Der neue Renault Austral: Fahrassistenzsysteme der Extraklasse

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Ein Hightech-Fahrzeug erfordert ein Hightech-Werk! Die Investitionen im Werk in Palencia (Spanien) gewährleisten eine Fertigungs- und Betriebsqualität auf höchstem Niveau für den neuen Renault Austral und seine Ausstattung. Dazu gehören nicht weniger als 32 Fahrerassistenzsysteme (ADAS), darunter das Head-up-Display der neuesten Generation, dessen Einstellungen besonders sorgfältig abgestimmt wurden. Zu diesem Zweck wurden zwei neue, hochmoderne Kalibrierungsstände installiert. Sergio, Leiter für neue Projekte in der Montageabteilung des Werks, berichtet uns, dass die Inbetriebnahme dieser beiden Stände keine leichte Aufgabe war. Ein Rückblick auf diese erfolgreiche Erfahrung, von der die Produktion des Werks nun in vollem Umfang profitiert.

Von Nicolas Le-Boucher

Vom Produktionsbeginn bis zur Endkontrolle gelten im gesamtenWerk in Palencia (Spanien) einheitlich hohe Anforderungen, damit der neue Renault Austral in Sachen Qualität zum Maßstab auf dem Markt wird. Das Engagement der Mitarbeiter und der Einsatz neuer, hochleistungsfähiger Werkzeuge haben es ermöglicht, dieses Ziel zu erreichen, das am Ende der Fertigungslinie durch einen strengen Qualitätskontrollprozess gewährleistet wird. Neben der sichtbaren Qualität – wie Passgenauigkeit und Verarbeitung – gewährleisten statische und dynamische, manuelle und maschinelle Prüfungen auch die spürbare Qualität, nämlich die einwandfreie Funktion und Zuverlässigkeit der technologischen Ausstattung des neuen Austral, wie beispielsweise die 32 Fahrerassistenzsysteme (ADAS).

Die Einführung des „Nouvel Austral“ war ein technologischer Durchbruch, der erhebliche Investitionen erforderte. Das Werk in Palencia wurde entsprechend modernisiert. Es erfüllt uns mit großem Stolz, den „Austral“ dort zu produzieren.

Sergio

Verantwortlicher für neue Projekte in der Montageabteilung

Das Head-up-Display der neuen Generation wird im Werk auf Herz und Nieren geprüft

Das Head-up-Display der neuen Generation ( Anzeige von Fahrinformationen auf einer Fläche mit einer Diagonale von 9,3 Zoll auf der Windschutzscheibe) gehört zu den ADAS-Systemen, für deren optimale Funktionsqualität die Fertigungsprozesse im Werk Palencia sorgen. Eine kleine Kamera hinter dem Armaturenbrett, neben dem Projektor, der die Informationen auf die Windschutzscheibe projiziert, überwacht ständig die Anzeigequalität und passt sie an die Lichtverhältnisse an. Die Kalibrierung und die Funktionsprüfung erfolgen am Ende der Fertigungslinie durch zwei neue Prüfstände, die intern als „ADAS-Prüfstände“ bezeichnet werden. „100 % der Renault Austral-Modelle mit Head-up-Display durchlaufen den einen oder anderen dieser beiden Prüfstände. Unser Werk montiert nicht nur das Head-up-Display des neuen Austral, sondern nimmt auch dessen Parametrierung und Funktionsprüfung vor. Wir bauen unsere Kompetenzen aus, um Qualität auf höchstem Niveau zu gewährleisten“, erklärt Sergio, der Leiter für neue Projekte in der Montageabteilung. Stolz fügt er hinzu: „Diese Kalibrierungsprüfstände sind in den Werken mit ASL-Linien (Alliance Standard Line) installiert , dem innovativsten Produktionsstandard innerhalb der Allianz.“

