UTMB Mont-Blanc: Die „Ultra“-Momente von Alexandre Boucheix, alias „Casquette Verte“

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Chamonix, 26. August 2022. Die tiefen Töne von Vangelis’ „Conquest Of Paradise“ hallen durch dieses mythische französische Dorf. Sie kündigen den Start von 2.500 Trailläufern an, die sich auf ein legendäres Rennen begeben: den UTMB rund um das Mont-Blanc-Massiv. 171 km, 10.000 Höhenmeter und eine Startlinie, an der sich die Weltelite dieser Disziplin und Amateurläufer gemeinsam aufstellen. Hinter den Absperrungen stehen Familien, Freunde, Zuschauer, Organisatoren und Betreuer. Für alle sind es emotionale Momente. Bei diesem legendären Wettkampf erlebten die Läufer einzigartige Empfindungen, Momente der Freiheit; sie begaben sich auf ein außergewöhnliches Abenteuer, dessen einziges Ziel darin bestand, über sich hinauszuwachsen. Um diese titanische Leistung zu verstehen, lässt uns Alexandre Boucheix, der „Ultra-Terrestrische“, bekannt unter dem Namen „Casquette Verte“, das Rennen anhand eines „Ultra“-Fragebogens entdecken. Ein Bericht.

VON FLORENTINA DECA

Vom 22. bis zum 28. August war Chamonix der unverzichtbare Treffpunkt für alle Trail-Begeisterten: Hier gingen mehr als 10.000 Läufer bei einem der acht Rennen des berühmten UTMB Mont-Blanc an den Start , darunter das Hauptrennen, der UTMB (171 km, 10.000 Höhenmeter), bei dem die weltweite Elite dieser Disziplin versammelt war . 2.500 Teilnehmer und ein Sieger: der Spanier Kilian Jornet, der in Chamonix seinen vierten Sieg mit einer Rekordzeit von 19:49:32 Stunden errang .

Dacia hat sich an diesem Abenteuer beteiligt, dank einer auf mehrere Jahre angelegten Partnerschaft mit der UTMB World Series, die auf gemeinsamen Werten wie Zugänglichkeit, Verbundenheit mit der Natur und dem Über-sich-Hinauswachsen basiert. Die Marke hat die Organisatoren operativ unterstützt, insbesondere durch die Bereitstellung von Fahrzeugen. Duster, Jogger und Spring befuhren die Wege und durchquerten die Täler, um zur Logistik des Rennens beizutragen. Mehr als dreißig Fahrzeuge wurden eingesetzt, um die Verpflegungsstationen und Hilfsbereiche zu organisieren, die Markierungen anzubringen oder die Freiwilligen zu den verschiedenen Kontrollpunkten zu bringen.

Die Herausforderungen für die Trailrunner waren vielfältig: ihre Ängste zu überwinden, ihre körperlichen und mentalen Grenzen zu überschreiten, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und diese Begegnung mit sich selbst zu meistern. Alexandre Boucheix, ein 30-jähriger Läufer und Trailrunner aus Paris, bekannt unter dem Namen „Casquette Verte“, erzählt uns von seiner Leistung.

Bei einem Ultra-Trail gibt es keinen einzigen Moment, der besonders leicht ist. Aber man muss einen solchen Lauf absolvieren, um wirklich zu begreifen, wie anspruchsvoll diese Art von Rennen ist.

Alexandre Boucheix (Grüne Mütze)

Trail-Läufer

„Ultra“-Momente entlang einer legendären Rennstrecke

Bei einem Rennen wie dem UTMB erlebt jeder Läufer seine eigene Glanzleistung , ganz abgesehen vom Podium. Unter ihnen erzielte Alexandre mit 22 Stunden, 55 Minuten und 34 Sekunden seine Bestzeit bei diesem Ultra-Trail, bei dem er den 18. Platz belegte. Er verrät uns den „ultra-tollen“ Moment seines Rennens: „Wenn man früher Poster von Kilian Jornet im Zimmer hatte, ist es doch ziemlich cool, wenn man dann am dritten Kilometer in Chamonix von eben diesem Kilian Jornet überholt wird! Danach habe ich ihn allerdings nie wieder gesehen …“

Natürlich lief während Alexandres Lauf nicht alles so reibungslos. Er erinnert sich an einen besonders harten Moment am Grand Col Ferret, dem zweithöchsten Punkt der Strecke , dem Übergang zwischen Italien und der Schweiz: „Ich bin den Pass wie ein Zombie hinaufgestiegen, hatte überhaupt keine Energie mehr und habe mich gezwungen, den Gipfel zu erreichen. Das war ein wirklich schwieriger Moment, und ich habe zweieinhalb sehr lange Stunden hinter mir gebracht.“

