Unser Plan mit konkreten Maßnahmen
Nutzung unserer Fahrzeuge
Die Elektrifizierung vorantreiben
Der Fahrzeugbetrieb ist aufgrund der Abgase von Verbrennungsmotoren – sowohl Benzin- als auch Dieselmotoren – die größte Quelle von Treibhausgasemissionen. Auf ihn entfallen 85 % der Gesamtemissionen. Er ist daher der wichtigste Hebel zur Verringerung des CO₂-Fußabdrucks eines Herstellers und für uns eine Priorität.
Um diese Auswirkungen zu verringern, liegt der Schwerpunkt auf der Elektrifizierung. Als Pioniere der Elektromobilität um die Wende zum Jahr 2010 verfügen wir mittlerweile über rund zehn Elektrofahrzeuge in den Pkw- und Nutzfahrzeug-Modellreihen unserer Marken. In Europa halten wir das Tempo mit 22 Markteinführungen im Rahmen des nächsten futuReady-Zyklus aufrecht, darunter 16 rein elektrische Modelle.
Das Unternehmen hat dies zu einem wichtigen strategischen Schwerpunkt gemacht und mit „Ampere“ eine eigene Einheit für Elektromobilität gegründet, die die Produktionsstätten für Motoren und Elektrofahrzeuge der Gruppe bündelt.
Die Entwicklung des Ökosystems für Elektromobilität begleiten
Wir unterstützen den Mobilitätsmarkt zudem durch den Ausbau von Ladesäulen (Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge) undLadediensten in unseren Vertragshändlern, aber auch bei Privatpersonen und in Unternehmen.
Zudem arbeiten wir an elektrischen Dual-Energie-Antrieben (wiederaufladbare Batterie und Wasserstoff-Brennstoffzelle), insbesondere am Renault Emblème -Demofahrzeug und den 2024 vorgestellten Alpine-Prototypen Alpenglow Hy4 und Hy6.“
Wir ergreifen zudem Maßnahmen, um die Auswirkungenunserer After-Sales-Aktivitäten in Bezug auf Treibhausgasemissionen und Ressourcenverbrauch zu verringern. Unter Anwendung der Prinzipien der Kreislaufwirtschaft, die darauf abzielt, die Lebensdauer eines Produkts zu verlängern, bieten wir unseren Kunden wiederaufbereitete Originalersatzteile an, deren Qualität der von Neuteilen entspricht oder diese sogar übertrifft. Darüber hinaus bieten wir wiederverwendbare Teile aus Altfahrzeugen sowie Reparaturdienstleistungen oder das „Retrofit“ von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor auf Elektroantrieb an. Um dieses Produkt- und Dienstleistungsangebot weiter auszubauen, stützt sich die Renault Group insbesondere auf ihre auf die Kreislaufwirtschaft im Automobilbereich spezialisierte Einheit:The Future Is Neutral.
Materialien und Entsorgung
Die umweltgerechte Konstruktion des Fahrzeugs
Bereits bei der Konzeption des Fahrzeugs bevorzugen wir Materialien mit geringeren Treibhausgasemissionen oder recycelte Materialien, da diese einen deutlich geringeren CO₂-Fußabdruck aufweisen als Neuware. Außerdem arbeiten wir bereits im Vorfeld mit unseren Lieferanten zusammen, um Materialien mit geringerem CO₂-Fußabdruck, aus dem Recycling und/oder biobasierte Materialien zu beschaffen. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 einen Anteil von 30 % an recycelten Materialien zu erreichen.
Beschaffung
Ein wichtiges Thema, wenn man bedenkt, dass die Beschaffung von Bauteilen und Materialien für die Automobilproduktion etwa 16 % der Treibhausgasemissionen eines Autos über dessen gesamten Lebenszyklus ausmacht. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die Emissionen im Zusammenhang mit dem Transport von Bauteilen und Fahrzeugen zu senken.
Kohlenstoffarme Beschaffung
Stahl, Aluminium, Polymere, elektronische Bauteile, Glas und Reifen. Indem wir unsere Anstrengungen auf diese sechs Komponenten konzentrieren, wollen wir diesen CO₂-Fußabdruck verringern. Dies werden wir durch ein gemeinsames Engagement mit unseren wichtigsten Lieferantenpartnern erreichen. Zu diesem Zweck arbeiten wir gemeinsam mit unseren Lieferanten daran, für künftige Projekte ein CO₂-Berichtssystem einzuführen.
Wir streben zudem eine umweltfreundliche, CO₂-arme und verantwortungsbewusste Batterie an. Unser Ziel ist es, den CO₂-Fußabdruck unserer Batterien zu verringern, indem wir CO₂-arme Lieferketten für Batterien und Materialien wie Nickel, Lithium und Kobalt etablieren.
Recycling und Entsorgung
Die Verwertung von Fahrzeugen am Ende ihrer Lebensdauer ist ein Schlüsselelement der CO₂-freien Mobilität. Sie ermöglicht die Herstellungneuer, saubererer Fahrzeuge und reduziert deren Umweltbelastung. Um dies zu erreichen, stützen wir uns auf unsere Einheit„The Future Is Neutral“, die geschlossene Recyclingkreisläufe für Materialien wie Kupfer, Kunststoff, Stahl und Aluminium entwickelt hat, um diese wieder in die Produktion neuer Autos einzubinden.
Wir möchten in diesem Bereich weitere Fortschritte erzielen, insbesondere bei den Batterien von Elektrofahrzeugen, mit dem Ziel, bis 2030 etwa 80 % der recycelten strategischen Mineralien – Nickel, Kobalt und Lithium – für die Herstellung neuer Batterien wiederzuverwenden.
Produktion
Auch wenn die Fahrzeugfertigung im Werk nur einen geringen Anteil am CO₂-Fußabdruck eines Automobilherstellers ausmacht (weniger als 1 % bei der Renault Group), stellt dieser Schritt dennoch einen weiteren Ansatzpunkt für Maßnahmen dar.
Verdichtung
Die Verkleinerung unserer Industrieanlagen trägt ebenfalls zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen unserer Standorte bei. Wir haben uns daher zum Ziel gesetzt, unsere überdachte Gebäudefläche bis 2025 um 750.000 m² zu verringern. Im Jahr 2023 wurde eine Reduzierung um 63.000 m² am Standort Douai und um 13.000 m² am Standort Tanger erreicht.
Optimierung der Fertigungsprozesse
Die Digitalisierung der Industrie ermöglicht es, den Verbrauch in Echtzeit zu überwachen, um die Energieeffizienz zu steigern. Im Jahr 2022 haben wir innerhalb unseres industriellen Metaversums ein spezielles Energieportal namens „Ecogy“ eingerichtet. Dieses Portal bündelt in einer einzigen Benutzeroberfläche die Verbrauchsdaten für Strom, Gas, Druckluft und Wasser. Über 10.000 mit diesem industriellen Metaversum verbundene Sensoren wurden installiert, um das Energiemanagement zu verbessern.
Versorgung mit erneuerbaren Energien
Um den Einsatz fossiler Energien an unseren Produktionsstandorten zu vermeiden, stützen wir uns auf ein Netzwerk von Partnern, um unseren Übergang zu erneuerbaren Energien unter anderem durch Photovoltaik, Geothermie und Biomasse zu verwirklichen.
In Frankreich streben wir bis 2030 eine Senkung unseres Energieverbrauchs pro produziertem Fahrzeug um 25 % gegenüber dem Stand von 2025 an. In allen unseren Werken haben wir seit 2021 bereits eine Reduzierung um 28 % erreicht.


