Südkorea: Wie sich die Renault Group an den wettbewerbsintensivsten Automobilmarkt der Welt anpasst
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Artikelzusammenfassung

Größere,leisereAutos, diemit den neuesten Konnektivitätstechnologien ausgestattet sind:Das sinddieSchlüssel,um diekoreanischenVerbraucher für sich zu gewinnen.
Das Wichtigste auf einen Blick
Ein Franzose, der sich in Südkorea gut etabliert hat
Die Renault Group hat sich auf einem der umkämpftesten Automobilmärkte der Welt etabliert, indem sie ihr Know-how mit 25 Jahren industrieller Verankerung und lokaler Ingenieurskunst kombiniert hat.
Autos, die auf koreanische Fahrstrecken zugeschnitten sind
Große, komfortable SUVs, die extrem leise sind und mit modernster Technik ausgestattet sind, erfüllen die Erwartungen der Nutzer, die viele Stunden in ihren Fahrzeugen verbringen.
Ein Auto, das im Rhythmus der lokalen Technologie pulsiert
Infotainment, integrierte KI, Fern-Updates und gemeinsam mit koreanischen Partnern entwickelte Dienste machen das Auto zu einem vollwertigen digitalen Gerät.
Ein nahtloses Kundenerlebnis – vom Klick bis zur Straße
Rund um die Uhr geöffnete Showrooms, Online-Dienste und Lieferung nach Hause: Die Renault Group passt sich dem Alltag der koreanischen Autofahrer an.
Die Globalisierung der Automobilindustrie ist für die Renault Group kein neues Phänomen. Mit einem Anteil von fast 40 % des Umsatzes außerhalb Europas ist Renault zur weltweit meistverkauften französischen Automarke geworden. Dieser Titel ist das Ergebnis eines tiefgreifenden Verständnisses der Erwartungen der Autofahrer auf allen Kontinenten und einer Fachkompetenz, die auf jahrzehntelangen Erfolgen auf dem heimischen Markt beruht.
Nehmen wir zum Beispiel Südkorea. Dieses Land verfügt über einen der wettbewerbsintensivsten Automobilmärkte der Welt. Und doch hat sich Renault durch seine seit 25 Jahren bestehende tiefe Verankerung in der koreanischen Kultur zum drittgrößten Automobilhersteller des Landes entwickelt.
Der Schlüssel zu diesem Erfolg? Die Verbindung des kraftvollen und ausdrucksstarken Designs der Marke Renault mit dem Einsatz modernster Technologien bei gleichzeitiger Entwicklung einer lokalen Technik und Produktion sowie fundierter Marktkenntnis.
„Unser Motto ‚In Frankreich geboren, in Korea hergestellt‘ ermöglicht es uns, Autos zu entwickeln, die perfekt auf das Land zugeschnitten sind, und gleichzeitig von der Stärke der Marke Renault zu profitieren “, erklärt Nicolas Paris, Geschäftsführer von Renault Korea.
Global handeln, lokal planen
„Es ist sehr schwierig, vom Herzen von Paris aus Autos für Korea zu entwerfen “, betont Laurens van den Acker, Designchef der Renault Group, mit Blick auf das Designzentrum in Seoul. „Deshalb ist es unerlässlich, vor Ort präsent zu sein, mit lokalen Designern zusammenzuarbeiten und den Alltag der Nutzer hautnah mitzuerleben.“
Für Laurens Van den Acker stehen Beobachtung und Verständnis im Mittelpunkt des Ansatzes von Renault bei der Entwicklung von Fahrzeugen für den koreanischen Markt. Die neuesten Modelle der Marke zeugen davon: Sie spiegeln die jahrelange Erfahrung wider, die das Unternehmen in diesem Land gesammelt hat – sowohl in Bezug auf das Design als auch auf die Funktionalität.

Den Blick (weiter) weiten
Die Renault-Modellpalette entspricht den Erwartungen der koreanischen Kunden. Der Schwerpunkt liegt auf den Segmenten D und E, also mittelgroßen bis großen Fahrzeugen wie dem SUV Grand Koleos und dem neuen Crossover Filante, die den Wunsch nach komfortorientierten Premium-Fahrzeugen verkörpern. Zwar werden auch kompaktere Modelle angeboten, doch setzt Renault vor allem auf diese geräumigen Fahrzeuge, die den Vorlieben der Einwohner entsprechen.
