Renault und die „Autos zum Leben“: 50 Jahre Geschichte seit dem Renault 16

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Seit fünfzig Jahren bietet Renault seinen Kunden Autos, die zum Leben einladen und speziell für Familien konzipiert sind. Im Jahr 1965 war der Renault 16 die erste Limousine der Oberklasse, die mit einer Heckklappe ausgestattet war, wodurch sie für Familien zugänglich wurde, die in einem Frankreich mitten im Babyboom nach sozialem Aufstieg strebten. Als bahnbrechende Neuerungen in der Automobilwelt übernahmen die ersten Generationen des Espace, des Scénic und des Twingo ein einbockiges Karosseriekonzept in verschiedenen Formaten, um den Anforderungen an Vielseitigkeit und Familiennutzung im Automobilbereich gerecht zu werden.

Anfang 1965 präsentierte der Hersteller auf dem Genfer Autosalon ein völlig neues Modell: den Renault 16. Diese Limousine zeichnete sich durch eine neuartige Silhouette aus: eine Zweibox-Karosserie mit einer Heckklappe für den Zugang zum Kofferraum. Mit dem Ziel, praktische Aspekte und eine elegante Linie mit sechs Fenstern zu verbinden, übertrug der Renault 16 das Prinzip, das den Erfolg des Stadtwagens Renault 4 ausmachte, auf die Familienwagen der Oberklasse: ein Auto zum Leben.

Ein Ansatz an der Schnittstelle verschiedener Welten

An der Schnittstelle zwischen Limousine und Nutzfahrzeug bot der Renault 16 eine für die damalige Zeit beispiellose Vielseitigkeit. Sein Kofferraum ließ sich dank einer verschiebbaren, umklappbaren und herausnehmbaren Rücksitzbank in vier verschiedene Konfigurationen mit einem Volumen von 346 dm³ bis 1200 dm³ umgestalten. Alle Sitze lassen sich an jeden Einsatzzweck anpassen: Einbau eines Kindersitzes, Ruheposition und sogar eine Liegeposition, um zwei vollwertige Schlafplätze zu schaffen. So war der Renault 16 von Anfang an als Auto zum Leben konzipiert, das sich grundlegend von der Konkurrenz unterschied und sich von ihr abhob.

Technische Lösungen auf dem neuesten Stand der Technik

Der Renault 16 prägte seine Zeit zudem durch die Modernität und den avantgardistischen Charakter seiner technischen Merkmale. Sein hervorragendes Fahrverhalten wurde durch das Frontantriebs-Fahrwerk, das zu dieser Zeit in diesem Segment noch selten war, sowie durch den Einbau der Motoren in mittlerer Frontposition ermöglicht. Letztere waren ebenso wie das Getriebe und der Zylinderkopf aus Aluminium im Druckgussverfahren gefertigt – eine europäische Premiere. Bereits 1968 brachte die Version TS (für „Tourisme Sportif“) zahlreiche innovative Ausstattungsmerkmale serienmäßig mit, wie beispielsweise die beheizbare Heckscheibe, zusätzliche Jod-Scheinwerfer oder Scheibenwischer mit zwei Geschwindigkeitsstufen und einer Scheibenwaschanlage mit vier Düsen sowie den Innenspiegel mit Tag-/Nacht-Umschaltung. Und 1969 wurden Rückfahrscheinwerfer angeboten, ebenso wie elektrische Frontscheibenheber, das elektrische Schiebedach und die Lederausstattung. Die reichhaltige und großzügige Ausstattung des Renault 16 war ein echtes Prestige. Sie führte seine Besitzer in die Massenkonsumgesellschaft ein und ermöglichte ihnen eine neue Art, das Auto zu erleben.

