Die Renault Group setzt auf die Vielseitigkeit ihres Werks in Busan
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Artikelzusammenfassung

Die Investitionen in einehochtechnologische und auf verschiedene Energiequellen ausgerichteteProduktionmachendas Werk in Busan, Südkorea,zueinem strategischenKnotenpunkt.
Zusammenfassung
Das Werk der Renault Group in Busan, Südkorea, gilt als Vorbild für die Automobilproduktion, das Flexibilität und Spitzentechnologie vereint.
- Vielseitigkeit bei verschiedenen Antriebsarten: eine einzige Fertigungslinie für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, Hybrid- und Elektroantrieb.
- Maximierte Produktivität: 881 Roboter und AMR (autonome mobile Roboter) ermöglichen die Montage von 55 Fahrzeugen pro Stunde.
- KI-gesteuerte Qualität: 400 durch künstliche Intelligenz unterstützte Sichtkontrollpunkte erkennen jede Abweichung in Echtzeit.
Das größte Produktionswerk der Renault Group in Asien befindet sich in Busan, der zweitgrößten Stadt Südkoreas, und gilt aufgrund seiner Leistungsbilanz als Vorzeigewerk. Seit 25 Jahren ist dieses Werk eine strategische Drehscheibe, nicht nur für den Konzern in Korea, sondern auch für seine weltweiten Exporte.
In einem sich ständig wandelnden Automobilmarkt (Verbraucherpräferenzen, Vorschriften usw.) liegt die größte Stärke des Werks in Busan in seiner bemerkenswerten Vielseitigkeit. Durch Investitionen in modernste Produktionstechnologien und die Entwicklung neuer Technologien ist die Renault Group in der Lage, die Herausforderungen zu meistern, denen sich Automobilhersteller in Korea und darüber hinaus gegenübersehen.
„Wir sind in der Lage, eine große Modellvielfalt auf einer einzigen Fertigungslinie herzustellen. Wir verfügen über die Kompetenzen, die Anlagen und das Know-how, um auch bei einer großen Vielfalt auf den Premium-Märkten ein optimales Qualitätsniveau zu gewährleisten.“

Multi-Energie: der entscheidende Vorteil
Wie sieht Vielseitigkeit im Jahr 2026 aus? Im Werk in Busan bedeutet dies, dass dort Fahrzeuge nicht nur mit Verbrennungsmotoren, sondern auch mit Hybridantrieben und sogar mit rein elektrischen Antriebssträngen auf ein und derselben Montagelinie produziert werden können!
Diese „Multi-Energie“-Produktionskapazität bedeutet eine echte organisatorische Umstellung, da sie es ermöglicht, die Fahrzeugproduktion zu steigern, um den spezifischen Anforderungen jedes einzelnen Marktes gerecht zu werden, ohne die bestehenden Produktionspläne zu stören oder zu unterbrechen.
Die Nutzung dieser Kombination aus Verbrennungs-, Hybrid- und Elektroantrieb wird durch die vollständige Integration der Karosseriewerkstatt des Werks ermöglicht. Mit bis zu acht Modellen auf vier verschiedenen Plattformen, die auf einer einzigen Fertigungslinie produziert werden, ebnet diese Flexibilität den Weg für internationale Partnerschaften und positioniert Busan an der Spitze der globalen Strategie des Konzerns. Das Werk ist perfekt darauf ausgelegt, Benzin- und Hybrid-Crossover verschiedener Größen wie den Grand Koleos und den Filante zu produzieren und gleichzeitig das zu 100 % elektrisch betriebene Modell Polestar 4 zu integrieren.
„Wir verfügen über eine große Vielfalt, von der Limousine bis zum SUV, vom C- bis zum E-Segment und von Hybridfahrzeugen bis hin zu reinen Elektrofahrzeugen“, erklärt Haejin Lee. „Aus Gründen der Effizienz steuern wir diese Vielfalt über eine einzige gemeinsame Produktionslinie.“
Flüssigkeit steht an erster Stelle
Das Herzstück der Produktion in Busan bildet eine einzigartige Fertigungslinie, auf der Karosserien und Fahrgestelle unabhängig von der Motorisierung montiert werden. Hier wird das Fachwissen der Mitarbeiter mit 881 automatisierten Robotern kombiniert, die im Rahmen des intelligenten Montagesystems an ihrer Seite arbeiten. Dank dieses Verfahrens kann das Werk bis zu 55 Fahrzeuge pro Stunde produzieren.
Die Fertigungslinie selbst stützt sich auf hochmoderne autonome Systeme, die parallel zu den Produktionsmethoden entwickelt wurden. Dazu gehört eine Flotte autonomer mobiler Roboter (AMR), die für die Lieferung von Bauteilen im gesamten Werk sorgen. Sie verbessern nicht nur die Gesamteffizienz, sondern erhöhen auch die Sicherheit, indem sie den Gabelstaplerverkehr auf dem Gelände überflüssig machen und so die Mitarbeiter vor Verletzungsrisiken schützen. Busan ist der erste Standort der Renault Group, an dem diese Tools zum Einsatz kommen. Sie sollen schrittweise weltweit eingeführt werden, wobei bis 2027 mehr als 500 AMR in den Werken der Gruppe vorgesehen sind.

