, was sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich ist. Eine Reduzierung der Geschwindigkeit auf Landstraßen und Autobahnen, vorausschauendes Bremsen, um die kinetische Energie beim Abbremsen zurückzugewinnen, sowie das Vorheizen des Innenraums auf die gewünschte Temperatur, während das Fahrzeug noch aufgeladen wird, tragen zu einem sparsamen Energieverbrauch bei. Auch die verschiedenen Fahrmodi, zwischen denen der Fahrer wählen kann, beeinflussen die Reichweite.
Im ECO-Modus werden beispielsweise bestimmte Fahrzeugfunktionen wie die Heizung oder die Beschleunigung gedrosselt. Der ECO-Modus ermöglicht eine Reichweitensteigerung von durchschnittlich 10 % – abhängig von der Topografie der Strecke. Der B-Modus aktiviert hingegen die „verstärkte Verzögerung“, bei der die Motorbremse gegenüber dem mechanischen Bremssystem bevorzugt wird. Wenn der Fahrer das Gaspedal loslässt, bremst der Renault ZOE sanft ab. Durch die dabei entstehende Trägheit wird kinetische Energie zurückgewonnen und in Strom umgewandelt. Dies erhöht die Reichweite und sorgt für einen hervorragenden Fahrkomfort.
Die Reichweite des Renault ZOE profitiert von diesen Innovationen und damit von einer verbesserten Energieeffizienz. Diese Reichweite, die für Praktikabilität steht, schlägt ein neues Kapitel in der Elektromobilität für alle auf!
* Die hier genannten Werte für Fahrzeit und Reichweite wurden anhand der Ergebnisse berechnet, die der neue ZOE im Rahmen des WLTP-Zulassungsverfahrens (Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure, standardisierter Zyklus: 57 % Stadtverkehr, 25 % Überlandfahrten, 18 % Autobahnfahrten), das darauf abzielt, die tatsächlichen Nutzungsbedingungen von Fahrzeugen abzubilden. Sie lassen jedoch keine Rückschlüsse auf die Art der Fahrt zu, die nach dem Aufladen gewählt wird. Die Ladezeit und die wiedergewonnene Reichweite hängen zudem von der Temperatur, dem Verschleiß der Batterie, der von der Ladestation gelieferten Leistung, dem Fahrstil und dem Ladezustand ab.
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