Bei ihrer Vorstellung auf dem Genfer Autosalon 1965 überraschte sie durch ihr ausgefallenes Design und überzeugte das Publikum schnell, indem sie ganz einfach dessen Erwartungen an ein Auto erfüllte. Dieses unternehmerische Wagnis wurde mit der Auszeichnung „Auto des Jahres 1966“ gewürdigt, die sie vor dem Rolls-Royce Silver Shadow errang: eine großartige Leistung!

Ein Großprojekt für Renault, das den Beginn einer neuen Ära markiert

Im Laufe seiner gesamten Produktionszeit wurden insgesamt 1.851.502 Exemplare des Renault 16 hergestellt, hauptsächlich im eigens dafür errichteten Werk in Sandouville in der Normandie. Der Renault 16 trug zum internationalen Wachstum von Renault bei. Tatsächlich entfiel fast die Hälfte der Verkäufe auf den Export, beispielsweise in die Vereinigten Staaten, wo eine speziell an diesen Markt angepasste Version angeboten wurde.

1976: Der Renault 20 – eine Brücke zwischen der Oberklasse und den geräumigen Familienwagen

Als Nachfolger des Renault 16 setzt der Hersteller erneut auf Gaston Juchet, der seit 1965 das Renault-Designzentrum leitet. Dieses befindet sich mitten in einer Modernisierungsphase und wird den Renault 20 zu seinem ersten computergestützten, mittels CAD entworfenen Fahrzeug machen. Er übernimmt die Karosserie des ein Jahr zuvor vorgestellten Renault 30, ist jedoch dank seiner Motorisierungen und Ausstattung deutlich erschwinglicher. Der R20 wurde von 1976 bis 1984 in Sandouville neben dem R30 und dem R16 montiert, wo insgesamt mehr als 600.000 Exemplare verkauft wurden.

Er ist länger als der Renault 16, behält jedoch dessen Heckklappe sowie den 1647 cm³-Motor der TX-Version mit einer Leistung von 96 PS bei. Die Philosophie des „Familienautos zum Leben“ wird später durch den Renault 21 Nevada sowie ein völlig neues Fahrzeugkonzept, den Espace, verkörpert.

1984: Renault Espace – ein neues Lebenskonzept für Familien

1984 kam der Espace auf den Markt. Er war mehr als nur ein neues Auto, sondern ein neues Fahrzeugkonzept, das in Zusammenarbeit mit Matra entwickelt wurde: der Minivan.

Der Espace erschloss ein neues Segment auf dem europäischen Automobilmarkt und etablierte sich bereits mit seiner ersten Generation, von der bis 1991 fast 200.000 Exemplare verkauft wurden. Die erhöhte Sitzposition bietet eine unvergleichliche Sicht und Fahrkomfort. Die Meisterleistung des Espace besteht darin, dass er dank einer bahnbrechenden aerodynamischen Form sieben Personen Platz bietet und auf der Rennstrecke eine Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h erreicht. Das Innenraumvolumen übertrifft das gewöhnlicher Limousinen, insbesondere dank seiner einbockigen Karosserie, des flachen Bodens und seiner Modularität. Jeder Passagier verfügt über einen eigenen klappbaren, herausnehmbaren und drehbaren Sitz. Im Stand lässt sich ein Sitzbereich für vier Personen schaffen, der um ein Tablett herum angeordnet ist. Mit dem Espace führt Renault seinen berühmten Slogan aus den 1980er Jahren ein: „Autos zum Leben“.

1987: Renault 21 Nevada, der Kombi mit viel Platz

1987 kam der Renault 21 Nevada auf den Markt, der auf der Familienlimousine R21 basierte. Der R21 Nevada war 18 Zentimeter länger als die Limousine, von der er abgeleitet war, und erreichte eine Länge von 4,64 Metern, wodurch er Gegenstände mit einer Länge von bis zu 2,10 Metern aufnehmen konnte. Der R21 Nevada verfügt über eine umklappbare Rücksitzbank sowie eine optionale zweite Sitzbank, die insgesamt 7 Sitzplätze bietet, um auch den Bedürfnissen der größten Familien gerecht zu werden.

