Die Kosten für das Aufladen eines Elektroautos verstehen

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Ob zu Hause oder auf öffentlichen Straßen – im Alltag variieren die Kosten für das Aufladen eines Elektroautos und hängen auch von der Art der verwendeten Ladestation ab. Hier finden Sie die wichtigsten Informationen, mit denen Sie die tatsächlichen Kosten für eine Aufladung berechnen können.

von der Renault Group

Heute werden die meisten Elektrofahrzeuge für kurze Alltagsfahrten genutzt. Sie werden nachts zu Hause oder tagsüber am Arbeitsplatz aufgeladen.

Trotzdem wird die Entscheidung für ein Elektroauto oft durch die Befürchtung gebremst, dass die Reichweite für lange Strecken – zum Beispiel für den Urlaub – nicht ausreichen könnte. Manche bezweifeln, dass sie unterwegs bei Bedarf aufladen können, und befürchten, dass dies zu teuer sein könnte … Und doch! Das Netz an öffentlichen Ladestationen wächst rasant. Derzeit gibt es in Europa fast 200.000 zugängliche Ladestationen. Ende 2020 werden es bereits 500.000 sein. Eine Zahl, die sich in den nächsten 10 Jahren voraussichtlich vervierfachen wird.

Was die Preise angeht, gibt es jedoch große Unterschiede. Ob zu Hause oder unterwegs – hier erfahren Sie, wie Sie die Kosten für eine Aufladung genauer ermitteln können.

Die Kosten für das Aufladen eines Elektroautos zu Hause

Mit einer Ladestation zu Hause reicht eine einfache Multiplikation aus, um die Ladekosten für ein Elektroauto zu schätzen, auch wenn bei dieser Berechnung die Anschaffungskosten für die Wallbox und deren Installation nicht berücksichtigt werden. Nehmen Sie die Gesamtkapazität der Batterie Ihres Elektroautos und multiplizieren Sie diese mit dem Preis pro Kilowattstunde (kWh), der im Rahmen Ihres Stromvertrags abgerechnet wird. Die Kosten für das vollständige Aufladen eines Elektrofahrzeugs hängen nämlich von der Kapazität seiner Batterie ab, also von der Energiemenge, die sie speichern kann.

Auf der Straße bleiben die Stromkosten bei gleicher zurückgelegter Strecke deutlich niedriger als die Kosten für Benzin oder Diesel bei Verbrennungsmotoren. So kostet ein Elektroauto, das durchschnittlich 15 kWh pro 100 Kilometer verbraucht, in Frankreich* 2,25 Euro für diese Strecke, wenn zu Hause aufgeladen wird. In England, wo die Stromkosten etwas höher sind, kostet Sie dies etwas mehr als 3 Euro.
Bei einem Kleinwagen mit Benzinmotor, der einen Verbrauch von 5 Litern auf 100 Kilometern hat, kostet diese Strecke hingegen mehr als 7,50 Euro… Der Unterschied ist nicht zu verachten!

Die Kosten für das Aufladen des ZOE

Beispielsweise kostet das vollständige Aufladen einer 52-kWh-Batterie, wie beispielsweise der Z.E. 50-Batterie, mit der der neue Renault ZOE ausgestattet ist, etwa 7,50 Euro, basierend auf dem französischen Haushaltstarif.
Da das Laden an einer Standardsteckdose zu einer Überhitzung führen kann, wird es nur für gelegentliche Ladevorgänge empfohlen. Für mehr Sicherheit und Zuverlässigkeit empfiehlt es sich, eine Wallbox zu nutzen, um für dieses Stadtauto eine Reichweite von etwa 40 Kilometern pro Ladestunde zu erreichen.

Natürlich ist es am besten, das Fahrzeug in den Nebenzeiten aufzuladen (sofern der Tarif dies zulässt), um die Kosten durch das Aufladen über Nacht noch weiter zu senken. Das Aufladen, während andere Elektrogeräte ausgeschaltet sind, ist zudem ideal, um eine Überlastung des Netzes zu vermeiden.
Zur Orientierung: Der regulierte Stromtarif in Frankreich gehört nach wie vor zu den niedrigsten in Europa. Er liegt dort im Jahr 2019 bei 0,145 Euro pro Kilowattstunde. In England kostet die Kilowattstunde 0,21 Euro, in Italien 0,23 Euro. In Deutschland liegt der Stromtarif im Jahr 2020 mit 0,30 Euro/kWh deutlich höher.
Die Installation einer vernetzten Ladestation, die die Ladung steuern kann, bietet die Möglichkeit, von günstigeren Tarifen zu profitieren. Dies ist jedoch nicht immer notwendig: Bei Renault ermöglichtdie in bestimmten Ländern verfügbareApp „Z.E. Smart Charge“ dem Fahrzeug, sich intelligent aufzuladen, und zwar zu dem Zeitpunkt, zu dem im Netz am meisten Strom verfügbar ist – also am günstigsten und CO₂-ärmsten.

