Die Dekarbonisierung der Industrie durch Energieeffizienz und erneuerbare Energien vorantreiben
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Wie lassen sich Fabriken dekarbonisieren, ohne ihre Wettbewerbsfähigkeit zu beeinträchtigen? Bei der Renault Group basiert die industrielle Energiewende auf einer Kombination aus Energieeffizienz und der Nutzung kohlenstoffarmer Energiequellen. Windkraft, Photovoltaik, Biomasse, Prozessoptimierung und intelligentes Verbrauchsmanagement: All dies sind Hebel, mit denen sich der CO₂-Fußabdruck der Industriestandorte verringern lässt und gleichzeitig das Ziel des Konzerns unterstützt wird, die mit der Fahrzeugherstellung verbundenen Treibhausgasemissionen bis 2035 im Vergleich zu 2019 um 72 % zu senken.
Wissenswertes
- Die Renault Group stützt ihre Strategie zur Dekarbonisierung der Industrie auf die Energieeffizienz in ihren Werken und deren Versorgung mit erneuerbaren Energien.
- Windkraft, Photovoltaik und Biomasse ermöglichen es den Industriestandorten, einen erheblichen Teil ihres Strom- und Heizbedarfs zu decken.
- Energieeffizienz sowie die kompakte Bauweise der Werke und die Optimierung der energieintensivsten Prozesse tragen ebenfalls dazu bei, den CO₂-Fußabdruck unserer Werke zu verringern.
- Dies trägt dazu bei, die Treibhausgasemissionen der Industriestandorte der Renault Group bis 2035 im Vergleich zu 2019 um 72 % zu senken.
- Das Werk in Tanger, Marokko, dessen Energiebedarf zu über 90 % durch Windkraft und Biomasse gedeckt wird, veranschaulicht diese Strategie besonders gut.
Nachhaltigkeit mit der Wettbewerbsfähigkeit und Rentabilität des Unternehmens in Einklang bringen
FutuREady, der Strategieplan der Renault Group, macht nachhaltige Entwicklung zu einem Hebel für operative Exzellenz. Unser Fahrplan schlägt sich in konkreten Maßnahmen nieder:
- die Treibhausgasemissionen über den gesamten Lebenszyklus des Autos hinweg zu reduzieren, sowohl vor als auch nach der Produktion
- einen sparsameren Umgang mit Ressourcen und Energie zu praktizieren
- einen Beitrag zur Verringerung der Auswirkungen auf die Biodiversität an den Standorten der Gruppe leisten
Vor allem muss dieser Wandel hin zu einer nachhaltigeren Mobilität unter Wahrung der Wettbewerbsfähigkeit und Rentabilität des Unternehmens erfolgen. Das ist die Strategie, die wir bei der Dekarbonisierung unserer Industriestandorte in Frankreich wie auch international verfolgen.
Optimierung des Energieverbrauchs von Industriestandorten
Diese stützt sich auf zwei Hauptschwerpunkte:Energieeffizienz und die Versorgung der Werke mit erneuerbaren Energien sowie mit CO₂-freiem Strom und Wärme. Dadurch soll eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen aus der Fahrzeugherstellung um 72 % zwischen 2019 und 2035 erreicht werden – ein Ziel, das im Juni 2026 von der SBTi-Initiative (Science-based Targets Initiative) validiert wurde.
Im Bereichder Energieeffizienz kommen verschiedene Hebel zum Tragen. Durch die kompakte Bauweise der Industriestandorte lassen sich die zu beleuchtenden und zu beheizenden Flächen optimieren. So konnten die Standorte Douai in Frankreich, Tanger in Marokko und Revoz in Slowenien seit 2023 ihre Flächen um mehr als 100.000 m² reduzieren.
Die Einführung energieeffizienterer industrieller Prozesse ist ebenfalls ein wichtiger Schwerpunkt unserer Energieeffizienzstrategie. Allein der Lackierprozess der Fahrzeuge macht 40 % des Energieverbrauchs eines Werks aus! Er ist daher ein entscheidender Bereich für Optimierungsmaßnahmen.