Es reicht nicht aus, das Angebot anzupassen. Man muss auch die Eigenschaften und das Fahrerlebnis beherrschen, die von koreanischen Käufern geschätzt werden. Die Renault Group hat daher massiv in das Renault Technology Center Korea (RTK) investiert. Seit dem Jahr 2000 ist es das Entwicklungs- und Konstruktionszentrum für die Großfahrzeuge des Herstellers, mit Testanlagen, die gewährleisten, dass seine Modelle den anspruchsvollen Standards des koreanischen Marktes entsprechen.
Die Stille – ein Zeichen für Qualität
Unter den länderspezifischen Anpassungen nimmt die Lärmminderung einen zentralen Platz ein. In diesem Punkt ist der Unterschied zwischen den koreanischen und den europäischen Erwartungen frappierend!
„37 % der Bedenken hinsichtlich der anfänglichen Qualität in Südkorea betreffen Geräusche und Vibrationen, gegenüber nur 7 % in Frankreich“, erklärt Nicolas Paris. Ein fünfmal so großer Unterschied, der die Geräuschdämmung zu einem zentralen Thema bei der Fahrzeugkonstruktion für diesen Markt macht.
Für koreanische Autofahrer ist ein leises Auto gleichbedeutend mit höchster Qualität. Das RTK-Zentrum legt daher großen Wert darauf, Quietschen, Klappern und störende Fahrgeräusche durch gründliche Tests zu beseitigen. Dieses Bestreben beschränkt sich nicht nur auf Geräusche, die in den Innenraum dringen könnten, sondern umfasst auch das Multimedia-Erlebnis. Dieses wird von den Renault-Ingenieuren, die selbst leidenschaftliche Audiophile sind, in den schallfreien Hörräumen, in denen die Audiosysteme entwickelt werden, sorgfältig ausgefeilt.
Dieses Bekenntnis zu Geräuscharmut und einer hochwertigen Innenraumakustik hat beim neuen Crossover Filante im Vergleich zum Grand Koleos zu zahlreichen Weiterentwicklungen geführt. Dazu gehören: Verbesserungen bei der strukturellen Dämpfung (Verbundglas im vorderen Fahrzeugbereich), fortschrittliche Dämmtechniken (verstärkte Abdichtung im Bereich des großen Panoramadachs und der Heckklappe; Dämmschaum im Inneren der Reifen, um die Übertragung von Vibrationen vom Asphalt zu begrenzen) sowie Technologien zur aktiven Geräuschunterdrückung über das Audiosystem. All dies zielt darauf ab, das von koreanischen Autofahrern so begehrte Erlebnis eines „ruhigen Morgens“ zu bieten.
Wie wirken sich diese Innovationen im Straßenverkehr aus? Über die klassischen Fahrversuche hinaus unterzieht RTK jede Plattform Tausenden von Kilometern an Tests mithilfe modernster Simulatoren, die echte Fahrzeuge auf vollständig konfigurierbaren Prüfständen schütteln, schwanken lassen und rollen lassen und so Monate und Jahre des Verschleißes auf wenige Wochen verdichten.
Immer in Verbindung bleiben … selbst in den schlimmsten Staus
Die am Steuer verbrachte Zeit ist ein weiterer entscheidender Aspekt des Autofahrerlebnisses in Südkorea. In Großstädten wie Seoul und Busan sind Staus an der Tagesordnung, und die durchschnittliche Fahrzeit beträgt täglich 1 Stunde und 40 Minuten.
Da sie so viel Zeit in ihrem Auto verbringen, erwarten koreanische Autofahrer eine nahtlose technologische Integration. Sie legen großen Wert auf Informations-, Unterhaltungs- und Konnektivitätsfunktionen und erwarten, dass diese ihrer intensiven Nutzung digitaler Technologien gerecht werden. Aus diesem Grund wird Anfang 2025 das Renault Korea Software Studio gegründet.
Das Studio hat sich den Start-up-Geist zu eigen gemacht und beschleunigt den Weg von der Idee zum Produkt, um mit dem rasanten Tempo der koreanischen „Tech-Addict“-Kultur Schritt zu halten. Apps und neue Funktionen werden kontinuierlich über Fernupdates (OTA, Over The Air) bereitgestellt.
