Das Werk in Douai steht nun im Mittelpunkt der industriellen Strategie des Konzerns im Bereich Batterien
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Die Renault Group hat am 28. Juni 2021 ihre Strategie zur Produktion von Batterien für ihre Elektrofahrzeuge in Frankreich bekannt gegeben. Bei dieser Gelegenheit empfingen Jean-Dominique Senard und Luca de Meo, Vorsitzender des Verwaltungsrats bzw. CEO der Renault Group, noch am selben Tag den französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron im Werk in Douai. Dieser traf sich mit den Mitarbeitern und lobte diese Investitionen, die langfristig die Schaffung von fast 4.500 direkten Arbeitsplätzen ermöglichen.
von Nicolas LE-BOUCHER
Mit dem Bauvorhaben einer Batterie-Gigafactory in Douai, die Teil des neuen Industriekomplexes ElectriCity ist, strebt der Renault Group an, das erste Ökosystem rund um das Elektrofahrzeug in Europa aufzubauen. Die Investition von mehr als 3 Milliarden Euro wird bis 2030 langfristig die Schaffung von fast 4.500 direkten Arbeitsplätzen in Frankreich ermöglichen. Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron sowie mehrere Minister und lokale Mandatsträger, darunter der Präsident der Region Xavier Bertrand, besuchten das Renault-Werk in Douai. Ein wichtiger Besuch für die Teams am Produktionsstandort, deren Engagement und Know-how gewürdigt wurden.
„Heute stellen wir uns der Herausforderung der Zukunft, nämlich dem Klimaschutz. Investitionen in Elektrofahrzeuge und Batterien sind der einzige Weg, um den Herausforderungen der Moderne zu begegnen und die Zukunft zu gestalten – und dabei zusätzlich Arbeitsplätze in der Region Hauts-de-France zu schaffen.“
Emmanuel Macron, Präsident der Republik

Zwei wichtige Partnerschaften für den Aufbau des ersten Ökosystems rund um das Elektrofahrzeug in Europa
Die Produktion von Batterien mit geringen CO₂-Emissionen und die Entwicklung von Lösungen für das Recycling von Produktionsabfällen und Altbatterien im geschlossenen Kreislauf sind ein wesentlicher Faktor dafür, dass die Renault Group bis 2040 in Europa und bis 2050 weltweit CO₂-Neutralität erreicht. Dies gilt insbesondere angesichts der Tatsache, dass Elektrofahrzeuge im Jahr 2030 90 % des Absatzes der Marke Renault ausmachen werden. Um diese Ziele zu erreichen, hat der Konzern am Montagmorgen zwei Partnerschaften bei der Entwicklung und Produktion von Batterien für Elektrofahrzeuge bekannt gegeben:
Eine strategische Vereinbarung mit AESC, einem weltweit tätigen Anbieter von kohlenstoffarmer Batterietechnologie und langjährigen Partner von Nissan, über die Errichtung einer Gigafactory in Douai im Rahmen von Renault ElectriCity zur Produktion von Batterien der neuesten Generation, die kohlenstoffarm und kostengünstig sind. Die Gigafactory in Douai wird im Jahr 2024 eine Kapazität von 9 GWh aufweisen, mit dem Ziel, bis 2030 24 GWh zu erreichen. Sie wird in der Nähe der Produktionsstätten von Renault ElectriCity liegen: Douai, Maubeuge und Ruitz.
Eine Absichtserklärung mit dem französischen Start-up Verkor zur gemeinsamen Entwicklung und anschließenden Herstellung von Hochleistungsbatterien. Das Start-up Verkor aus Grenoble ist auf die Entwicklung von Batteriezellen spezialisiert. Diese Partnerschaft würde sich zunächst in der Finanzierung eines Forschungs- und Entwicklungszentrums (Verkor Innovation Center) sowie einer Pilotanlage für die Prototypenentwicklung und Produktion von Batteriezellen und -modulen in Frankreich ab 2022 konkretisieren. In einem zweiten Schritt wird Verkor sein Vorhaben umsetzen, die erste Gigafactory für Hochleistungsbatterien in Frankreich zu errichten, deren anfängliche Kapazität ab 2026 10 GWh für die Renault Group betragen soll und bis 2030 auf 20 GWh gesteigert werden kann.
Diese beiden Partnerschaften und der Renault ElectriCity-Standort werden bis 2030 die Schaffung von fast 4.500 direkten Arbeitsplätzen in Frankreich sowie den Aufbau eines Ökosystems für die Batterieproduktion im Herzen Europas ermöglichen.
„Diese neuen Partnerschaften mit AESC und Verkor werden unsere Position erheblich stärken, um bis 2030 die Produktion von einer Million Elektrofahrzeugen ‚made in Europe‘ sicherzustellen. Damit bekräftigt der Konzern erneut sein Bestreben, in Frankreich beliebte, erschwingliche und rentable Elektroautos zu produzieren“, erklärte Luca de Meo, CEO der Renault Group.
Ein weiterer Schritt, der die bestehenden Maßnahmen innerhalb der Renault Group ergänzt, insbesondere die Vereinbarung mit LG Chem, das derzeit die Elektrofahrzeugpalette von Renault beliefert und künftig die Batteriemodule für den kommenden Mégane E-TECH Electric liefern wird.
„Die Massenproduktion von Batterien wird von entscheidender Bedeutung sein. Derzeit stammen 85 % der weltweiten Batterieproduktion aus Asien. Künftig wird der Standort Douai jährlich Hunderttausende Batterien für französische Fahrzeuge produzieren. Durch diese Partnerschaften bewegt sich die Renault Group in die richtige Richtung, und die Allianz wird von Tag zu Tag stärker!“, erklärte Jean-Dominique Senard, Vorsitzender des Verwaltungsrats.

Eine Strategie im Dienste der Umwelt und der Beschäftigung in Frankreich
„Ich möchte den Beschäftigten an den drei Standorten Douai, Maubeuge und Ruitz meine Anerkennung aussprechen. Heute feiern wir eine gute Nachricht: die der Attraktivität, die sich durch die Investition von AESC konkretisiert hat; die der Beschäftigung. Zusammen mit dem anderen Batterieprojekt, das in Douvrin entwickelt wird, entsteht ein echtes europäisches Tal der Elektrofahrzeuge. “ Emmanuel Macron, Präsident der Republik

Dem Staatspräsidenten wurden die neuen, zukunftsweisenden Produkte für die drei Werke vorgestellt: der neue Kangoo für Maubeuge, der neue Mégane E-TECH Electric für Douai und ein neuer Geschäftsbereich für Batteriefächer im Werk Ruitz, das die E-Tech DB 35-Baugruppe herstellt.