„Höchster Fahrkomfort für den Twingo Electric im Modus B“

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Der neue Renault Twingo Electric verfügt über einen „Modus B“ am Gangwahlhebel. Diese Position ermöglicht es, das Fahrverhalten des Fahrzeugs an den Verkehr und die jeweilige Umgebung anzupassen, um das Fahren zu erleichtern und den Fahrspaß mit einem Elektroauto zu steigern. Benoît Chagniot, Experte für Elektrofahrzeuge bei der Renault Group, erläutert uns die Funktionsweise im Detail.

von der Renault Group

Was ist der Modus B des Twingo Electric?

Der B-Modus (B steht für „Brake“ auf Englisch, „Bremse“ auf Französisch) ist einer der Fahrmodi des Twingo Electric. Wenn er aktiviert ist, erhöht er die Verzögerungskraft, sodass das Bremspedal seltener betätigt werden muss. Zum Vergleich: Es ist ein bisschen so, als könnte man bei einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor die Stärke der Motorbremse einstellen. Sobald der Fahrer den Fuß vom Gaspedal nimmt, verlangsamt sich das Fahrzeug dank der regenerativen Bremsung deutlich und sanft. Dieser Modus sorgt für ein besonders einfaches und intuitives Fahrgefühl in der Stadt und bei dichtem Verkehr. Er ergänzt den Modus D (wie „Drive“ im Englischen, also „Fahren“), der bei losgelassenem Gaspedal zügiger ist.

Wie funktioniert das konkret?

Der Fahrer wechselt vom klassischen Fahrmodus D in den Modus B, indem er den Schalthebel zu sich zieht. Das System verstärkt daraufhin die Verzögerung des Twingo Electric durch den Einsatz der Energierückgewinnung. Die Stärke der im B-Modus erzeugten Bremswirkung lässt sich durch einen einfachen Druck auf den Schalthebel in drei Stufen (B1, B2 und B3) einstellen. Je nach den Verkehrsbedingungen – Verkehrsaufkommen, Fahrbahnart, Geschwindigkeitsbegrenzungen oder andere Faktoren – findet der Fahrer intuitiv die Stufe, die zu seinem Fahrstil passt.

„In der Stadt kann man im B3-Modus des Twingo Electric fast ganz auf das Bremspedal verzichten, indem man den Fuß vom Pedal nimmt, bis das Fahrzeug fast zum Stillstand gekommen ist.“ – Benoît Chagniot, Experte für Elektrofahrzeuge

Könnten Sie uns diese drei Ebenen näher erläutern?

Beim Umschalten in den Modus B wird standardmäßig die mittlere Verzögerungsstufe „B2“ ausgewählt. Diese sorgt in den meisten Situationen für hohen Fahrkomfort, da sie eine ausreichend starke Bremswirkung bietet, um vor Hindernissen abzubremsen, die kein vollständiges Anhalten erfordern. Der Modus „B2“ bleibt daher recht laufruhig und sorgt für ein flüssiges und ruckfreies Fahrverhalten bei Stadt- und Vorortfahrten, für die der Nouvelle Twingo Electric in erster Linie ausgelegt ist.
Der Modus „B1“ hingegen ist der spritzigste. Die Motorbremse ist sehr schwach. Sie lässt den Twingo Electric aus dem Schwung heraus weiterrollen, ähnlich wie bei einem Fahrrad im Freilauf. Aufgrund seines geringen Widerstands (0,5 m/s²*) eignet sich der Modus „B1“ vor allem für große, relativ freie Verkehrsachsen wie Landstraßen und Bundesstraßen, auf denen die Verlangsamung über mehrere hundert Meter erfolgen kann, was die Energieeffizienz fördert.
Im Gegensatz dazu weist der Modus „B3“ die stärkste Verzögerung auf (1,4 m/s²), was ihn zur idealen Wahl für den Stadtverkehr macht. In der Stadt und bis zu einer Geschwindigkeit von etwa 50 km/h lässt sich das Fahrzeug damit fast ausschließlich über das Gaspedal steuern: Wenn man den Fuß vom Gaspedal nimmt, bremst der Twingo Electric bis zum fast vollständigen Stillstand ab. Der Modus „B3“ ist auch bei steilen Gefällen, beispielsweise in den Bergen, sehr nützlich, da er es ermöglicht, das Fahrzeug auf einer sicheren Geschwindigkeit zu halten und gleichzeitig Energie in die Batterie zurückzuspeisen.

Lässt sich durch diese Energierückgewinnung die Reichweite des Autos optimieren?

Unabhängig vom gewählten Fahrmodus wird die beim Abbremsen und Bremsen zurückgewonnene Energie wieder in die Batterie eingespeist. Eine Kontrollleuchte im Armaturenbrett weist den Fahrer darauf hin, dass die regenerative Bremsung aktiv ist. Diese Energierückgewinnung trägt dazu bei, die Reichweite des Twingo Electric zu optimieren, die nach WLTP** mit 190 Kilometern angegeben ist. Zudem verringert sie den Verschleiß der Bauteile, insbesondere der Bremsen, die weniger beansprucht werden, da die Verzögerung hauptsächlich über den Elektromotor erfolgt.
Auf langen Strecken lässt sich die Reichweite noch besser erhalten, wenn der Fahrer bei Hindernissen vorausschauend fährt und dabei den Modus „B1“ wählt, der die höchste Geschwindigkeit ermöglicht.

Gibt es noch eine andere Möglichkeit, die Reichweite zu optimieren?

Ja, natürlich. Der Verbrauch eines Elektroautos hängt genauso stark vom Fahrstil ab wie der eines herkömmlichen Autos. Maßvolles Beschleunigen, vorausschauendes Fahren, um Bremsvorgänge zu vermeiden, sowie ein maßvoller Einsatz von Klimaanlage und Heizung … sind allgemein gültige Empfehlungen.
Wir empfehlen außerdem, den „ECO“-Modus zu aktivieren. Dieser Modus dämpft starke Beschleunigungsvorgänge und gewährleistet gleichzeitig eine ausreichende Leistung im Stadtverkehr. Der ECO-Modus und der B-Modus ergänzen sich: Ersterer wirkt sich auf die Beschleunigung des Fahrzeugs aus, während letzterer den Einsatz des Bremspedals einschränkt und Energieverschwendung beim Abbremsen verhindert.
Der B-Modus ist daher ein unverzichtbarer Bestandteil des Fahrkomforts und der Effizienz des neuen Renault Twingo Electric.

* m/s² ist die Maßeinheit für die Verzögerung. Eine Verzögerung von 1 m/s² entspricht in etwa einem Geschwindigkeitsverlust von 3,6 km/h pro Sekunde.
** WLTP = Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure. Der WLTP-Stadtzyklus entspricht dem innerstädtischen Teil des Normzyklus. Der WLTP-Gesamtzyklus ist der Normzyklus. Er setzt sich zu 57 % aus innerstädtischen Fahrten, zu 25 % aus vorstädtischen Fahrten und zu 18 % aus Autobahnfahrten zusammen.

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