Autorecycling: Ressourcen schonen und unsere Umweltbelastung verringern
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Teile und Materialien aus unseren Altfahrzeugen werden recycelt und fließen in die Herstellung neuer Autos ein. Dies ist ein wichtiger Schwerpunkt der Umweltstrategie des Konzerns, um den Verbrauch natürlicher Ressourcen zu begrenzen und die durch die Geschäftstätigkeit des Unternehmens verursachten Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Und so funktioniert es.
Ihr habt gemeinsam so einiges erlebt, seid gemeinsam über die Straßen gefahren, habt Momente des Lebens geteilt – aber nun ja, ihr müsst euch wohl damit abfinden: Nach all den Jahren treuer Dienste ist euer geliebtes Auto reif für die Verschrottung … Aber ist das wirklich das Ende? Gibt es ein zweites Leben für unsere Reisebegleiter? Die Antwort lautet: Ja. Dank des Recyclings, einem unverzichtbaren Schritt inder Kreislaufwirtschaft der Automobilbranche, können die alten Materialien wieder in die Herstellung neuer Autos einfließen.
Wie läuft das Recycling eines Autos ab? Was sind die wichtigsten Schritte? Wie können wir unsere alten Autos zu einer Ressource machen? Wie sieht es bei Elektrofahrzeugen aus?
Ein Rückblick auf die Strategie der Renault Group im Bereich des Autorecyclings.

Das Autorecycling – ein entscheidender Schritt in der Kreislaufwirtschaft im Automobilsektor
Die Kreislaufwirtschaft ist ein zentraler Schwerpunkt unserer Umweltstrategie. Um unsere Umweltbelastung zu verringern, ergreifen wir in jeder Phase des Fahrzeuglebenszyklus Maßnahmen: Wir senken den Ressourcenverbrauch, reduzieren die Anzahl der für die Herstellung unserer Fahrzeuge benötigten Teile und Materialien und verlängern die Lebensdauer unserer Produkte durch Reparaturen – einschließlich der Reparatur von Batterien in Elektroautos –, bevor die Fahrzeuge am Ende ihrer Lebensdauer dem Recycling zugeführt werden.
Die Renault Group ist für die Entsorgung der Altfahrzeuge ihrer Marken zuständig
Ein Altfahrzeug (AF) bezeichnet nämlich ein Auto, das das Ende seiner Lebensdauer erreicht hat, sei es, weil es nicht mehr verkehrstauglich ist – wie beispielsweise Unfallwagen –, sei es, weil seine Instandsetzung wirtschaftlich nicht rentabel ist. Da es somit als Abfall gilt, stellt sein Recycling eine große ökologische Herausforderung dar, da dadurch die Teile und Materialien, aus denen das Auto besteht, verwertet werden und ein zweites Leben erhalten, aber auch der Abbau neuer Rohstoffe eingeschränkt wird. Während auf europäischer Ebene die Altfahrzeugrichtlinie derzeit überarbeitet wird, wird die Entsorgung von Altfahrzeugen in Frankreich durch das Agec-Gesetz (Gesetz gegen Verschwendung und für die Kreislaufwirtschaft) geregelt. Diese Regelung hat im Jahr 2024 die erweiterte Herstellerverantwortung (EHR) eingeführt, d. h. die Verantwortung des Automobilherstellers.
Die Renault Group ist fortan für die Entsorgung von Altfahrzeugen aller ihrer Marken verantwortlich. Konkret stützt sich das Unternehmen dabei auf seine auf die Kreislaufwirtschaft im Automobilbereich spezialisierte Tochtergesellschaft „The Future Is Neutral“, die über ein ganzes Netzwerk von Partnern und Tochtergesellschaften verfügt, die über Fachwissen in jeder Phase des Recyclingprozesses verfügen.
Sammeln, aufbereiten, wiederverwenden, recyceln
Als erster Schritt bei der Verwertung von Altfahrzeugen erfolgt die kostenlose Abholung unserer Fahrzeuge flächendeckend in ganz Frankreich. Indra, eine Tochtergesellschaft von The Future Is Neutral, hat über ihre spezielle Website „Goodbye Car“ einen Abholservice für Privatpersonen entwickelt. Diese Fahrzeuge, zu denen auch Autos aus Werkstätten, von Versicherungsgesellschaften usw. hinzukommen, werden anschließend zu zugelassenen Altfahrzeugzentren – also regelrechten Autoverwertungsbetrieben – transportiert, um dort gereinigt, von Schadstoffen befreit und anschließend zerlegt zu werden. Noch funktionsfähige Teile werden ausgebaut und in den After-Sales-Kreislauf geleitet, die Materialien werden recycelt. Im Jahr 2023 wurden so 400.000 Altfahrzeuge von den rund 350 von Indra betriebenen Demontagezentren verarbeitet, wodurch die Wiederverwendung und das Recycling von mehr als 440.000 Tonnen Material ermöglicht wurde.

Die Herausforderung des geschlossenen Kreislaufs beim Autorecycling – vom Auto zum Auto
Zwar gibt es das Autorecycling schon seit vielen Jahren, doch für einen Hersteller wie die Renault Group besteht die Herausforderung darin, recycelte Automobilwerkstoffe wieder in die Produktion von Neuwagen einzubringen. Da der CO₂-Fußabdruck eines recycelten Werkstoffs geringer ist als der eines Neuwerkstoffs, ist die Verwendung von Recyclingmaterial sowohl Teil unserer Strategie zur Dekarbonisierung als auch zum Schutz der Ressourcen unseres Planeten. In den letzten Jahren hat die Renault Group daher mehrere geschlossene Materialkreisläufe entwickelt, die vom Auto zum Auto führen. GAIA, eine weitere Tochtergesellschaft von „The Future Is Neutral“, betreibt solche Kreisläufe für Kupfer, Kunststoff und Platinmetalle – diese Edelmetalle sind Bestandteile von Auspuffanlagen.
Das Recycling von Batterien wird bis zum Jahr 2030 unverzichtbar werden
Im Zuge der Energiewende und der zunehmenden Verbreitung von Elektrofahrzeugen wird auch das Recycling von Batterien unverzichtbar werden. Zumal es den Herstellern dadurch möglich sein wird, einen Teil der für die Herstellung neuer Batterien benötigten strategischen Metalle selbst zu sichern. Schätzungen zufolge dürfte die Menge an Altbatterien ab den Jahren 2030–2035 zunehmen.
Unseren Fahrzeugen und deren Batterien ein zweites Leben zu schenken, ist also bereits Realität. Wer weiß also, vielleicht sitzen Sie am Steuer Ihres neuen Autos ganz bequem auf einem Sitz, dessen Bezug aus den Resten der Sicherheitsgurte Ihres guten alten Wagens hergestellt wurde …


