Als Künstler, Komponist und Autor, Pionier der elektronischen Musik und Technikbegeisterter arbeitet Jean-Michel Jarre eng mit Renault zusammen, um das bestmögliche Klangerlebnis in den neuen Fahrzeugen der Marke zu entwickeln. Eines seiner ersten Projekte war die Entwicklung von zwei Arten von Klängen für die Elektro- und Hybridmodelle von Renault in Zusammenarbeit mit dem Ircam und den Sounddesign-Teams des Renault Group: das VSP (Vehicle Sound for Pedestrians), ein Warnsignal für Fußgänger bei niedrigen Geschwindigkeiten, sowie der Begrüßungssound, der beim Einsteigen in das Fahrzeug ertönt.Der Dokumentarfilm „Hinter den Kulissen des Sounddesigns“ beleuchtet die Hintergründe der geleisteten Arbeit und zeigt den Beitrag von Jean-Michel Jarre sowohl als Schöpfer als auch als Ingenieur. Sie hebt eine außergewöhnliche menschliche Zusammenarbeit hervor und erläutert die zahlreichen Herausforderungen des Sounddesigns, von den ersten Überlegungen bis zur Enthüllung dieser Klänge im Scénic E-Tech electric anlässlich der Messe in München 2023.
Von Emmanuel Genty
Das Motorengeräusch, das Piepen der Blinker, die Signaltöne des Displays oder auch die Tonwiedergabe im Innenraum… Seit mehreren Jahrzehnten berücksichtigt Renault bei der Entwicklung seiner Modelle bereits die Anforderungen des Sounddesigns. Das ist nur logisch für eine Marke, für die technologische Innovationen einen „menschlichen Mehrwert“ bieten müssen. Ein Ansatz im Dienste der Kunden und der Gesellschaft.
Foto: Stephane Sby Balmy
Seit über 30 Jahren legt Renault großen Wert darauf, „Autos zum Genießen“ zu bauen. Es liegt uns daher im Blut, uns um unsere Kunden zu kümmern und ihnen das bestmögliche Klangerlebnis zu bieten.
Sich mit den Besten umgeben
Mit dem Aufkommen der ersten Elektrofahrzeuge hat das Thema Sounddesign ein neues Anwendungsgebiet gefunden. Da kein Motorengeräusch zu hören ist, stellt sich die Frage: Wie lässt sich dieser Klang „erfinden“? So hat Renault bereits 2010 mit dem Konzeptfahrzeug DeZir einen „VSP-Sound“ (Vehicle Sound for Pedestrians, ein Warnsignal bei niedriger Geschwindigkeit zur Warnung von Fußgängern) vorgestellt, der bald mit dem ZOE auf den Straßen zu hören sein sollte.
Die Entwicklung eines solchen Klangs sowie aller anderen Klänge, wie beispielsweise der Begrüßungssequenz an Bord der Fahrzeuge, birgt für eine Marke wie Renault große Herausforderungen: Das Sounddesign soll im Dienste der Sicherheit und der akustischen Umweltfreundlichkeit stehen, um das Leben in der Stadt harmonischer zu gestalten, aber auch ein einladendes und menschliches Fahrerlebnis bieten, das dem Image der Marke entspricht. Technologie, um die Beziehung zwischen Fahrer und Fahrzeug menschlicher zu gestalten.
Zu diesem Zweck arbeiten die Sounddesign-Teams von Renault seit langem mit Partnern wie dem Ircam (Institut de recherche et de coordination acoustique/musique, Paris) und dem Komponisten Andrea Cera zusammen. Zu dieser Liste ist kürzlich auch Jean-Michel Jarre hinzugekommen.
Ein beeindruckendes Klangerlebnis
Sein Ziel: Renault dabei zu unterstützen, das bestmögliche Klangerlebnis an Bord seiner neuen Elektro- und Hybridfahrzeuge zu entwickeln. Ein immersives, multisensorisches und äußerst hochwertiges Erlebnis, damit man sich im Auto wie im eigenen Wohnzimmer fühlt. Zum Beispiel durch die Entwicklung der über das Multimediasystem angebotenen Musikstimmungen, darunter ein brandneuer „Podcast“-Modus, der speziell für diese Art von Quellen konzipiert wurde. Die Idee war auch, durch einen neuen VSP-Sound und neue Begrüßungssequenzen eine einfühlsame Klangsignatur zu schaffen, die eher Mobilität als Geschwindigkeit und Leistung zum Ausdruck bringt.
Diese Begegnung zwischen der Welt der Klangkunst von Jean-Michel Jarre und der Welt der Elektrofahrzeuge von Renault bot der Marke die Gelegenheit, sich von anderen abzuheben und ihre Identität in einem neuen Ausdrucksbereich zu bekräftigen, der bislang kaum erkundet und genutzt wurde.