Augen mit künstlicher Intelligenz
Auch die Qualitätskontrolle profitierte von den Investitionen des Konzerns in Hightech-Systeme. Ein Verfahren zur Drehmomentkontrolle überprüft beispielsweise, ob die wichtigsten Befestigungselemente gemäß den vorgeschriebenen Spezifikationen angezogen wurden, und kann die Produktionslinie sogar anhalten, wenn eine Abweichung festgestellt wird, die die Sicherheit beeinträchtigen könnte. Andere überprüfen die Kabelbäume jedes Fahrzeugs auf mögliche Mängel oder kalibrieren die elektronischen Steuergeräte (ECU) und konfigurieren sie für jedes spezifische Modell.
Visuelle Hilfsmittel spielen in Busan eine immer wichtigere Rolle. Einfache Lösungen, wie die Integration einer Kamera am Roboterarm, der die 12-Volt-Batterie unter der Motorhaube eines Autos einbaut, erweisen sich als besonders wirksam, um bei jedem Arbeitsschritt höchste Präzision zu gewährleisten.
Das Werk in Busan setzt bei seinen Sichtprüfungen ebenfalls künstliche Intelligenz ein. Diese bildbasierten Verfahren kommen derzeit an 400 Prüfpunkten entlang der gesamten Produktionslinie zum Einsatz – eine Zahl, die sich bis 2027 fast verdreifachen dürfte. Hochauflösende Kameras vergleichen die Bilder der produzierten Fahrzeuge mit ihren Konstruktionsmodellen, wodurch mithilfe der KI alle Anomalien, Mängel oder Schäden identifiziert werden können, die wichtige Aspekte des Fahrzeugs beeinträchtigen könnten.
Die Sichtprüfungen sind nach Komponenten und spezifischen Systemen unterteilt: So gibt es beispielsweise allein für die Türen 116 Prüfpunkte, die von 24 KI-gestützten Bildverarbeitungskameras abgedeckt werden. Überwachungskameras identifizieren jeden festgestellten Fehler und verfolgen dessen Ursprung zurück.
Kein Fahrer? Kein Problem!
Viele der Erkenntnisse, die die Renault Group beim Einsatz autonomer Systeme und KI in ihrem Werk in Busan gewonnen hat, finden nun auch außerhalb des Werksgeländes Anwendung. Um den Transport der montierten Fahrzeuge von einem Punkt zum anderen auf dem Gelände zu optimieren, geht der Konzern schrittweise davon ab, diese Aufgabe menschlichen Fahrern zu übertragen. Die Fahrerassistenztechnologien, die bereits in bestimmten Modellen wie dem Grand Koleos vorhanden sind, übernehmen nun diese Aufgabe.
Mithilfe der Frontkamera und der Parksensoren ermöglicht ein Pilotprogramm, das in Zusammenarbeit mit Valeo entwickelt wurde, dem Grand Koleos, Straßenmarkierungen und Geschwindigkeitsbegrenzungsschilder zu erkennen, bei Bedarf automatisch zu wenden und selbstständig einzuparken. In der Praxis fungiert dieses System als „autonomer Parkservice“ und beschleunigt und optimiert den Verkehrsfluss auf dem Gelände.
Das System befindet sich derzeit in der Testphase und ebnet den Weg für Versuche im Bereich der Fernsteuerung. Im Rahmen eines gemeinsam mit Katech durchgeführten Forschungsprogramms werden die betreffenden Fahrzeuge zusätzlich zu ihren autonomen Systemen mit Fernsteuerungsfunktionen ausgestattet, wodurch der Bedarf an Ersatzfahrern im Falle eines Sensorausfalls verringert wird.
Die Zukunft gestalten
Der Weg in die Zukunft baut auf den Maßnahmen auf, die heute ergriffen werden. Während der weltweite Export nach wie vor ein Eckpfeiler der internationalen Strategie der Renault Group ist, stärkt das Werk in Busan durch den Einsatz autonomer Technologien und unter Einbeziehung künstlicher Intelligenz die Qualität und Produktivität der Fahrzeuge von morgen und festigt damit seine Position als wichtiger Standort der Automobilgruppe.
Häufig gestellte Fragen
Was zeichnet das Werk in Busan aus?
Ihre Vielseitigkeit: Auf einer einzigen Fertigungslinie werden Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, Hybrid- und Elektrofahrzeuge auf vier verschiedenen Plattformen und bis zu acht Modelle gleichzeitig produziert.
Die Produktionsanlage kann bis zu 55 Fahrzeuge pro Stunde montieren.
Ein autonomer mobiler Roboter (AMR), der Bauteile im Werk transportiert, Gabelstapler ersetzt und das Unfallrisiko verringert. Das Werk in Busan ist das erste Renault-Werk, in dem diese Roboter zum Einsatz kommen; bis 2027 sollen weltweit mehr als 500 AMR eingesetzt werden.
Hochauflösende Kameras, kombiniert mit künstlicher Intelligenz, vergleichen die produzierten Fahrzeuge in Echtzeit mit ihren Konstruktionsvorlagen, um etwaige Abweichungen oder Schäden zu erkennen.