1991: Renault Scénic Concept: eine neue Dimension des Minivans

Das auf der Frankfurter Automobilausstellung 1991 vorgestellte Concept Car „Scénic“ ist die Abkürzung für „Safety Concept Embodied in a New Innovative Car“, also „Sicherheitskonzept, verkörpert in einem neuen, innovativen Auto“. Das als familiärer Rückzugsort konzipierte Konzeptfahrzeug Scénic ist geräumig, modular und komfortabel und präsentiert sich in einem neuen Format als kompakter Minivan. Der Einstieg erfolgt über Schiebetüren und führt in einen Innenraum, der mit recycelten Materialien ausgestattet ist. Zahlreiche Sicherheitsausstattungen wie kindgerechte Sicherheitsgurte, das mit dem Automatikgetriebe gekoppelte ABS oder ein System zur Erkennung von Müdigkeit eröffnen eine neue Dimension der aktiven Sicherheit. Aus dem Scénic-Konzeptfahrzeug ging 1996 der Mégane Scénic hervor, der erste kompakte Minivan der Geschichte.

1992: Renault Twingo – ein Auto für das Stadtleben

Renault sorgte 1992 auf dem Pariser Autosalon für eine Überraschung, als das Unternehmen der Öffentlichkeit einen Kleinwagen mit einbockiger Karosserie und „Froschaugen“ vorstellte: den Twingo. Er strahlt gute Laune aus, was sich sogar in seinem Namen widerspiegelt, der Elemente von „Twist“, „Swing“ und „Tango“ vereint. Sein Innenraum ist mit einer Länge von 1,78 Metern besonders geräumig. Der Twingo profitiert von einer verschiebbaren Rücksitzbank – einer Innovation, die auf ein historisches, von Louis Renault selbst angemeldetes Patent zurückgeht und vom Renault 16 übernommen wurde. Verspielt und praktisch bietet der Twingo eine Palette lebhafter Farben, wodurch er sich bis ins Interieur hinein an die Persönlichkeit seiner Kundschaft anpasst.

1996: Renault Scénic, der erste kompakte Minivan, in dem man wirklich leben kann

Der Renault Scénic ist der erste Kompakt-Van der Automobilgeschichte. Er wurde 1996 in die Renault-Van-Reihe aufgenommen und positionierte sich zwischen dem Twingo und dem Espace. Das Modell, das zunächst „Mégane Scénic“ hieß, wurde von Familien sofort begeistert angenommen und war kommerziell so erfolgreich, dass man es schon bald einfach „Scénic“ nannte. Mit einer Länge von 4,17 Metern ist er kompakt, und seine einteilige, eiförmige Silhouette greift die Linien des wegweisenden Konzeptfahrzeugs von 1991 auf.

Im Innenraum bietet der Scénic drei separate, herausnehmbare und umklappbare Sitze für die Fondpassagiere. Der Innenraum verfügt über zahlreiche Ablagemöglichkeiten: zwei Handschuhfächer, zahlreiche Ablagefächer sowie erstmals Staufächer im Boden. Um die Fahrt angenehm zu gestalten, sind an den Rückenlehnen der Vordersitze Ablagetische für die Fondpassagiere angebracht. Der Zugang zum geräumigen Kofferraum mit 410 dm³ erfolgt sowohl über eine Heckklappe als auch über die abnehmbare Heckscheibe. Der Scénic, der 1997 zum „Europäischen Auto des Jahres“ gekürt wurde, wurde 1999 neu gestaltet und löste sich damit vom Rest der Mégane-Baureihe. Seitdem sind zwei Generationen aufeinander gefolgt. Der Scénic, der von allen konkurrierenden Herstellern nachgeahmt wurde, ist bis heute der meistverkaufte Minivan in Frankreich.