Außerhalb des eigenen Zuhauses hängt der Preis für das Aufladen auch von der Art der Ladestation ab, an die das Elektrofahrzeug angeschlossen wird.

Kostenlose Ladestationen

Um die Energiewende voranzutreiben, sind bestimmte Ladestationen für Elektrofahrzeuge kostenlos.
Dies ist übrigens schon seit Langem auf den städtischen Parkplätzen einiger Gemeinden der Fall. Aber auch bei Supermärkten und anderen Einkaufszentren muss man oft daran denken, sich an der Rezeption der Einrichtung zu melden, um diese kostenlose Nutzung in Anspruch nehmen zu können. Unabhängig vom Land sollte man jedoch beachten, dass diese Ladestationen nur während der Öffnungszeiten der Einrichtungen kostenlos zur Verfügung stehen und dass die Abrechnung pro Minute immer häufiger vorkommt.
In manchen Parkhäusern gilt die Kostenfreiheit nicht nur für das Aufladen, sondern auch für das Parken. In jedem Fall bieten kostenpflichtige Parkhäuser zumindest das Aufladen zu einem Vorzugstarif an.

Die Kosten für das Aufladen auf öffentlichen Straßen

Im öffentlichen Raum muss man die Kosten für das Aufladen in der Regel von Fall zu Fall und manchmal auch je nach Leistung der Ladestation berechnen. Eine spezielle Karte oder ein Jahresabonnement sind empfehlenswert, um einfach und kostengünstig Zugang zu den Ladestationen eines Netzwerks zu erhalten. Auf dem Markt gibt es verschiedene Abonnements, mit denen man sich ohne vorherige Formalitäten direkt bei verschiedenen großen europäischen Anbietern anmelden kann. Der Tarif hängt dann vom jeweiligen Anbieter ab.

Nur in Frankreich wird die verbrachte Zeit in Rechnung gestellt, im Gegensatz zu anderen Ländern wie Großbritannien, wo der Stromverbrauch in Kilowattstunden sowie die Leistung der Ladestation in die Berechnung einfließen können. Das Aufladen erfolgt in der Regel in 15-Minuten-Schritten oder pauschal. Dabei gibt es alles Mögliche, von Tarifen ab 0,50 Euro für fünf Minuten bis zu 4 Euro für 15 Minuten oder Pauschalen von 5 Euro für 45 Minuten. Ohne ein solches Abonnement können die Kosten schnell in die Höhe schnellen. Dieser zeitabhängige Tarif hängt auch vom Typ der genutzten Ladestation ab. Handelt es sich um eine Schnellladestation, die in etwa 20 Minuten eine Reichweite von mehr als 100 Kilometern wiederherstellen kann, ist die Pauschale höher. Doch auch hier heben sich einige Anbieter dadurch ab, dass sie unabhängig von der eingesetzten Leistung denselben Tarif anbieten. In Deutschland wird der Tarif ebenfalls pro Kilowattstunde abgerechnet, und über das Angebot „Get Charge“ liegt der Einstiegspreis bei normalen und Schnellladestationen bei knapp 30 Cent. Bei hoher Ladeleistung steigt der Tarif um etwa zehn Euro. Bei nicht zum Partnernetzwerk gehörenden Ladestationen steigt der Tarif auf fast 90 Cent pro Kilowattstunde.

Die Kosten für das Aufladen eines Elektroautos auf der Autobahn

An Autobahnen sind die Raststätten in der Regel mit Schnellladestationen ausgestattet. Insgesamt steigen die Preise. So kann eine halbe Stunde Schnellladung in Europa etwa 8 Euro kosten. Man muss jedoch wissen, ob diese Ladestationen gerade belegt sind, um nicht zu viel Zeit mit Warten zu verlieren, bis sie wieder frei sind. Genau diese Art von Informationen liefert die App „MY Renault“, mit der die Elektrofahrzeuge der Marke ausgestattet sind.
Sobald man schließlich an einer Ladestation steht – auch wenn der „Typ-2“-Stecker mittlerweile als europäischer Standard definiert ist –, gibt es immer noch verschiedene Steckertypen und Lademodi: Es ist daher ratsam, die Kompatibilität der Ladestation mit dem eigenen Fahrzeug über die speziellen Tools zur Suche nach öffentlichen Ladestationen zu überprüfen.

* Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure, standardisierter Fahrzyklus: 57 % Stadtverkehr, 25 % Vorortverkehr, 18 % Autobahnverkehr.