Hinter den Kulissen des Sounddesigns mit Jean-Michel Jarre: die Dokumentation

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Als Künstler, Komponist und Autor, Pionier der elektronischen Musik und Technikbegeisterter arbeitet Jean-Michel Jarre eng mit Renault zusammen, um das bestmögliche Klangerlebnis in den neuen Fahrzeugen der Marke zu entwickeln. Eines seiner ersten Projekte war die Entwicklung – in Zusammenarbeit mit dem Ircam und den Sounddesign-Teams des Renault Group – von zwei Arten von Klängen für die Elektro- und Hybridmodelle von Renault: das VSP (Vehicle Sound for Pedestrians), ein Warnsignal für den Außenbereich bei niedrigen Geschwindigkeiten, um Fußgänger zu warnen, und der Klang der Begrüßungssequenz, der ertönt, wenn man in das Fahrzeug einsteigt.Der Dokumentarfilm „Hinter den Kulissen des Sounddesigns“ wirft einen Blick auf die Hintergründe der geleisteten Arbeit und zeigt den Beitrag von Jean-Michel Jarre sowohl als Kreativer als auch als Ingenieur. Sie hebt eine außergewöhnliche Zusammenarbeit hervor und erläutert die zahlreichen Herausforderungen des Sounddesigns, von den ersten Überlegungen bis hin zur Enthüllung dieser Klänge im Scénic E-Tech electric anlässlich der Münchner Automobilmesse 2023.

Von Emmanuel Genty

Das Motorengeräusch, das Piepen der Blinker, die Signaltöne des Displays oder auch die Audioübertragung im Innenraum … Seit mehreren Jahrzehnten berücksichtigt Renault bereits bei der Entwicklung seiner Modelle die Anforderungen des Sounddesigns. Das ist nur logisch für eine Marke, für die technologische Innovationen einen „menschlichen Mehrwert“ bieten müssen. Ein Ansatz im Dienste der Kunden und der Gesellschaft.

Seit über 30 Jahren legt Renault großen Wert darauf, „Autos zum Genießen“ zu bauen. Es liegt also in unserer DNA, uns um unsere Kunden zu kümmern und ihnen das bestmögliche Klangerlebnis zu bieten.

Fabrice Cambolive

CEO der Marke Renault

Sich mit den Besten umgeben

Mit dem Aufkommen der ersten Elektrofahrzeuge hat das Thema Sounddesign ein neues Anwendungsgebiet gefunden. Da kein Motorengeräusch zu hören ist, stellt sich die Frage: Wie lässt sich dieser Klang „erfinden“? So stellte Renault bereits 2010 mit dem Konzeptfahrzeug DeZir einen „VSP-Sound“ (Vehicle Sound for Pedestrians, ein Warnsignal bei niedriger Geschwindigkeit zur Warnung von Fußgängern) vor, der bald mit dem ZOE auf den Straßen zu hören sein sollte.

Die Entwicklung eines solchen Klangs – ebenso wie aller anderen Klänge, beispielsweise der Begrüßungssequenz an Bord der Fahrzeuge – birgt für eine Marke wie Renault große Herausforderungen: Das Sounddesign soll der Sicherheit und der akustischen Umweltfreundlichkeit dienen, um das Leben in der Stadt harmonischer zu gestalten, aber auch ein einladendes und menschliches Fahrerlebnis bieten, das dem Image der Marke entspricht. Technologie, um die Beziehung zwischen Fahrer und Fahrzeug menschlicher zu gestalten.

Zu diesem Zweck arbeiten die Sounddesign-Teams von Renault bereits seit Langem mit Partnern wie dem Ircam (Institut de recherche et coordination acoustique musique, Paris) und dem Komponisten Andrea Cera zusammen. Zu dieser Liste ist kürzlich auch Jean-Michel Jarre hinzugekommen.

Ein eindringliches Klangerlebnis

Sein Ziel: Renault dabei zu unterstützen, das bestmögliche Klangerlebnis an Bord seiner neuen Fahrzeuge – ob vollelektrisch oder als Hybrid – zu entwickeln. Ein immersives, multisensorisches und äußerst hochwertiges Erlebnis, damit man sich im Auto wie im eigenen Wohnzimmer fühlt. Zum Beispiel durch die Entwicklung der über das Multimediasystem angebotenen Musikstimmungen, darunter ein brandneuer „Podcast“-Modus, der speziell für diese Art von Quellen konzipiert wurde. Die Idee war zudem, durch einen neuen VSP-Sound und neue Begrüßungssequenzen eine einfühlsame Klangsignatur zu schaffen, die eher Mobilität als Geschwindigkeit und Leistung zum Ausdruck bringt.

Diese Begegnung zwischen der Welt der Klangkunst von Jean-Michel Jarre und der Welt der Elektrofahrzeuge von Renault bot der Marke die Gelegenheit, sich von anderen abzuheben und ihre Identität in einem neuen Ausdrucksbereich zu bekräftigen, der bislang kaum erforscht und genutzt wurde.