Präzise kalibrierte Prüfgeräte

Während des Tests des „Nouvel Austral“ auf dem Prüfstand erfolgt die Kalibrierung der Projektion der Cockpit-Informationen auf die Windschutzscheibe durch das Einführen eines Hightech-Gelenkarms mit einer speziellen, hochmodernen Kamera in den Fahrgastraum auf der Fahrerseite. Diese Kamera ermittelt die Zentrierung des vom Head-up-Display projizierten Bildes in Abhängigkeit von der Neigung der Windschutzscheibe (3D-Position). Dazu vergleicht sie das auf eine Matrix aus 48 Punkten projizierte Bild mit einer theoretischen Position. Falls erforderlich, kommuniziert der Zentralcomputer mit dem Steuergerät des Head-up-Displays, um Punkte der Matrix neu zu kalibrieren und eine neue Messung durchzuführen. „Wenn die Punkte nicht mit der theoretischen Position übereinstimmen, wiederholt die Software den Zyklus, bis die perfekte Position erreicht ist“, erklärt Sergio.

Technologie und Einfallsreichtum: Die Geheimnisse einer erfolgreichen Konfiguration

Sergio erinnert sich aber auch an die Schwierigkeiten, die sein Team hatte, die Kalibrierung dieser Kamera auf Anhieb erfolgreich durchzuführen. Diese beiden hochtechnologischen Prüfstände stellen bei ihrer Einrichtung nämlich besondere physikalische Anforderungen. „Die Schwierigkeit bestand darin, auf den Prüfständen konstante Lichtverhältnisse für die Kamera zur Überwachung des Head-up-Displays zu erzielen. Diese Voraussetzung war unerlässlich, um eine konforme Kalibrierung zu erreichen, die einen einwandfreien Betrieb unabhängig von den Lichtverhältnissen gewährleistet“, erklärt Sergio. „Hinter der Windschutzscheibe mussten zudem keine Streulichter vorhanden sein. Andernfalls wäre die Kalibrierung aufgrund der Transparenz der Windschutzscheibe verfälscht worden.“

Die Lösung entstand aus einer ebenso genialen wie einfachen Idee. „Wir haben unzählige Simulationen, Tests und Studien durchgeführt. Und schließlich haben wir einen schwarzen Verdunkelungsvorhang und eine vom Boden kommende Lichtquelle installiert. Als die Helligkeit am Boden auf 300 Lumen eingestellt wurde, hat es funktioniert!“, erklärt Sergio mit einem freudigen Gesichtsausdruck. „Dadurch konnten wir den kostspieligen Einbau von beweglichen Trennwänden vermeiden und einen reibungslosen Durchgangsbereich gewährleisten.“ Das zeigt einmal mehr, dass selbst die modernste Hightech-Ausstattung manchmal nur kleine Details benötigt , um perfekt zu funktionieren.

ADAS-Prüfstände mit Zukunft

„Wir haben erreicht, was wir wollten: die Kalibrierung auf Anhieb erfolgreich durchzuführen. Und das dauert nur zwei Minuten. Wir sind bestens aufgestellt, um den Händlern Renault Austral in höchster Qualität zu liefern “, freut sich Sergio. Die beiden Prüfstände laufen auf Hochtouren. „Sie sind durchgehend von 6 Uhr bis 22 Uhr in Betrieb und haben seit ihrer Installation bereits mehr als 4.000 Betriebsstunden absolviert“, erklärt er .

Diese beiden „ADAS-Prüfstände“ im Werk Palencia zur Kalibrierung des Head-up-Displays der neuesten Generation haben eine vielversprechende Zukunft. „Unsere Techniker sind vielseitig einsetzbar und wurden alle in der Bedienung dieser Prüfstände geschult – insgesamt 20 Personen. Diese Personalstärke ist notwendig, um die aktuelle Produktion des Renault Austral sicherzustellen und demnächst den neuen Renault Espace in Palencia aufnehmen zu können. Wir sind bereit und freuen uns darauf!“, schließt Sergio.