#IAA2017 Renault SYMBIOZ-KONZEPT: 3 FRAGEN AN STEPHANE JANIN
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Entwirft man ein Concept Car wie SYMBIOZ auf dieselbe Weise wie ein gewöhnliches Concept Car? Ändert die Tatsache, dass ein Unternehmen damit verbunden ist, viel?
Nein, es ist eine Tatsache: Man entwirft nicht mehr auf dieselbe Weise! Wir mussten uns anpassen, um einer für uns neuen und völlig ungewohnten Dimension Rechnung zu tragen: der Präsenz des Fahrzeugs im häuslichen Umfeld! Das bedeutete, dass wir intensiv an der Wahrnehmung des Autos arbeiten mussten, an dem Eindruck, den es auf den ersten Blick vermittelte.
Die Sanftheit seiner Formen und Farben sowie die hohe Transparenz seines verglasten Teils sind beispielsweise Folgen dieser Anpassung. Die Wahl von Kupfer für die Karosserie ergab sich logischerweise von selbst, da es sich um einen Farbton handelt, der sanft wahrgenommen wird und eher an eine häusliche Umgebung erinnert als an die einer „Maschine“. Die Kristallbeschichtung der Glasflächen sorgt ihrerseits für eine ruhige Atmosphäre im Innenraum.
Wie lässt sich die Wohnwelt im Auto wiederfinden? Und umgekehrt: Wie lässt sich die Welt des Autos im Haus wiederfinden?
Um die Welt des Wohnens ins Auto zu bringen und dies deutlich sichtbar zu machen, haben wir zunächst an der Abstimmung von Farben und Materialien gearbeitet. Daher die Wahl von Kupfer für den Außenbereich, wie bereits erwähnt, aber auch von Grau mit einem Hauch von Blau für den Innenraum. Diese Farbtöne sind im modernen, minimalistischen Wohnbereich – sozusagen im „skandinavischen“ Stil – durchaus üblich. Das spricht für sich.
Was die Materialien angeht, haben wir Holz, Marmor und sogar Porzellan ins Auto integriert – Baustoffe und Dekorelemente, die eng mit dem Wohnbereich verbunden sind. Die Herausforderung bestand darin, diese Materialien hinsichtlich Veredelung und Zuschnitt mit Hightech-Verfahren so zu bearbeiten, dass sie den Anforderungen des Automobilbereichs entsprechen, insbesondere was das Gewicht betrifft. Nicht zu vergessen ist der Filz der SYMBIOZ-Sessel, der derselbe ist wie der des großen Sofas im Haus. Eine Kreation der Textildesignerin Aleksandra Gaca.
Umgekehrt fällt schließlich auf, dass das Haus weder Innenwände noch Innenpfeiler aufweist. Das gesamte Erdgeschoss bildet einen einzigen großen Wohnbereich. Diese Gestaltung ist vom Innenraum eines Autos inspiriert, der ebenfalls ohne Mittelkonsole und ohne Getriebetunnel auskommt.
Was sind die auffälligsten Designelemente des SYMBIOZ? Was würdet ihr euch für die zukünftigen Serienmodelle von Renault wünschen?
Zunächst möchte ich die Silhouette des SYMBIOZ wieder aufgreifen, denn mir gefällt die Idee eines Autos, das zugleich eine einteilige Karosserie hat, niedrig und schnittig ist. Es bietet einen geräumigen Innenraum, der dank unserer Innovationen beim Aufbau und bei den Verglasungen lichtdurchflutet ist. Wir haben es hier mit der Familienlimousine der Zukunft zu tun, die sich durch ein sehr modernes Design auszeichnet und auf den ersten Blick als Renault erkennbar ist.
Wenn ich schließlich ein kleines Detail hervorheben müsste, dann wäre es die Verwendung von Marmor im Innenraum, am Armaturenbrett und auf dem kleinen Mitteltisch. Dies trägt wesentlich dazu bei, die Insassen dieses Autos in die Welt des Wohnens und des Zuhauses zu entführen.