2011: Renault R-Space 2011 – die Zukunft der Wohnmobile

R-Space verkörpert die aktuelle Vision vom „Auto zum Leben“ und ist ein sinnliches Minivan-Konzeptfahrzeug, das Elemente vereint, die lange Zeit als Gegensätze galten: Familie und Sportlichkeit, Funktionalität und Sinnlichkeit.

Als Spiegelbild gesellschaftlicher Entwicklungen soll R-Space das Bild einer modernen Familie verkörpern: sportlich und herzlich zugleich, kraftvoll und einladend, innovativ und umweltfreundlich.

2015: Renault und Familienautos zum Erleben – eine Geschichte mit Zukunft

In fünfzig Jahren hat Renault die Geschichte des Automobils geprägt und seine Vision eines Autos durchgesetzt, das sich an die Bedürfnisse seiner Insassen anpassen muss. Der Renault 16 hat die Maßstäbe der Familienlimousine neu definiert, und der Renault 20 hat diesen Weg fortgesetzt, den der 21 Nevada endgültig populär gemacht hat. Der Espace hat im Alleingang das Segment der Minivans geschaffen, der Scénic hat das Segment der Kompakt-Minivans ins Leben gerufen, und der Twingo hat die Nutzung des Stadtautos revolutioniert. Mit R-Space bereitet Renault die Zukunft vor und entwirft eine Mobilität, die zugleich spielerisch und dynamisch ist. Der Hersteller hat die gesellschaftlichen Entwicklungen begleitet und verfügt über langjährige Erfahrung in der Konzeption von Familienautos. In der Überzeugung, dass diese Philosophie so schnell nicht verschwinden wird, bleibt Renault dem Weg der „Autos zum Leben“ treu.

Marktanteil von Renault im C-SUV-Segment

Seit 2021 und der Bekanntgabe des Strategieplans sprechen die Zahlen für sich: In Europa ist der Marktanteil der Marke Renault im C-SUV-Segment in nur drei Jahren von 3 % auf 6,2 % gestiegen, was einem Zuwachs von +100 % entspricht. Dank einer modernen und technikorientierten Modellpalette trägt die Offensive Früchte. Die Rückeroberung des Marktes ist in vollem Gange, wie die Verkaufszahlen des Scénic E-Tech electric zeigen, bei dem 57 % der europäischen Käufer Neukunden der Marke sind.

Seit fünfzig Jahren bietet Renault seinen Kunden Autos, die zum Leben einladen und speziell für Familien konzipiert sind. Im Jahr 1965 war der Renault 16 die erste Limousine der Oberklasse, die mit einer Heckklappe ausgestattet war, wodurch sie für Familien zugänglich wurde, die in einem Frankreich mitten im Babyboom nach sozialem Aufstieg strebten. Als bahnbrechende Neuerungen in der Automobilwelt übernahmen die ersten Generationen des Espace, des Scénic und des Twingo ein einbockiges Karosseriekonzept in verschiedenen Formaten, um den Anforderungen an Vielseitigkeit und Familiennutzung im Automobilbereich gerecht zu werden.

Anfang 1965 präsentierte der Hersteller auf dem Genfer Autosalon ein völlig neues Modell: den Renault 16. Diese Limousine zeichnete sich durch eine neuartige Silhouette aus: eine Zweibox-Karosserie mit einer Heckklappe für den Zugang zum Kofferraum. Mit dem Ziel, praktische Aspekte und eine elegante Linie mit sechs Fenstern zu verbinden, übertrug der Renault 16 das Prinzip, das den Erfolg des Stadtwagens Renault 4 ausmachte, auf die Familienwagen der Oberklasse: ein Auto zum Leben.

