Die Renault Group und ihre Marken gehen bei Familienautos in die Offensive
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Nachdem das Kompakt- und Familienauto um die Wende zum Jahr 2010 von den Kunden gemieden wurde, feiert es heute dank der Begeisterung für SUVs sein großes Comeback. Diese Rückeroberung des C-Segments, das historisch gesehen das Vorrecht der Marke Renault war und den eigentlichen Schwerpunkt des strategischen Plans „Renaulution“ bildet, betrifft nun sowohl Dacia als auch bald Alpine.
VON DER RENAULT GROUP
Mégane, Scénic, Austral… Wie Sie vielleicht wissen: All diese Kultmodelle gehören zum C-Segment. Diese Fahrzeuge, auch als „Kompaktwagen“ bezeichnet, sind für einen Vollsortimenter unverzichtbar. Mit einem Anteil von heute 41 % am Absatz in Europa war diese Kategorie des Automobilmarktes sowohl auf europäischer als auch auf globaler Ebene schon immer die volumenstärkste. Historisch gesehen hat die Marke Renault in diesem Segment regelmäßig die Führungsposition innegehabt. Der kompakte und vielseitige Familienwagen ist fest in ihrer DNA verankert. Mit dem im Januar 2021 gestarteten Strategieplan „Renaulution“ hat das Unternehmen die Eroberung des C-Segments wieder in Angriff genommen und dabei die Zahl der Markteinführungen deutlich erhöht. Diese Offensive ist bereits jetzt ein Erfolg: Die Verkäufe des Konzerns in diesem Segment sind von 2021 bis Ende 2024 um 40 % gestiegen. Ein Rückblick auf diese bemerkenswerte Leistung.
Renault geht in Europa und weltweit in die Offensive
Die Rückeroberung der Führungsposition im C-Segment durch die Renault Group steht im Mittelpunkt des Erfolgs der „Renaulution“.
Dies zeigt sich heute in einer soliden Renault-Modellpalette, die in Europa aus vier sich ergänzenden Modellen besteht:
- Arkana: Ein 4,50 m langer Hybrid-Fastback-SUV mit sportlichem Design.
- Symbioz: Ein 4,40 m langer kompakter Hybrid-SUV mit einem äußerst wettbewerbsfähigen Preis-Leistungs-Verhältnis
- Austral: Ein SUV im C-Segment mit einer Länge von 4,51 m, ausgestattet mit leistungsstarken Hybridantrieben (bis zu 200 ch)
- Scénic: Als „Auto des Jahres 2024“ bietet dieser 4,47 m lange, zu 100 % elektrisch angetriebene SUV mit seiner Long-Range-Batterie eine Reichweite von bis zu 625 km
Seit 2021 und der Bekanntgabe des Strategieplans sprechen die Zahlen für sich: In Europa ist der Marktanteil der Marke Renault im C-SUV-Segment in nur drei Jahren von 3 % auf 6,2 % gestiegen, was einem Anstieg von +100 % entspricht. Dank einer modernen und technikorientierten Modellpalette trägt die Offensive Früchte. Die Rückeroberung des Marktes ist in vollem Gange, wie die Verkaufszahlen des Scénic E-Tech electric zeigen, bei dem 57 % der europäischen Käufer Neukunden der Marke sind.

Auch auf internationaler Ebene geht Renault in die Offensive. Der Renault Grand Koleos, der im September 2024 in Korea auf den Markt kam, verzeichnet einen vielversprechenden Verkaufsstart.
Die Marke, die zunächst in Lateinamerika auf den Markt kommt, hat soeben die Einführung eines repräsentativen, technologisch fortschrittlichen und komfortablen SUV namens Renault Boréal angekündigt. Die Erwartungen an dieses völlig neue Modell, das schrittweise in mehr als 70 Ländern weltweit auf den Markt gebracht wird, sind hoch.
„Kompaktwagen des ‚C-Segments‘ stellen sowohl auf europäischer als auch auf globaler Ebene die volumenmäßig wichtigste Kategorie des Automobilmarktes dar. Dieser Trend dürfte sich in den kommenden Jahren mit der Einführung neuer Modelle fortsetzen. Wir knüpfen an die von ‚Renaulution‘ in diesem Segment eingeleitete Erfolgsserie an und wollen diese in den kommenden Jahren dank der Offensive der drei Marken der Renault Group weiter ausbauen.“
Levent Timur
Leiter Prognose und Verteilungsplanung
Renaulution: Die gemeinsame Offensive der drei Marken der Renault Group
Zwar ist die Rückeroberung des C-Segments durch Renault bereits seit 2021 im Gange, doch die der Marken Dacia und Alpine steht erst am Anfang. Dies ist der absolut zentrale Aspekt dieser Strategie, die sich auf drei unserer Marken bezieht
Dacia stützt sich auf eine neu gestaltete Markenidentität, die auf ein attraktiveres Design, eine höhere wahrgenommene Qualität, Innovationen im Bereich der Elektro- und Hybridantriebe sowie auf historische Grundwerte wie das Vertrauen der Kunden ausgerichtet ist.
