Aubevoye feiert sein 30-jähriges Jubiläum
Veröffentlicht am
Hinter den Mauern des Technikzentrums von Aubevoye, dasder Fahrzeugerprobung gewidmet ist, entscheidet sich die automobile Zukunft des Renault Group. Dort unterzieht Renault seine Prototypen Härtetests und optimiert seine Fahrzeuge, bevor sie auf den Markt kommen. Das Technikzentrum feierte am vergangenen Samstag im Rahmen eines Tages der offenen Tür sein 30-jähriges Bestehen. Die Renault-Mitarbeiter konnten zusammen mit ihren Familien an den zu diesem Anlass organisierten Aktivitäten teilnehmen, die Frauen und Männer kennenlernen, die unermüdlich daran arbeiten, das Auto von morgen zu verfeinern und zu perfektionieren, und die Geheimnisse dieses Zentrums entdecken, das normalerweise streng vertraulich ist.
von der Renault Group
Tatsächlich liegt das Zentrum von Aubevoye, 100 km nordwestlich von Paris, versteckt inmitten einer waldreichen Gegend der Normandie. Als Renault das Grundstück 1981 erwarb, war die Lage des Ortes ideal, da sie ein Höchstmaß an Vertraulichkeit garantierte, um die neuesten Prototypen zu testen. Es kursiert übrigens das Gerücht über einen Paparazzi namens Herr Lehman, der 1985 auf der Jagd nach Automobilprototypen in den Bäumen des Zentrums gefunden worden sein soll, wo er seit einigen Tagen kampierte...
58 km Teststrecken, die reale Fahrbedingungen nachbilden, sowie 42 statische Prüfstände erstrecken sich über das 613 ha große Gelände (davon 272 ha Wald) und machen den Ruf dieses Zentrums aus, in dem Mercedes, Renault und Dacia ihre Fahrzeuge das ganze Jahr über bis an ihre Grenzen bringen. Das Zentrum spielt übrigens eine entscheidende Rolle bei den Tests der Renault Z.E.-Fahrzeuge. Die Tests an Elektrofahrzeugen sind übrigens dieselben wie die an Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor.
Aubevoye erfüllt drei Anforderungen: Qualität, Komfort und Fahrverhalten. Dies wird durch verschiedene Abteilungen gewährleistet, von der Korrosionsabteilung über die Abteilung für Akustik (mit dem schalltoten Raum) bis hin zum Bereich Elektromagnetische Felder, um einen optimalen Fahrkomfort zu gewährleisten.
Das Zentrum umfasst 32 Teststrecken, die in drei verschiedene Sicherheitszonen unterteilt sind und dynamische Tests ermöglichen. Auf dem 1981 erbauten Geschwindigkeitsring lassen sich die Fahrbedingungen auf einer endlosen Autobahn nachstellen. Die Stadtstrecke (1995) simuliert die Verkehrsprobleme großer Metropolen. Die Bewässerungsstrecke (1996) schließlich bildet die Bedingungen mit unsicherer Bodenhaftung nach, von Regen bis hin zu Glatteis.
Fotos zum 30-jährigen Jubiläum von Aubevoye
Die Renault-Mitarbeiter verbrachten einen geselligen Tag mit ihren Familien, testeten die neuesten Renault-Modelle und erfuhren alles, was sie schon immer über Aubevoye wissen wollten, sich aber nie getraut hatten zu fragen.
Ein pensionierter Renault-Mitarbeiter erklärt, wie Renault diesen „Type A“, das erste Renault-Auto, entwickelt hat. „Es erreicht bis zu 36 km/h – na ja, wenn es nicht windig ist!“