Ein Ansatz an der Schnittstelle verschiedener Welten

An der Schnittstelle zwischen Limousine und Nutzfahrzeug bot der Renault 16 eine für die damalige Zeit beispiellose Vielseitigkeit. Sein Kofferraum ließ sich dank einer verschiebbaren, umklappbaren und herausnehmbaren Rücksitzbank in vier verschiedene Konfigurationen mit einem Volumen von 346 dm³ bis 1200 dm³ umgestalten. Alle Sitze lassen sich an jeden Einsatzzweck anpassen: Einbau eines Kindersitzes, Ruheposition und sogar eine Liegeposition, um zwei vollwertige Schlafplätze zu schaffen. So war der Renault 16 von Anfang an als Auto zum Leben konzipiert, das sich grundlegend von der Konkurrenz unterschied und sich von ihr abhob.

Technische Lösungen auf dem neuesten Stand der Technik

Der Renault 16 prägte seine Zeit zudem durch die Modernität und den avantgardistischen Charakter seiner technischen Merkmale. Sein hervorragendes Fahrverhalten wurde durch das Frontantriebs-Fahrwerk, das zu dieser Zeit in diesem Segment noch selten war, sowie durch den Einbau der Motoren in mittlerer Frontposition ermöglicht. Letztere waren ebenso wie das Getriebe und der Zylinderkopf aus Aluminium im Druckgussverfahren gefertigt – eine europäische Premiere. Bereits 1968 brachte die Version TS (für „Tourisme Sportif“) zahlreiche innovative Ausstattungsmerkmale serienmäßig mit, wie beispielsweise die beheizbare Heckscheibe, zusätzliche Jod-Scheinwerfer oder Scheibenwischer mit zwei Geschwindigkeitsstufen und einer Scheibenwaschanlage mit vier Düsen sowie den Innenspiegel mit Tag-/Nacht-Umschaltung. Und 1969 wurden Rückfahrscheinwerfer angeboten, ebenso wie elektrische Frontscheibenheber, das elektrische Schiebedach und die Lederausstattung. Die reichhaltige und großzügige Ausstattung des Renault 16 war ein echtes Prestige. Sie führte seine Besitzer in die Massenkonsumgesellschaft ein und ermöglichte ihnen eine neue Art, das Auto zu erleben.

Bei ihrer Vorstellung auf dem Genfer Autosalon 1965 überraschte sie durch ihr ausgefallenes Design und überzeugte das Publikum schnell, indem sie ganz einfach dessen Erwartungen an ein Auto erfüllte. Dieses unternehmerische Wagnis wurde mit der Auszeichnung „Auto des Jahres 1966“ gewürdigt, die sie vor dem Rolls-Royce Silver Shadow errang: eine großartige Leistung!

Ein Großprojekt für Renault, das den Beginn einer neuen Ära markiert

Im Laufe seiner gesamten Produktionszeit wurden insgesamt 1.851.502 Exemplare des Renault 16 hergestellt, hauptsächlich im eigens dafür errichteten Werk in Sandouville in der Normandie. Der Renault 16 trug zum internationalen Wachstum von Renault bei. Tatsächlich entfiel fast die Hälfte der Verkäufe auf den Export, beispielsweise in die Vereinigten Staaten, wo eine speziell an diesen Markt angepasste Version angeboten wurde.

1976: Der Renault 20 – eine Brücke zwischen der Oberklasse und den geräumigen Familienwagen

Als Nachfolger des Renault 16 setzt der Hersteller erneut auf Gaston Juchet, der seit 1965 das Renault-Designzentrum leitet. Dieses befindet sich mitten in einer Modernisierungsphase und wird den Renault 20 zu seinem ersten computergestützten, mittels CAD entworfenen Fahrzeug machen. Er übernimmt die Karosserie des ein Jahr zuvor vorgestellten Renault 30, ist jedoch dank seiner Motorisierungen und Ausstattung deutlich erschwinglicher. Der R20 wurde von 1976 bis 1984 in Sandouville neben dem R30 und dem R16 montiert, wo insgesamt mehr als 600.000 Exemplare verkauft wurden.

