Serienfertigung von zwei europäischen Mitsubishi-Motors-Modellen in den Werken der Renault Group: ein Erfolg für die Allianz
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Die Erweiterung der Mitsubishi-Motors-Modellpalette in Europa erfolgt durch zwei Modelle, die vor Ort in Werken der Renault Group produziert werden. Der neue ASX und der neue Colt, die beide 2023 auf den Markt kommen, werden die modulare CMF-B-Plattform nutzen und auf Bestsellern der Renault-Modellpalette basieren. Ein weiteres Beispiel für die von der Allianz umgesetzte „Win-Win“-Strategie zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit ihrer Marken.
von Emmanuel GENTY
Die „Win-Win“-Kooperationsstrategie, die im Rahmen der Allianz zwischen Renault, Nissan und Mitsubishi Motors umgesetzt wird, findet heute eine neue konkrete Umsetzung: Mitsubishi hat bestätigt, dass die nächste europäische Generation seines Kleinwagens Colt der B-Klasse in einem Renault-Werk produziert werden soll. Diese Ankündigung folgt auf die im vergangenen Januar erfolgte Bekanntgabe, dass das Werk der Renault Group in Valladolid, Spanien, für die Produktion der nächsten Generation des B-Segment-SUV ASX ausgewählt wurde. Beide Modelle basieren auf Bestsellern von Renault. Sie werden auf der modularen CMF-B-Plattform der Allianz aufbauen und mit Hybrid- (HEV) sowie Plug-in-Hybrid-Antrieben (PHEV) ausgestattet sein.

Mitsubishi Motors wird damit sein Angebot in Europa um Modelle der neuesten Generation erweitern, die sowohl den Bedürfnissen der lokalen Kunden als auch den auf dem alten Kontinent geltenden Umweltstandards entsprechen, ohne dass dabei zusätzliche Exportkosten anfallen. Die Renault Group wird ihrerseits die Auslastung ihrer Produktionskapazitäten in den betroffenen Werken optimieren.

Das „Leader-Follower“-Modell nutzen
Diese Entscheidung veranschaulicht zudem perfekt das „Leader-Follower“-Kooperationsmodell der Allianz, wonach jedes Mitglied Zugang zu allen Schlüsseltechnologien erhält, die von einem „Leader“ in einem bestimmten Bereich oder in einer bestimmten Region entwickelt wurden. Die nächsten Generationen des Mitsubishi Colt und des ASX für den europäischen Markt werden daher von der Renault Group (hier das „Leader“-Unternehmen) mit Unterstützung der Teams von Mitsubishi Motors (hier das „Follower“-Team) entwickelt. Dank dieses Modells profitieren beide Marken gemeinsam von Skaleneffekten, maximieren die gemeinsame Nutzung von Fixkosten und schaffen neue Synergien, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.
„Auf der Grundlage des ‚Leader-Follower‘-Modells der Allianz wird die Zusammenarbeit zwischen der Renault Group und Mitsubishi Motors es uns ermöglichen, unsere Präsenz in Europa zu stärken, indem wir Plattformen mit Renault gemeinsam nutzen. Diese neuen Modelle, die mit Hybrid- (HEV) und Plug-in-Hybrid-Antrieben (PHEV) ausgestattet sein werden, werden in Renault-Werken hergestellt. Das erste davon, der neue ASX, wird Anfang 2023 auf den Markt kommen, das zweite Modell wird gegen Ende 2023 folgen.“
Takao Kato, Präsident und CEO von Mitsubishi Motors, am 27. Januar 2022
Die Nutzung gemeinsamer Plattformen ausbauen
Zur Vorbereitung auf den ASX-Termin hat das Renault Group-Werk in Valladolid einige seiner Montageprozesse angepasst, wobei der Karosseriebauabschnitt der Linie bereits dem ASL-Standard der Allianz entsprach, was eine flexible Integration verschiedener Fahrzeugmodelle auf derselben Linie ermöglicht. Die Teams erhielten zudem eine spezielle Schulung zur Anpassung des Produktionssystems der Allianz (APW – Alliance Production Way) an die Fertigung eines Modells von Mitsubishi Motors.

Dieses Beispiel für die Serienfertigung von Mitsubishi-Motors-Modellen in Werken der Renault Group ist ein erster bedeutender Schritt im Bestreben der Mitglieder der Allianz, den Einsatz gemeinsamer Plattformen in den kommenden Jahren von derzeit 60 % auf über 80 % ihrer 90 Modelle im Jahr 2026 zu steigern. Dadurch kann sich jedes Unternehmen stärker auf die Bedürfnisse seiner Kunden, seine Flaggschiff-Modelle und seine Schlüsselmärkte konzentrieren und gleichzeitig Innovationen kostengünstig auf die gesamte Allianz ausweiten.