Künstler, Komponist und Autor, Pionier der elektronischen Musik und Technikbegeisterter, Jean-Michel Jarre arbeitet für Renault daran, in Zusammenarbeit mit dem Ircam und den Sounddesign-Teams des Renault Group zwei Arten von Klängen für die zukünftigen Elektrofahrzeuge der Marke zu entwickeln: den VSP (Vehicle Sound for Pedestrians), einen Warnton für den Außenbereich bei niedrigen Geschwindigkeiten, um Fußgänger zu warnen, und den Klang der Begrüßungssequenz, der ertönt, wenn man in das Fahrzeug einsteigt.
Die Serie „Hinter den Kulissen des Sounddesigns“ gewährt Einblicke in die Arbeit hinter den Kulissen und zeigt den Beitrag von Jean-Michel Jarre sowohl als Kreativer als auch als Ingenieur. Sie hebt eine außergewöhnliche Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten hervor und erläutert die zahlreichen Herausforderungen des Sounddesigns im Vorfeld der Vorstellung dieser Klänge im nächsten Elektrofahrzeug von Renault.
Diese dritte Folge führt uns auf die Parkplätze und in die Gänge des Renault Technocenters in Guyancourt, wo die ersten Hörtests der entwickelten Klänge „unter realen Bedingungen“ stattfinden. So kann die Auswahl verfeinert und der Klang ausgewählt werden, der Luca de Meo präsentiert werden soll.
Von der Renault Group
Jacken, Daunenjacken und Schals sind angesagt. Mitten im Winter ist es im Großraum Paris kalt und feucht, und die Aussicht, tief unten in einer Tiefgarage arbeiten zu müssen, würde wohl kaum jemanden begeistern. Außer den Sounddesign-Teams der Renault Group und des Ircam, die sich erneut unter der Leitung von Jean-Michel Jarre im Technocentre von Guyancourt zu einer etwas besonderen Arbeitssitzung versammelt haben. Dabei geht es darum, die verschiedenen VSP-Klänge, die gerade entstehen, „unter realen Bedingungen“ bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten anzuhören, um sie zu verfeinern und anschließend auszuwählen oder zu verwerfen.
Vorwärts, rückwärts, bei 15 km/h, bei 30 km/h, während der Fahrt, beim Parken usw.: Der Mégane E-Tech electric, der als Testfahrzeug dient, hat alle Hände voll zu tun. Bei manchen Hörtests sind die Gesichter zwar manchmal skeptisch, doch das Team ist zufrieden: Die entwickelten Klänge gehen in die richtige Richtung, nämlich hin zu einem Gleichgewicht zwischen Wohlwollen und Wachsamkeit.
Wir haben verschiedene Klangvarianten ausprobiert und diese dann nach und nach aussortiert. Anschließend hat das Team die verbleibenden Klänge optimiert, um schließlich einen einzigen auszuwählen, der alle überzeugt hat.
Diese Auswahl erfolgte nach einer weiteren Hörprobe, diesmal „unter freiem Himmel“ in den Gängen des Technocenters. Sogar Laurens van den Acker, Chief Design Officer der Renault Group, war vor Ort, um seine Meinung zu äußern und an der Beratung teilzunehmen.
Der Klang, der als VSP für die zukünftigen Elektrofahrzeuge von Renault ausgewählt wurde, musste noch zwei Hürden nehmen: die behördliche Zulassung und die abschließende Freigabe durch Luca de Meo. Bei dieser Sitzung wird auch der Klang der Begrüßungssequenz an Bord der Fahrzeuge freigegeben, an dem parallel gearbeitet wurde.