Er ist länger als der Renault 16, behält jedoch dessen Heckklappe sowie den 1647 cm³-Motor der TX-Version mit einer Leistung von 96 PS bei. Die Philosophie des „Familienautos zum Leben“ wird später durch den Renault 21 Nevada sowie ein völlig neues Fahrzeugkonzept, den Espace, verkörpert.

1984: Renault Espace – ein neues Lebenskonzept für Familien

1984 kam der Espace auf den Markt. Er war mehr als nur ein neues Auto, sondern ein neues Fahrzeugkonzept, das in Zusammenarbeit mit Matra entwickelt wurde: der Minivan.

Der Espace erschloss ein neues Segment auf dem europäischen Automobilmarkt und etablierte sich bereits mit seiner ersten Generation, von der bis 1991 fast 200.000 Exemplare verkauft wurden. Die erhöhte Sitzposition bietet eine unvergleichliche Sicht und Fahrkomfort. Die Meisterleistung des Espace besteht darin, dass er dank einer bahnbrechenden aerodynamischen Form sieben Personen Platz bietet und auf der Rennstrecke eine Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h erreicht. Das Innenraumvolumen übertrifft das gewöhnlicher Limousinen, insbesondere dank seiner einbockigen Karosserie, des flachen Bodens und seiner Modularität. Jeder Passagier verfügt über einen eigenen klappbaren, herausnehmbaren und drehbaren Sitz. Im Stand lässt sich ein Sitzbereich für vier Personen schaffen, der um ein Tablett herum angeordnet ist. Mit dem Espace führt Renault seinen berühmten Slogan aus den 1980er Jahren ein: „Autos zum Leben“.

1987: Renault 21 Nevada, der Kombi mit viel Platz

1987 kam der Renault 21 Nevada auf den Markt, der auf der Familienlimousine R21 basierte. Der R21 Nevada war 18 Zentimeter länger als die Limousine, von der er abgeleitet war, und erreichte eine Länge von 4,64 Metern, wodurch er Gegenstände mit einer Länge von bis zu 2,10 Metern aufnehmen konnte. Der R21 Nevada verfügt über eine umklappbare Rücksitzbank sowie eine optionale zweite Sitzbank, die insgesamt 7 Sitzplätze bietet, um auch den Bedürfnissen der größten Familien gerecht zu werden.

1991: Renault Scénic Concept: eine neue Dimension des Minivans

Das auf der Frankfurter Automobilausstellung 1991 vorgestellte Concept Car „Scénic“ ist die Abkürzung für „Safety Concept Embodied in a New Innovative Car“, also „Sicherheitskonzept, verkörpert in einem neuen, innovativen Auto“. Das als familiärer Rückzugsort konzipierte Konzeptfahrzeug Scénic ist geräumig, modular und komfortabel und präsentiert sich in einem neuen Format als kompakter Minivan. Der Einstieg erfolgt über Schiebetüren und führt in einen Innenraum, der mit recycelten Materialien ausgestattet ist. Zahlreiche Sicherheitsausstattungen wie kindgerechte Sicherheitsgurte, das mit dem Automatikgetriebe gekoppelte ABS oder ein System zur Erkennung von Müdigkeit eröffnen eine neue Dimension der aktiven Sicherheit. Aus dem Scénic-Konzeptfahrzeug ging 1996 der Mégane Scénic hervor, der erste kompakte Minivan der Geschichte.

1992: Renault Twingo – ein Auto für das Stadtleben

Renault sorgte 1992 auf dem Pariser Autosalon für eine Überraschung, als das Unternehmen der Öffentlichkeit einen Kleinwagen mit einbockiger Karosserie und „Froschaugen“ vorstellte: den Twingo. Er strahlt gute Laune aus, was sich sogar in seinem Namen widerspiegelt, der Elemente von „Twist“, „Swing“ und „Tango“ vereint. Sein Innenraum ist mit einer Länge von 1,78 Metern besonders geräumig. Der Twingo profitiert von einer verschiebbaren Rücksitzbank – einer Innovation, die auf ein historisches, von Louis Renault selbst angemeldetes Patent zurückgeht und vom Renault 16 übernommen wurde. Verspielt und praktisch bietet der Twingo eine Palette lebhafter Farben, wodurch er sich bis ins Interieur hinein an die Persönlichkeit seiner Kundschaft anpasst.

