Alles über den batteriebetriebenen und wasserstoffbetriebenen Elektroantrieb

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Wasserstoff-Hybridantrieb

Als Pionier im Bereich der Elektromobilität betrachtet die Renault Group das Elektroauto als die beste technologische Lösung zur Dekarbonisierung der Mobilität. Um Elektroautos noch beliebter zu machen, besteht eine der größten Herausforderungen darin, ihre Vielseitigkeit so zu verbessern, dass sie eine Reichweite bieten, mit der sich lange Strecken genauso schnell zurücklegen lassen wie mit einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor, ohne dass längere Ladepausen erforderlich sind. Parallel zu ihrer Forschung im Bereich der Batterietechnologie untersucht Renault Group die Lösung eines Hybridantriebs mit Batterie und Wasserstoff. Ein Überblick.

Mehr Autonomie für die Elektromobilität

Für eine CO₂-arme Mobilität erweist sich das Elektroauto derzeit als die beste Lösung. Dies gilt umso mehr, wenn man sich – wie die Marke Renault bereits seit über zehn Jahren – dafür entscheidet, für ihre Fahrzeuge Elektromotoren mit gewickeltem Rotor einzusetzen, also ohne Seltene Erden.
In den letzten Jahren wurden enorme Fortschritte bei der Energiedichte der Batterien von reinen Elektroautos erzielt: Sie sind kleiner und leichter als früher, bei gleichzeitig steigender Kapazität. Doch das reicht noch nicht aus, um mit Verbrennungsfahrzeugen in Bezug auf Reichweite und Fahrzeit zu konkurrieren (ein Ladevorgang dauert an DC-Schnellladestationen etwa 20 bis 30 Minuten, um von 15 % auf 80 % zu kommen).
Derzeit bedeutet eine Erhöhung der elektrischen Reichweite einen höheren Einsatz an Bauteilen und Rohstoffen, also mehr Gewicht, mehrCO₂und höhere Kosten. Ein Teil der Lösung wird in Innovationen in der Batteriechemie liegen. Doch dies ist nicht die einzige Lösung, an der gearbeitet wird.

Wasserstoff ist ein vielversprechender Energieträger.

Wasserstoff – ein vielversprechender Energieträger für die Stromerzeugung

Parallel zu seinen Forschungen im Bereich der Batterietechnik untersucht die Renault Group den Einsatz von Wasserstoff zur Versorgung des Elektromotors. Diese technologische Entscheidung vereint die Vorteile beider Energiequellen, die zusammen eine gute Synergie bieten.
Wasserstoff ist geruchlos, farblos und nicht korrosiv. Als Gas kann er Strom erzeugen, indem er in einem Verbrennungsmotor verbrannt oder in einer Brennstoffzelle oxidiert wird, wobei lediglich Wasser als Abfallprodukt entsteht.

Wasserstoff ist ein vielversprechender Energieträger, da er zahlreiche Vorteile bietet:

  • Es ist in großen Mengen erhältlich
  • Seine Herstellung ist gut beherrscht und kann dekarbonisiert werden (grüner Wasserstoff)
  • Es kann in flüssiger Form oder unter Druck in einem speziellen Tank gelagert werden
  • Die Betankungszeit an einer Wasserstofftankstelle ist kurz: ein Kilogramm pro Minute (und in Zukunft noch mehr)

Seit vielen Jahren betreibt die Renault Group Forschung im Bereich derBrennstoffzellen. Diese technologische Lösung bietet Elektrofahrzeugen eine größere Reichweite, da sich die Reichweiten der beiden Energiequellen – Batterie und Wasserstofftank – addieren.

Seit vielen Jahren betreibt die Renault Group Forschung im Bereich der Brennstoffzellen.

Die Kombinationsnutzung von Strom und Wasserstoff mithilfe einer Brennstoffzelle

Im Bereich der Personenkraftwagen arbeitet die Renault Group über ihre Tochtergesellschaft Ampere an der Entwicklung einer Dual-Energie-Technologie auf Batterie- und Wasserstoffbasis. Der Elektromotor wird mit Strom versorgt, der entweder in einer Batterie gespeichert ist und/oder von einer Wasserstoff-Brennstoffzelle erzeugt wird. Diese beiden Energiequellen zeichnen sich dadurch aus, dass sie jeweils über eine ausgewogene Leistung verfügen, die ausreicht, um den Antrieb des Fahrzeugs zu gewährleisten.

Das Demo-Fahrzeug „Renault Emblème“, das auf dem Pariser Autosalon 2024 vorgestellt und auf der Messe ChangeNOW 2025 präsentiert wurde, nutzt diese Konfiguration. Sein Elektromotor wird von einer herkömmlichen 40-kWh-Akku (vor allem für Alltagsfahrten) und einer 30-kW-Wasserstoff-Brennstoffzelle (für lange Autobahnfahrten) angetrieben.

Der Renault Emblème kann somit eine Strecke von bis zu 1.000 km in einer Zeit zurücklegen, die der eines Fahrzeugs mit Verbrennungsmotor entspricht: ohne Aufladen der Batterie, lediglich mit zwei Wasserstofftankfüllungen von jeweils weniger als fünf Minuten. Auf einer typischen Fahrt zwischen Paris und Marseille werden 75 % des vom Fahrzeug verbrauchten Stroms durch die Brennstoffzelle erzeugt.

Kohlenstoffneutralität erreichen

Im Rahmen ihres Klimaplans hat sich die Renault Group das Ziel gesetzt, bis 2040 in Europa und bis 2050 weltweit CO₂-Neutralität zu erreichen. Um dies zu erreichen, untersucht der Konzern neben rein elektrischen Fahrzeugen auch Mobilitätslösungen auf Wasserstoffbasis. In diesem Sinne hat er den Renault Emblème sowie den Alpenglow Hy4 und Hy6 entwickelt, Prototypen von Personenkraftwagen und Rennwagen der Marken Renault und Alpine.

Alpine Alpenglow Hy6
Alpenglow Hy6 beim Test auf der Rennstrecke beim 6-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps, FIA-WEC-Meisterschaft 2025 (Foto: Julien Delfosse / DPPI Media)