Ein Blick hinter die Kulissen der Batterien der Zukunft im Technischen Zentrum in Lardy

Veröffentlicht am

In diesem neuen Innovationslabor für Batteriezellen erforschen die Ingenieure von Ampere Technologien, die die Batterien der Zukunft prägen werden. Angewandte Forschung trifft auf unternehmerischen Mut, um leistungsstärkere, nachhaltigere und erschwinglichere Lösungen zu entwickeln.

Ein Labor, um die Revolutionen im Bereich der Elektromobilität vorwegzunehmen

Hinter den Glaswänden des brandneuen Labors sind die Ingenieure in Schutzanzügen, Handschuhen und manchmal sogar mit Atemschutzmasken an den Prüfständen beschäftigt. Ihre Aufgabe: Prototypen der Batteriezellen von morgen zu entwickeln und deren Leistungsmerkmale zu ermitteln. Ihre Arbeit besteht darin, zu verstehen, wie jede Zelle unter realen Bedingungen reagiert: insbesondere ihre Lebensdauer, ihre Lade-/Entladegeschwindigkeit oder auch ihre thermische Stabilität.

Hier wird die Batterie zu einem echten Experimentierfeld. Dank mehr als 120 hochmodernen Anlagen, darunter ein 600 m² großer, feuchtigkeitsfreier Raum mit streng kontrollierter Luftfeuchtigkeit, können die Teams von Ampere, der auf Elektromobilität spezialisierten Einheit der Renault Group, Batteriezellen unter realen Einsatzbedingungen prototypisieren, charakterisieren und analysieren. Temperatur, Stabilität, Lebensdauer: Den Sensoren entgeht nichts.

Josep Maria RECASENS

„Mit diesem neuen Labor bekräftigt Ampere seine Rolle innerhalb der Gruppe. Unsere Aufgabe ist es, bahnbrechende Technologien zu erforschen, die richtigen Partner zu finden und die technologischen Entscheidungen zu treffen, die morgen den Unterschied ausmachen werden.“

Josep Maria Recasens

CEO, Ampere

Dieses Labor hat die Aufgabe, vielversprechende Innovationen zu identifizieren, neue chemische Verfahren zu testen und potenzielle strategische Partner zu bewerten. Der E-Tech-Campus der ReKnow University, ein künftiges Ausbildungszentrum für Elektrofahrzeugtechnologien, vervollständigt dieses Ökosystem rund um die Elektrifizierung von Fahrzeugen in Lardy. In einem Bereich, in dem sich die Technologie rasant weiterentwickelt, macht die Fähigkeit, disruptive Veränderungen zu antizipieren, den entscheidenden Unterschied aus.

Philippe Brunet

„Ein eigenes Labor für Batteriezellinnovation zu haben, ist ein bedeutender Fortschritt für unsere Entwicklungsabteilung. Zusammen mit dem E-Tech-Campus spielen sie eine Schlüsselrolle bei unserem Bestreben, eine Entwicklungsabteilung auf dem neuesten Stand der Technik zu haben.“

Philippe Brunet

Chief Technology Officer, Renault Group

Im Herzen der Materie: wo Chemie auf Leistung trifft

Heute dominieren zwei Chemien den Batteriemarkt: NMC-Batterien (Nickel-Mangan-Kobalt), die wegen ihrer hohen Energiedichte geschätzt werden, und LFP-Batterien (Lithium-Eisen-Phosphat), die kostengünstiger und thermisch stabiler sind. Ampere verfolgt diese beiden Wege parallel, mit einer einfachen Idee: das perfekte Gleichgewicht zwischen Leistung, Kosten und Nachhaltigkeit zu finden. Es steht enorm viel auf dem Spiel, da die Batteriechemie heute drei Viertel der Batteriekosten ausmacht, die wiederum 30 bis 50 % der Gesamtkosten eines Elektrofahrzeugs ausmachen.

Nicolas Racquet

„Das Innovationslabor für Batteriezellen ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Batteriestrategie. Es wird uns ermöglichen, leistungsfähiger zu werden und unsere Bewertungskapazitäten durch eine verstärkte Zusammenarbeit mit unseren Partnern auszubauen.“

Nicolas Racquet

Leiter der Abteilung für Elektrofahrzeugtechnik, Ampere

Dank seiner Anlagen zur Prototypenentwicklung und Charakterisierung wird das Labor die Möglichkeit bieten, die tatsächliche Leistungsfähigkeit verschiedener chemischer Zusammensetzungen zu bewerten, indem ihr Verhalten bei intensiven Lade- und Entladezyklen beobachtet wird. Diese Datenanalysen sind nicht nur einfache Tests: Sie sind technologische Wegweiser. Sie geben Ampere und der Gruppe die Richtung vor, um die für jeden Anwendungszweck am besten geeigneten Batterien zu entwickeln.

Ein weiteres Ziel: die Innovation voranzutreiben. In nur wenigen Monaten können die Ingenieure in Lardy die vielversprechendsten Technologien validieren und für die industrielle Fertigung vorbereiten, indem sie eng mit den Partnern der Gruppe zusammenarbeiten.

Und schon richten die Teams ihren Blick weiter in die Zukunft: auf „kobaltfreie“ Chemien und Festkörperbatterien, die die Energiedichte bis 2030 verdoppeln könnten. Diese Technologien befinden sich noch in der Entwicklung, doch das Ampere-Labor hat es sich zur Aufgabe gemacht, sie bereits heute zu erforschen. In Lardy wartet die Zukunft der Batterie nicht bis 2030: Sie hat bereits begonnen, sich aufzuladen.

Lardy, ein Ort der Innovation und der Weitergabe

Das 1951 gegründete Technische Zentrum in Lardy, das ursprünglich auf Verbrennungsmotoren spezialisiert war, hat einen vollständigen Wandel vollzogen: Heute ist es ein Referenzstandort für die Entwicklung und Validierung elektrifizierter Antriebsstränge für die Fahrzeuge des Konzerns. Dieser Wandel wurde durch massive Investitionen in Ausrüstung, Ausbildung und Innovation ermöglicht. Das Innovationslabor für Batteriezellen ist Teil dieser Dynamik, ebenso wie der E-Tech-Campus, der bald seine Pforten öffnen wird, um die Ingenieure und Techniker für die Elektrofahrzeuge von morgen auszubilden.

Lardy hat sich zu einem umfassenden Ökosystem entwickelt: Forschung, Experimentieren und Ausbildung gehen hier Hand in Hand, um die Elektromobilität voranzubringen. Und genau hier, im Herzen des Departements Essonne, werden nun die Lösungen entwickelt, die die Elektrofahrzeuge von morgen antreiben werden.

Ein Funke für die Zukunft

Das „Laboratoire Innovation Cellule Batterie“ von Ampere ist weit mehr als nur ein neuer technischer Standort: Es ist ein starkes Signal andie Automobilindustrie. Das Signal eines Konzerns, der in Wissen, technologische Kompetenz und die Weiterentwicklung von Fachkenntnissen investiert.
Im Technischen Zentrum in Lardy entwickeln Ingenieure und Forscher heute die Batterien, die die Elektromobilität von morgen zugänglicher, leistungsfähiger und nachhaltiger machen werden.