FuturGen Insight – Open Innovation: Kurs auf Mut

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Vicente Milanes

Innovation entsteht selten aus heiterem Himmel! Sie entwickelt sich Schritt für Schritt – mit Mut, Bescheidenheit, Ausdauer … und viel Zuhören.

Für Vicente Milanes, Direktor für Open Innovation bei der Renault Group, erfordert der Aufbau einer nachhaltigeren, vernetzteren und menschlicheren Mobilität, dass man Inspiration dort sucht, wo sie entsteht: in Ökosystemen, Start-ups, Regionen und Nutzungsgewohnheiten.

Ein „Start-up“-Modus zur Förderung der Agilität

Ein großer Konzern zu sein, ist eine Stärke. Wir verfügen über die Mittel, um Konzepte zu entwickeln, diese zu industrialisieren, in großem Maßstab umzusetzen und hochkarätiges Fachwissen zu mobilisieren.
Aber seien wir ehrlich: Schnelligkeit, Flexibilität und schnelle Experimente sind nicht immer das Vorrecht großer Konzerne.

Genau hier kommt Open Innovation voll zur Geltung. Durch die Zusammenarbeit mit mutigen Start-ups, führenden Forschungslabors, innovativen Hochschulen oder agilen Industriepartnern beschleunigen wir unseren Wandel.

Diese Partner helfen uns, neue Wege zu gehen, mit der Avantgarde Schritt zu halten und die Nutzungstrends von morgen zu antizipieren.

Aus diesem Grund unterstützen wir Initiativen wie den Grand Prix ACF AutoTech: um die zukünftigen Champions der Mobilität zu entdecken, zu fördern und ihnen zu mehr Erfolg zu verhelfen.

„Unsere Überzeugung ist einfach: Kein Unternehmen, egal welcher Größe, kann allein innovativ sein. Indem wir starke Verbindungen zu einem offenen und international verankerten Ökosystem knüpfen, schaffen wir Mehrwert – heute wie auch in Zukunft.“

Vicente Milanes

Technologiebeobachtung, um immer einen Schritt voraus zu sein

Technologiescouting – oder Technologiebeobachtung – ist unser Radar. Es ermöglicht uns, in einer sich ständig schneller entwickelnden technologischen Welt immer einen Schritt voraus zu sein.

Mithilfe leistungsstarker Instrumente – künstliche Intelligenz, Wissenschaftsbeobachtung, Patentanalyse – erkennen wir schwache Signale, antizipieren Umbrüche und identifizieren die wichtigsten Akteure.

Aber im Grunde genommen ist Scouting vor allem eine Haltung: die der Neugier, der Offenheit und des Wunsches, zu verstehen, was anderswo vor sich geht.

Genau diese Haltung ermöglicht es uns, eine Intuition in ein Projekt, eine Begegnung in eine Partnerschaft und eine Idee in eine konkrete Lösung für die Zukunft zu verwandeln.

Eine globale Vision, lokale Innovationszentren

Unsere Stärke in diesem Bereich liegt auch in unserer Fähigkeit, global zu denken und gleichzeitig lokal zu handeln. Heute stützt sich die Renault Group auf zahlreiche Innovationszentren weltweit, von denen jedes fest in seinem jeweiligen Ökosystem verankert ist:

  • Frankreich: Entwicklung von Elektrofahrzeugen, Automobiltechnik, Kreislaufwirtschaft, Forschungslabore für Software, SDV („Software Defined Vehicle“).
  • Brasilien und Argentinien: Kreativlabor, lokale Anpassung von Lösungen für nachhaltige Mobilität.
  • China: Neue Trends im Ökosystem der Elektrofahrzeuge und der Software.
  • Südkorea: KI-Schnittstellen, SDV, Partnerschaften im Bereich intelligente Mobilität.
  • Spanien: Erneuerbare Energien, Technologiebeobachtung und Validierung lokaler Konzepte.
  • Indien: Hackathons, Wettbewerbe für Start-ups, Kooperationsprojekte.
  • Israel: Cybersicherheit, intelligente Sensoren, KI und Software.
  • Marokko: Förderung des lokalen Produktionsökosystems.
  • Rumänien: Kreativlabor und Softwareentwicklung.
  • Türkei: Kooperationsprojekte, Unterstützung des lokalen Produktionsökosystems.

Diese Hubs ermöglichen es uns, Innovationen dort aufzugreifen, wo sie entstehen, sie schnell zu testen und weiterzuentwickeln. Sie ermöglichen es uns, eng mit lokalen Forschungsinstituten, Universitäten und den „Tech-Perlen“ des Landes zusammenzuarbeiten.

Immer mit dem Ziel, offen für dieses Innovationsökosystem zu sein, nehmen wir an den großen Tech-Veranstaltungen teil.

In den letzten Monaten waren wir beispielsweise gemeinsam mit der Software Republique auf der VivaTechnology 2025 in Paris, wo wir uns mit mehr als 50 Start-ups über so unterschiedliche Themen wie KI, Cybersicherheit oder Robotik ausgetauscht haben. Außerdem waren wir auf dem South Summit in Madrid, um die Schnittstellen zwischen Mobilität und neuen Technologien zu erkunden. Und auf der NextRise in Seoul, wo wir gemeinsam mit koreanischen Partnern unsere Vision vom vernetzten Auto vorgestellt haben!

Ein wissenschaftlicher Beirat, um jeden technologischen Wandel vorwegzunehmen

Innovation bedeutet auch, Abstand gewinnen zu können. Aus diesem Grund haben wir einen wissenschaftlichen Beirat eingerichtet, der sich aus hochkarätigen Experten aus Wissenschaft und Industrie zusammensetzt. Ihre Aufgabe? Uns dabei zu helfen, den Kurs zu halten, unsere Entscheidungen zu hinterfragen und große Umbrüche zu antizipieren. Er bietet einen objektiven und fundierten Blick von außen auf unsere strategischen Ausrichtungen im Bereich der Innovation und ist ein wertvoller Kompass in einer Welt, in der sich alles immer schneller dreht.

Eine Einladung zur gemeinsamen Innovation

Wie Sie sicher verstanden haben, bin ich von einer Sache überzeugt: Innovation ist ein Mannschaftssport. Sie lebt von unterschiedlichen Perspektiven, von konstruktiven Diskussionen und von aufrichtiger Zusammenarbeit. Deshalb möchte ich Sie hiermit einladen: Nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Ob Sie nun ein Start-up, ein Forscher, ein Ingenieur oder eine Institution sind – wir brauchen Sie.