Erste Ergebnisse: eine KI namens „Car Expert“, die es Fahrzeugbesitzern ermöglicht, in natürlicher Sprache mit ihrem Fahrzeug zu interagieren, Spiele und In-Car-Shopping, eine anpassbare Benutzeroberfläche für die Borddisplays sowie die Integration beliebter Streaming-Plattformen. Renault stützt sich zudem auf eine solide Partnerschaft mit Tmap Mobility, dem koreanischen Marktführer für Kartografie- und Navigationslösungen.

Eine Fahrhilfe
Die Kombination aus hohem Verkehrsaufkommen und moderner Straßeninfrastruktur hat in Südkorea zu einer starken Verbreitung fortschrittlicher Fahrerassistenzsysteme (ADAS) geführt. Die leistungsstarke 5G-Abdeckung des Landes, die die Unterhaltungsangebote und die hochmoderne Konnektivität von Renault ermöglicht, ebnet den Weg für intelligente Funktionen, die den Fahrer entlasten.
Derzeit meistern der Active Driver Assist (intelligenter Tempomat) und der Full Auto Parking Assist die anspruchsvollsten Aspekte des Fahrens in Korea mit Bravour. Die Partnerschaft mit Tmap ermöglicht zudem die Fahrzeug-Infrastruktur-Kommunikation (V2X), wie sie beispielsweise durch die Echtzeit-Ampelführung an vernetzten Ampeln verdeutlicht wird. In Zukunft sind erweiterte autonome Fahrfunktionen geplant, die die bereits verfügbaren halbautonomen Funktionen der Stufe 2 ergänzen werden.

Showrooms im Gangnam-Stil
Um den technologischen Erwartungen der koreanischen Nutzer gerecht zu werden, spielt auch das Erlebnis außerhalb des Fahrzeugs eine wichtige Rolle. Der Renault-Showroom in Gangnam ist dafür ein perfektes Beispiel: Er ist rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche geöffnet, bietet Fahrzeugberatungen mittels künstlicher Intelligenz sowie Online-Probefahrtsreservierungen an und verfügt sogar über ein Restaurant! Die Kunden können sich ihr Auto zudem nach Hause liefern lassen und so den Weg zum Autohaus sparen.
Diese Strategie schlägt eine Brücke zwischen der physischen und der digitalen Welt, indem sie den bequemen Online-Zugang (Recherche, Beratung) mit dem konkreten Erlebnis der Renault-Fahrzeuge auf den koreanischen Straßen verbindet.
In Südkorea stellt die Renault Group ihre Flexibilität unter Beweis. Gemeinsame Plattformen, lokale Partnerschaften, maßgeschneiderte Innovationen für den koreanischen Markt: Der Automobilhersteller erobert einen der anspruchsvollsten Märkte der Welt. Er begnügt sich keineswegs damit, dort lediglich präsent zu sein, sondern verfolgt eine erfolgreiche Strategie, die seine internationale Expansion vorantreibt.
Häufig gestellte Fragen
Warum ist Südkorea ein strategischer Markt für die Renault Group?
Denn es handelt sich um einen der wettbewerbsintensivsten Automobilmärkte der Welt, der von starken lokalen Akteuren und Kunden geprägt ist, die in Bezug auf Komfort, Geräuscharmut und Bordtechnologien sehr hohe Ansprüche stellen. Um sich dort durchzusetzen, sind tiefgreifende Anpassungen des Produkts und des Kundenerlebnisses erforderlich.
Das ist die Philosophie, von der sich die Renault Group in Südkorea leiten lässt: auf die Identität und das Know-how der französischen Marke zu setzen und gleichzeitig vor Ort Fahrzeuge zu entwickeln und zu produzieren, die auf die spezifischen Bedürfnisse der koreanischen Nutzer zugeschnitten sind.
Sie sind größer und wurden insbesondere im Hinblick auf Komfort und Akustik weiterentwickelt, wobei besonderes Augenmerk auf die Geräuscharmut im Innenraum, die wahrgenommene Qualität und die Fahrassistenzsysteme gelegt wurde.
Das Auto wird zu einem vollwertigen vernetzten Gerät: in Korea entwickelte Software, integrierte KI, Fern-Updates sowie Navigations- und Unterhaltungsdienste, die aus Partnerschaften mit lokalen Technologieunternehmen hervorgegangen sind.
Durch das Angebot eines „phygitalen“ Erlebnisses: rund um die Uhr geöffnete Hightech-Showrooms, KI-gestützte Beratung, Online-Probefahrtsbuchung und Fahrzeuglieferung nach Hause – vom Klick bis zu den belebten Straßen von Seoul.


