Renault 5 GT TURBO: NUR 30 JAHRE!
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Ein Jubiläum kann von Nostalgie geprägt sein, aber es kann auch wie eine echte „Rückkehr in die Zukunft“ sein. Das gilt umso mehr für den Renault 5 GT Turbo, da er 1985 auf den Markt kam – genau in dem Jahr, in dem Robert Zemeckis’ Kultfilm erschien. Und vor allem, weil dreißig Jahre später einige seiner Merkmale nach wie vor in der DNA seiner Nachfolgerinnen verankert sind.
Seiner Zeit voraus
Angefangen bei der engen Verbindung zwischen den Renault-Sportwagen und dem Engagement der Marke im Rennsport. Bereits 1985 war Renault dank seines V6-Turbomotors ein führender Motorenhersteller in der Formel 1. Es war daher nur logisch, dass der neue kleine Sportwagen der Marke diese Technologie übernahm: Sein Motor mit 1.397cm³ Hubraum und zunächst 115, später 120 ch war eine Weiterentwicklung des Motors, der zuvor 1981 im Renault 5 Alpine Turbo zum Einsatz gekommen war. Doch das Fahrwerk des ursprünglichen Renault 5, der 1972 auf den Markt kam und weitgehend vom 4L abgeleitet war, hatte Mühe, die Leistung eines Motors zu bewältigen, der bei den Renault 5 Turbo der Gruppe B fast 300 ch erreichte… Das änderte sich 1984 mit dem Supercinq: Hinter seiner vom Kultmodell Renault 5 inspirierten Karosserie verbirgt sich eine völlig neue Plattform, die für ein außergewöhnliches Fahrverhalten sorgt und sich perfekt für eine sportliche Weiterentwicklung eignet.


Die „Bombinette“
Es ist der Renault 5 GT Turbo, ausgestattet mit allen Merkmalen der „Bombinettes“ jener Zeit: Kotflügelverbreiterungen, Alufelgen, Spoiler und sogar eine spezielle Hinterachse mit programmiertem Profil. Stil, Leistung, Agilität, Fahrdynamik (er wiegt nur 830 kg) – der Neuzugang hat alles, um den damals angesagten GTIs das Leben schwer zu machen, zumal er zudem noch bemerkenswerten Komfort bietet. Und so wie das Serienmodell sofort erfolgreich war, so erfolgreich war er auch im Rennsport. Tatsächlich ist der Renault 5 GT Turbo kein Salon-Sportwagen, sondern ein echtes „Rennbiest“: 1989 und 1990 sicherte sich Alain Oreille am Steuer dieses Wagens die Rallye-Weltmeisterschaft der Gruppe N (Konstrukteurs- und Fahrertitel), die seriennahen Fahrzeugen vorbehalten war. Das Duo vollbrachte 1989 sogar eine Leistung, die bis heute unübertroffen ist: den Gesamtsieg bei einer Weltmeisterschaftsrunde, der Rallye der Elfenbeinküste, mit einem Fahrzeug der „kleinen“ Kategorie. Eine Meisterleistung, die Renault mit einer limitierten, heute sehr begehrten Serie würdigte, die in einem „Sport“-Blau lackiert war, das bereits einen Vorgeschmack auf die Clio Williams gab.



Ein Auto, das auch heute noch Kultstatus genießt
Ob nun als „Oreille“-Modell oder in der „normalen“ Ausführung – die Renault 5 GT Turbo, einschließlich der 1987 erschienenen Phase-2-Version, begeistern heute die Liebhaber. Bis 1991 wurden 160.000 Exemplare produziert; sie vermitteln ein Fahrgefühl, das bereits einen Vorgeschmack auf die nachfolgenden Generationen des Clio R.S. gibt. Aber sie lassen auch die Atmosphäre einer vergangenen Zeit wieder aufleben, wenn man den guten alten Song „Sauver l’amour“ von Daniel Balavoine aus dem Jahr 1985 in den Kassettenrekorder einlegt…