Die Reduzierung der Anzahl der Arbeitsschritte in den Lackierprozessen in Verbindung mit dem Recycling und der Wiederverwendung der bereits erwärmten Luft in den Lackierkabinen stellt für die Ingenieure und Techniker des Lackierbereichs der Renault Group einen wichtigen Hebel dar, um den Wärmebedarf in diesem Abschnitt der Fahrzeugherstellung um mehr als 25 % zu senken: so wie in Sandouville in Frankreich, in Chennai in Indien, bald auch in Pitesti in Rumänien – und weitere Standorte werden folgen… Vor Ort wird die Lackiererei des Renault Group-Werks in Tanger, Marokko, ebenfalls dank einer gemeinsam mit Veolia konzipierten Biomasseanlage betrieben. Die Lösung basiert auf lokalen Ressourcen – Rückständen aus der Olivenölindustrie (Olivenölproduktion) und vor Ort recyceltem Holz –, wodurch fossile Brennstoffe ersetzt werden können. In fünfzehn Jahren hat dieses in Tanger eingerichtete System mehr als eine Million MWh erzeugt und den Ausstoß von über 100.000 Tonnen CO₂ pro Jahr vermieden.
Schließlich sind Innovationen und Instrumente zur Echtzeit-Steuerung der Energieverbrauchsdaten ein wertvolles Mittel, um den Strom-, Gas- und Druckluftverbrauch in den Werken des Konzerns zu senken.
Die Versorgung mit kohlenstoffarmen Energien fördern
Die Dekarbonisierung der Werke der Renault Group stützt sich gleichzeitig auf die Versorgung mit Strom aus erneuerbaren Energien. Je nach geografischer Lage und dem Angebot des lokalen Netzes arbeitet jeder Standort auf seiner Ebene daran, den am besten geeigneten Energiemix zu ermitteln. So nutzen unsere Werke in Palencia und Valladolid in Spanien Solarenergie, während das Werk in Pitesti in Rumänien auf Strom aus Wasserkraftwerken setzt. In Marokko wird das Werk in Tanger dank der im Land installierten Windparks mit Ökostrom versorgt. In Frankreich ermöglicht der teilweise aus Kernkraft stammende Strom eine kohlenstoffarme Stromversorgung.
Diese Strategie zur Dekarbonisierung der Industrie spiegelt sich in den Zahlen wider:
- In Europa wird der Anteil an CO₂-armem Strom in den Werken der Renault Group im Jahr 2026 bei 94 % liegen
- Weltweit liegt dieser Anteil bei 91 %
Dekarbonisierung der Industrie und Wettbewerbsfähigkeit
Vor allem wird dieser Ansatz, den die Renault Group seit mehr als zehn Jahren verfolgt, ohne Mehrkosten umgesetzt. „Unsere Politik zur Dekarbonisierung an den Industriestandorten folgt einem strengen Grundsatz: Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit unserer Werke darf nicht beeinträchtigt werden. Mit anderen Worten: Die Energiewende muss ohne Mehrkosten für das Unternehmen erfolgen und kann manchmal sogar zu Gewinnen führen “, betont Pierre Gilbert, Projektleiter für industrielle Dekarbonisierung.
Das Werk in Tanger: ein Vorzeigebeispiel für Wassermanagement und ein weiterer Schwerpunkt der Umweltstrategie der Renault Group
Neben der Nutzung von Windkraft und Biomasse, mit denen 90 % des Energiebedarfs gedeckt werden, verfügt das Werk in Tanger zudem über eines der fortschrittlichsten Wasserrecyclingsysteme der Automobilindustrie. Die Kläranlage arbeitet im geschlossenen Kreislauf: Das gesamte Industrieabwasser wird aufbereitet und anschließend wiederverwendet, ohne dass Flüssigkeiten in die Umwelt gelangen. Der Prozess kombiniert physikalisch-chemische und biologische Aufbereitungsverfahren, Ultrafiltration, Umkehrosmose und doppelte Verdampfung, um gereinigtes Wasser zu gewinnen, das wieder in die Produktionsprozesse zurückgeführt wird. Diese Anlage reduziert den Frischwasserbedarf um 40 % und vermeidet eine Entnahme von fast 265.000 m³ pro Jahr – ein entscheidender Faktor in einer Region, die unter Wasserknappheit leidet.
Häufig gestellte Fragen
Die Renault Group setzt auf zwei sich ergänzende Ansatzpunkte: die Verbesserung der Energieeffizienz ihrer Industriestandorte und deren Versorgung mit erneuerbaren Energien sowie CO₂-freiem Strom und Wärme. Diese Strategie trägt zum Ziel bei, die mit den industriellen Aktivitäten der Gruppe verbundenen Treibhausgasemissionen bis 2035 im Vergleich zu 2019 um 72 % zu senken.





