Das Renault-Logo ist in der Stiftung zu sehen
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Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des „Losange“ präsentiert die Renault Group in der Fondation Vasarely in Aix-en-Provence die Ausstellung „Dialogues avec le Losange“. Die Ausstellung ist vom 31. Oktober 2025 bis zum 3. Mai 2026 zu sehen und vereint drei zeitgenössische Künstler rund um das Werk von Victor Vasarely. Ein Projekt, das Teil einer langen Geschichte ist: der Geschichte eines Automobilherstellers, der seit fast einem Jahrhundert eine enge Verbindung zu Künstlern und dem zeitgenössischen Kunstschaffen pflegt.
Eine Kunstgeschichte, die eng mit der Industrie verbunden ist
Bei Renault beginnt die Kunstgeschichte weder in einem Museum noch in einem Sitzungssaal. Sie beginnt in einer Fabrik. In den 1930er Jahren fotografierte Robert Doisneau den Alltag in Billancourt. Später schuf Arman Kompositionen aus in der Fabrik gesammelten Autoteilen, Erró verschmolz Meisterwerke mit Fragmenten eines Renault 5, und Victor Vasarely gestaltete 1972 das Rautenlogo von Renault neu. All diese Kooperationen haben eine einzigartige Sammlung geprägt, die aus dem Dialog zwischen Kunst und Industrie entstanden ist.
Die Renault Group hat beschlossen, diese Tradition fortzusetzen und im Jahr 2024 den Renault-Fonds für Kunst und Kultur ins Leben zu rufen. Das Ziel: dieses Erbe zu bewahren und gleichzeitig die zeitgenössische Kunst, insbesondere die urbane Kunst, im Geiste der Weitergabe und des Experimentierens zu fördern.

„Die Kunst bei Renault ist seit jeher im Austausch entstanden. Die Künstler kommen, um mit unseren Teams zusammenzuarbeiten – an Produktionsstätten und unter realen Bedingungen. Das macht diese Kooperationen so besonders.“
Sophie Meli
Projektleiterin für Kunst und Sponsoring, Renault Group
Die Renault-Raute als roter Faden
Vor diesem Hintergrund findet die Ausstellung „Dialogues avec le Losange“ in der Fondation Vasarely in Aix-en-Provence statt. Ein idealer Ort, um die Begriffe Form, Farbe und Wahrnehmung zu erkunden.

Die Geometrie des Rautenmusters bietet sich hier ganz natürlich als Ausgangspunkt an. Sie findet sich sowohl in Vasarrys Werk als auch im Corporate Design von Renault wieder und überdauert Epochen und Anwendungsbereiche.
„Das Rautenlogo ist Teil der Geschichte des Konzerns, aber auch der Kunstgeschichte. Als Vasarely es 1972 neu entwarf, verlieh er ihm eine echte kulturelle Bedeutung. Renault behielt es übrigens 20 Jahre lang bei.“ – Sophie Meli
Die vom Kurator Karim Boukercha konzipierte Ausstellung basiert auf einem einfachen Prinzip: zeitgenössische Künstler dazu einzuladen, mit dem Erbe des „Losange Renault“ in Dialog zu treten, ohne dabei in übertriebene Nostalgie oder Ehrfurcht zu verfallen. Das Ergebnis: ein Rundgang, der immersive Installationen, monumentale Werke und ortsspezifische Interventionen miteinander verbindet.

Von links nach rechts: Arthur Dorval, Olivier Swiz und Sébastien Preschoux
Höhepunkt des Rundgangs: die außergewöhnliche Öffnung von Victor Vasarelys Privatbüro, das normalerweise für die Öffentlichkeit nicht zugänglich ist. Dieser intime Ort wurde in eine Gemeinschaftsinstallation verwandelt und wird so zu einem gemeinsamen Schaffensraum, in dem Wandmalerei, drahtartige Linien und optische Spiele aufeinandertreffen.
Drei Künstler, drei zeitgenössische Stile
Olivier Swiz, urbane Strenge

Ausgehend vom Graffiti entwickelt Olivier Swiz eine Bildsprache, die von Geometrie und Konstruktivismus geprägt ist. Er dekonstruiert Formen, spielt mit Wiederholung und Rhythmus und komponiert abstrakte Architekturen, die in direkten Dialog mit dem Raum treten. In der Fondation Vasarely steht sein Werk sowohl im Dialog mit dem städtischen Umfeld als auch mit der Architektur des Ortes.
Sébastien Preschoux, die Bewegung nachzeichnen

Beeinflusst vom Bauhaus und der optischen Kunst beschäftigt sich Sébastien Preschoux mit Linien, Fäden und Licht. Seine Installationen aus Fäden erzeugen subtile Schwingungseffekte, die die Wahrnehmung des Betrachters im Laufe seiner Bewegung verändern. Ein einfühlsamer und minimalistischer Ansatz, der sich ganz natürlich in das Universum Vasarels einfügt.
Arthur Dorval, Farbe und Tiefe

Mit seinen „Éclosions géométriques“ erforscht Arthur Dorval seit über zehn Jahren die Beziehungen zwischen Formen, Farben und Volumen. Auf halbem Weg zwischen Malerei und Skulptur spielen seine Werke mit optischen Täuschungen und Tiefe und führen das Erbe der Op-Art in einer sehr zeitgenössischen Form weiter.
Eine Ausstellung, die an frühere Ausstellungen anknüpft
Indem „Dialogues avec le Losange“ diese drei Künstler rund um das Werk von Vasarely zusammenbringt, führt es eine bestimmte Vorstellung von Kunst fort: eine Kunst, die für alle sichtbar ist, die für den öffentlichen Raum und den Blick des Passanten konzipiert wurde. Eine Kunst, die man entdeckt, wenn man spaziert, sich fortbewegt und sich die Zeit nimmt, hinzuschauen.
„Diese Ausstellung ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Dialog. Ein Dialog zwischen verschiedenen Künstlergenerationen, zwischen einem Ort und den Werken, zwischen unserer Geschichte und dem Leitbild des Fonds Renault für Kunst und Kultur.“ – Sophie Meli
Über das Logo der Marke Renault hinaus ist die Raute mehr als nur ein Emblem – sie ist ein Symbol. Mit dieser Ausstellung möchte die Renault Group daran erinnern, dass Innovation, sei sie künstlerischer oder industrieller Natur, stets von Dynamik, Experimentierfreude und Neugier geprägt ist.
In der Fondation Vasarely wandert die Raute von Raum zu Raum und verändert dabei ihre Größe, ihr Material und ihren Rhythmus. „Dialogues avec le Losange“ bietet einen zeitgenössischen Blick auf ein hundertjähriges Symbol, ohne Nostalgie und ohne große Worte. Eine Ausstellung, die man entdecken sollte, indem man sich die Zeit nimmt, hinzuschauen, zu fühlen und sich überraschen zu lassen. Das Renault-Logo hat noch nicht alle seine Geheimnisse preisgegeben.