Von der Qual zur Ekstase

Nach dieser schwierigen Phase findet Alexandre schnell wieder Freude am Laufen. Er erlebt seinen „ultra-schönen“ Moment, als der Sonnenaufgang über dem Mont-Blanc-Massiv die Himmel färbt: „Dieses Jahr bin ich früher als sonst angekommen. Der Tag brach am Fuße des Grand Col Ferret an, wo es ein unglaubliches Tal gibt. Da bekommt man richtig Lust, um 2 Uhr nachts aufzustehen, um mit seiner Liebsten eine Wanderung zu unternehmen und diese herrliche Gegend zu entdecken.“

Auf diesen wunderschönen Moment folgte eine weitere glückliche Phase. In Champex-Lac in der Schweiz, bei Kilometer 126 , waren seine Angehörigen und seine Betreuerin (Cécile Bertin) vor Ort, um ihn anzufeuern. Das war sein „ultra-motivierender“ Moment: „Ich habe einen riesigen Motivationsschub bekommen, als meine Freundin mich in Champex besucht hat. Manchmal reicht schon ein Kuss, damit die Motivation wieder da ist!“

Und falls Sie sich fragen, was ein Läufer 171 km lang tun kann (außer zu laufen), verrät uns Alexandre sein Geheimnis: Musik. Seine Playlist? Darauf stehen unter anderem Diam’s und Celine Dion. Dank dieser Musik läuft er singend an den Verpflegungsstationen vorbei.

Eine positive Einstellung, die er bis nach Vallorcine beibehalten musste, wo ihn nur noch 20 km von der Ziellinie trennten. Das war sein „ultra-mentaler“ Moment, in dem er beschloss, einen Platz unter den Top 20 anzustreben: „Ich habe akzeptiert, dass ich Schmerzen hatte und litt, aber ich wusste, dass ich es schaffen konnte. Das war der mentale (und körperliche) Moment, der dreieinhalb Stunden dauerte.“ Diese Kraft bescherte ihm den „ultra-bewegenden“ Moment des Rennens, 10 km vor dem Ziel, als er wusste, dass seine Leistung möglich war.

Der „Ultra-Top-20“-Moment

Bewegt, überrascht, begeistert. Eine Top-20-Platzierung, die Alexandre Boucheix 2022 beim UTMB Mont-Blanc erreichte. Ein Ergebnis, das nicht nur seine unglaublichen sportlichen Leistungen bestätigt , sondern auch seine Authentizität – nämlich die, einfach nur gerne zu laufen: „Ich habe am Ende des Rennens geweint, ich glaube, ich werde erst in ein paar Tagen begreifen, was da gerade passiert ist. Aber dieses Ergebnis wird nichts ändern. Denn morgen werde ich wieder laufen gehen.“

Gebrochene Rekorde und jede Menge gemeinsame Emotionen – dieses Rennen ist für alle Teilnehmer ein außergewöhnliches Erlebnis. Die 2.500 Trailrunner sind aufgebrochen, um eine einzigartige, persönliche Leistung zu vollbringen, bei der jeder sein eigenes Tempo findet.

Von Montmartre bis zum Mont-Blanc – ein außergewöhnlicher Pariser

Ein ungewöhnliches Profil, eine Leidenschaft, die keine Grenzen kennt. Eine grüne Mütze, die ihn bei jedem seiner Pariser Ausflüge unverkennbar macht. Eine außergewöhnliche Ausdauer, tägliches Training auf den Treppen von Montmartre oder im Bois de Vincennes – ein moderner „Forrest Gump“. In diesem Jahr hat Alexandre Boucheix bereits mehr als 6.800 km zurückgelegt und 166.000 Höhenmeter überwunden, was dem 16-fachen des UTMB Mont-Blanc entspricht. Als zweifacher Sieger des legendären Winterlaufs Lyon-Sainté-Lyon, Sieger der Ultra-Trails UT4M in den Alpen und des Ultra 01 im Departement Ain ist er noch lange nicht am Ende. In den nächsten zwei Monaten wird Alexandre bei zwei weiteren Ultra-Trails an den Start gehen: dem „Ultra Trail des Montagnes“ im Jura und der „Diagonale des Fous“ auf La Réunion. Anschließend stehen der „Kullamannen by UTMB“ (organisiert von der UTMB World Series) in Schweden und der „Lyon-Sainté-Lyon“ Anfang Dezember auf dem Programm, bei dem er versuchen wird, seinen dritten Sieg bei diesem Rennen einzufahren.