1996: Renault Scénic, der erste kompakte Minivan, in dem man wirklich leben kann

Der Renault Scénic ist der erste Kompakt-Van der Automobilgeschichte. Er wurde 1996 in die Renault-Van-Reihe aufgenommen und positionierte sich zwischen dem Twingo und dem Espace. Das Modell, das zunächst „Mégane Scénic“ hieß, wurde von Familien sofort begeistert angenommen und war kommerziell so erfolgreich, dass man es schon bald einfach „Scénic“ nannte. Mit einer Länge von 4,17 Metern ist er kompakt, und seine einteilige, eiförmige Silhouette greift die Linien des wegweisenden Konzeptfahrzeugs von 1991 auf.

Im Innenraum bietet der Scénic drei separate, herausnehmbare und umklappbare Sitze für die Fondpassagiere. Der Innenraum verfügt über zahlreiche Ablagemöglichkeiten: zwei Handschuhfächer, zahlreiche Ablagefächer sowie erstmals Staufächer im Boden. Um die Fahrt angenehm zu gestalten, sind an den Rückenlehnen der Vordersitze Ablagetische für die Fondpassagiere angebracht. Der Zugang zum geräumigen Kofferraum mit 410 dm³ erfolgt sowohl über eine Heckklappe als auch über die abnehmbare Heckscheibe. Der Scénic, der 1997 zum „Europäischen Auto des Jahres“ gekürt wurde, wurde 1999 neu gestaltet und löste sich damit vom Rest der Mégane-Baureihe. Seitdem sind zwei Generationen aufeinander gefolgt. Der Scénic, der von allen konkurrierenden Herstellern nachgeahmt wurde, ist bis heute der meistverkaufte Minivan in Frankreich.

2011: Renault R-Space 2011 – die Zukunft der Wohnmobile

R-Space verkörpert die aktuelle Vision vom „Auto zum Leben“ und ist ein sinnliches Minivan-Konzeptfahrzeug, das Elemente vereint, die lange Zeit als Gegensätze galten: Familie und Sportlichkeit, Funktionalität und Sinnlichkeit.

Als Spiegelbild gesellschaftlicher Entwicklungen soll R-Space das Bild einer modernen Familie verkörpern: sportlich und herzlich zugleich, kraftvoll und einladend, innovativ und umweltfreundlich.

2015: Renault und Familienautos zum Erleben – eine Geschichte mit Zukunft

In fünfzig Jahren hat Renault die Geschichte des Automobils geprägt und seine Vision eines Autos durchgesetzt, das sich an die Bedürfnisse seiner Insassen anpassen muss. Der Renault 16 hat die Maßstäbe der Familienlimousine neu definiert, und der Renault 20 hat diesen Weg fortgesetzt, den der 21 Nevada endgültig populär gemacht hat. Der Espace hat im Alleingang das Segment der Minivans geschaffen, der Scénic hat das Segment der Kompakt-Minivans ins Leben gerufen, und der Twingo hat die Nutzung des Stadtautos revolutioniert. Mit R-Space bereitet Renault die Zukunft vor und entwirft eine Mobilität, die zugleich spielerisch und dynamisch ist. Der Hersteller hat die gesellschaftlichen Entwicklungen begleitet und verfügt über langjährige Erfahrung in der Konzeption von Familienautos. In der Überzeugung, dass diese Philosophie so schnell nicht verschwinden wird, bleibt Renault dem Weg der „Autos zum Leben“ treu.