Gestützt auf dieses solide Markenimage bringt Dacia seit Januar 2025 den ersten SUV der C-Klasse in seiner Geschichte auf den Markt: den Dacia Bigster. Getreu ihren Werten, das beste Preis-Leistungs-Verhältnis auf dem Markt zu bieten, stattet die Marke den Dacia Bigster mit allen wesentlichen Ausstattungsmerkmalen aus, die Kunden im C-SUV-Segment erwarten, wobei der Schwerpunkt auf Komfort und Praktikabilität liegt.

Die Marke mit dem gepfeilten „A“ hat ihrerseits die bevorstehende Markteinführung ihres Sport-Fastbacks, des Alpine A390, angekündigt. Der erste SUV in der Geschichte der Marke wird am 27. Mai 2025 in Dieppe als Weltpremiere vorgestellt.
Eine „SUV-isierung“ der Modellpalette als Reaktion auf die Kundennachfrage
In Europa wurde das C-Segment bis in die 90er Jahre hinein von Kompaktwagen mit Fließheck dominiert. Renault war nicht nur Marktführer, sondern auch ein Visionär. 1996 revolutionierte die Marke das C-Segment mit der Markteinführung eines kompakten Minivans, der mehr Vielseitigkeit und Platz im Innenraum bot: der Scénic.
Da diese Eigenschaften perfekt den Erwartungen der damaligen Zeit entsprachen, war die Nachfrage nach diesem neuartigen Fahrzeugtyp sehr groß. Der Pionier Scénic – später ergänzt durch den Grand Scénic – dominierte mehr als ein Jahrzehnt lang die Verkaufszahlen eines Teilsegments des C-Segments, das er selbst ins Leben gerufen hatte.
SUV. Diese drei Buchstaben sind der Grund für den aktuellen Umbruch im C-Segment. Angetrieben von einer stetig steigenden Nachfrage verdrängen die „Sport Utility Vehicles“ (SUV) Jahr für Jahr andere Karosserievarianten wie Limousinen, Kombis, Coupés oder Cabrios. Sie machen heute 56 % der Verkäufe im C-Segment in Europa aus.
Dieser Trend ist weltweit zu beobachten: C-SUVs erfreuen sich bei Kunden rund um den Globus großer Beliebtheit. In Europa und China sind sie das Hauptfahrzeug eines Haushalts, in den USA hingegen das zweite oder dritte Auto. Der 2015 auf den Markt gebrachte Renault Kadjar erhielt 2021 Verstärkung durch den Renault Arkana, dessen Design mit dem
„Fastback“-Profil sehr begehrenswert ist, da es auch bei Premium-Marken zum Einsatz kommt.
„Während Kompaktlimousinen des B-Segments wie der Clio oder der Sandero sehr europäisch geprägt sind, große Pick-ups überwiegend aus den USA stammen und Kei-Cars ausschließlich japanisch sind, gehört der SUV des C-Segments zu den wenigen Karosserietypen, die wirklich international sind und in sehr vielen Ländern auf den vorderen Plätzen der Verkaufscharts stehen.“
Benoît Bochard
Produktleiter, Renault Group
Renault, seit jeher Marktführer im C-Segment: Rückblick auf die 80er- und 90er-Jahre
Die aufeinanderfolgenden Verkaufserfolge des Duos R9/R11, von dem 6,3 Millionen Exemplare verkauft wurden, und anschließend des R19 mit 5,9 Millionen verkauften Einheiten haben Renault zur historischen Marktführerschaft auf dem französischen und europäischen Markt für Kompaktwagen mit Fließheck verholfen.
Die „Familie“ Mégane und Scénic, von der seit 1995 mehr als 10 Millionen Exemplare verkauft wurden, trägt dazu bei, diese Position zu behaupten. Aufgrund ihrer außergewöhnlichen Langlebigkeit spiegelt diese Modellreihe über die verschiedenen Generationen hinweg die Veränderungen im C-Segment wider. Tatsächlich hat sich das Modell stets an die Anforderungen der Kunden angepasst. Ganz im Zeichen der Zeit sind der Mégane und der Scénic E-Tech electric nun zu 100 % elektrisch.
Die Segmente des Automobilmarktes
Die Klassifizierungen auf dem Automobilmarkt unterscheiden sich je nach Ort und Zeit. In Europa werden die Segmente alphabetisch nach Größe (Gesamtlänge) definiert. Innerhalb jedes Segments gliedern die Marken ihr Angebot nach Preis in die Kategorien „Einstiegsmodelle“, „Mittelklasse“ und „Premium“.
- Segment A: Kleinwagen für den Stadtverkehr, deren Länge in der Regel zwischen 3,4 und 3,7 m liegt
- Segment B: vielseitige Stadtautos mit einer Länge von in der Regel 3,9 bis 4,3 m
- Segment C: Kompaktlimousinen mit einer Länge von in der Regel 4,2 bis 4,7 m
- Segment D: Limousinen der S-Klasse oder Familienlimousinen mit einer Länge von in der Regel 4,6 bis 5 m
- Segment E: M-Klasse-Limousinen oder große Reisewagen mit einer Länge von in der Regel zwischen 4,9 und 5,1 m
- Segment F: Limousinen der L-Klasse oder Limousinen, deren Länge in der Regel über 5,1 m liegt




