Die Elektrifizierung als Motor der Innovation

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Das Elektrofahrzeug definiert das technologische und industrielle Modell der Renault Group neu. Getragen von einer hochmodernen französischen Forschungs- und Entwicklungsabteilung und einer hohen technischen Flexibilität trägt dieser Wandel dazu bei, das nationale Know-how zu stärken und das Land zu einem Anziehungspunkt für globale Automobilhersteller zu machen.

Wissenswertes

  • Die Renault Group konzentriert 60 % ihrer Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten auf Frankreich – eine bedeutende technologische Dynamik, die das Unternehmen mit 746 im Jahr 2025 angemeldeten Patenten auf Platz 3 des INPI katapultiert;
  • Da die Batterie 30 bis 50 % der Fahrzeugkosten ausmacht, betreibt das Labor für Batteriezelleninnovation im Technischen Zentrum Lardy Grundlagenforschung, um die Chemie der Batterien zu beherrschen;
  • Als Pionier seit 2012 zeichnet sich die Gruppe durch ihre Elektromotoren mit gewickelten Rotoren ohne Seltene Erden aus, die industrielle Unabhängigkeit und hohe Leistung gewährleisten;
  • Dieser technologische Vorsprung macht das Land zu einem bedeutenden industriellen Anziehungspunkt, den führende Partner wie Nissan, Mitsubishi und bald auch Ford für die Produktion ihrer zukünftigen Modelle ausgewählt haben;
  • Der digitale Wandel beschleunigt sich massiv durch das Konzept des softwaregesteuerten Fahrzeugs (SDV), einen technologischen Durchbruch, der bis 2030 voraussichtlich fast 40 % des Gesamtwerts eines Elektroautos ausmachen wird;
  • Mit ihrem Kompetenzzentrum „ElectriCity“ beweist die Gruppe konkret, dass eine wettbewerbsfähige und nachhaltige Elektrofahrzeugproduktion in Europa Realität ist.

Eine in Frankreich verankerte, herausragende und bahnbrechende Forschungs- und Entwicklungsarbeit

Elektrofahrzeuge erfordern massive und gleichzeitige Investitionen, um die Modellpaletten zu elektrifizieren und gleichzeitig Technologien zu integrieren, die für die Souveränität Frankreichs und Europas unverzichtbar sind, insbesondere in den Bereichen Batterien, Software und Kreislaufwirtschaft.

Um diese Herausforderung zu meistern, stützt sich die Renault Group auf ein anerkanntes Entwicklungsökosystem, wobei 60 % ihrer F&E-Ausgaben in Frankreich getätigt werden. Ausgehend vom Technocentre (Gyancourt) und mehreren über das Land verteilten Kompetenzzentren (insbesondere in Toulouse und Sofia Antipolis) entwickeln die Ingenieurteams des Konzerns die Schlüsseltechnologien für die Mobilität von morgen – von der Elektrifizierung über Softwarearchitekturen bis hin zu Konnektivität, Fahrerassistenzsystemen (ADAS) und softwaregesteuerten Fahrzeugen (SDV).

Zum landesweiten Netzwerk gehören auch die technischen Zentren in Lardy und Aubevoye, die für die Validierungs- und Testphasen zuständig sind. Diese intellektuelle Führungsrolle und die starke Innovationsdynamik spiegeln sich konkret in der bemerkenswerten Zahl von 746 im Jahr 2025 angemeldeten Patenten wider – ein Ergebnis, das den Konzern auf den dritten Platz der offiziellen Rangliste des INPI bringt .

Innovation im Kern der Komponenten: Batterien und Antriebe

Batterien stellen den größten Kostenfaktor bei Elektrofahrzeugen dar, wobei allein die Batteriechemie fast 75 % ihrer Kosten ausmacht. Innovationen im Bereich der Batteriezellen sind daher eine der Säulen der Technologiestrategie der Renault Group. Dank ihres Innovationslabors für Batteriezellen im Technischen Zentrum in Lardy verfügt die Gruppe über Spitzenkompetenzen , die die gesamte vorgelagerte Forschung abdecken – vom Prototyping neuer Zellen bis hin zu deren eingehender elektrophysikalisch-chemischer Charakterisierung. Diese Kompetenz ermöglicht es der Renault Group, technologische Entwicklungen vorwegzunehmen, die vielversprechendsten chemischen Zusammensetzungen zu bewerten und ihr Fachwissen bei der Entwicklung von Batterien der nächsten Generation für Elektrofahrzeuge auszubauen.

Im Bereich der Antriebstechnik stützt sich das technologische Know-how der Gruppe auf eine historische und strategische Stärke. Seit 2012 ist die Renault Group Vorreiter bei der Entwicklung von Elektromotoren mit gewickeltem Rotor ohne Seltene Erden. Diese differenzierende technologische Entscheidung ermöglicht es, die Abhängigkeit von kritischen Rohstoffen zu verringern, die industrielle Souveränität der Gruppe zu stärken und die Umweltauswirkungen von Elektroantrieben zu reduzieren, während gleichzeitig ein hohes Maß an Leistung und Energieeffizienz gewährleistet wird.

Die Produkt- und Industrierevolution: Software, Agilität und Nachhaltigkeit

Die Elektrifizierung des Fahrzeugs verändert die Architektur des Autos sowie die industriellen Produktionsmethoden grundlegend.

Im Zuge dieses Wandels stellt das softwaregesteuerte Fahrzeug (Software Defined Vehicle oder SDV) einen der wichtigsten technologischen Durchbrüche dar. Nach Angaben der Renault Group könnten bis 2030 fast 40 % des Wertes eines Fahrzeugs auf die Software entfallen. Dank der SDV-Architektur, die in Zusammenarbeit mit Google und Qualcomm entwickelt wurde, werden die verschiedenen Fahrzeugfunktionen zentralisiert und von Computersystemen gesteuert, die in der Lage sind, das Energiemanagement, die Leistung und das Benutzererlebnis kontinuierlich zu optimieren. Diese Entwicklung beschleunigt die Annäherung zwischen der Automobilbranche und der digitalen Welt, in der Funktionen während des gesamten Lebenszyklus des Fahrzeugs aktualisiert und verbessert werden können.

Gleichzeitig führt die Industrialisierung von Elektrofahrzeugen dazu, dass die Organisation der Werke neu überdacht werden muss. Mit ElectriCity, dem ersten europäischen Zentrum für die Produktion von Elektrofahrzeugen, zeigt die Renault Group, dass es möglich ist, auf europäischem Boden eine Industrie aufzubauen, die sowohl wettbewerbsfähig als auch nachhaltig ist. Das industrielle Modell stützt sich zudem auf das Prinzip der Kreislaufwirtschaft, insbesondere durch das Recycling strategischer Metalle in einem geschlossenen Kreislauf, was zur Sicherung der Versorgung beiträgt und gleichzeitig den CO₂-Fußabdruck der Produktion verringert.

Die industrielle Ausstrahlung und die weltweiten Partnerschaften

Das von der Renault Group erworbene Know-how im Bereich der Elektromobilität macht die französische Industrie zu einem bedeutenden internationalen Anziehungspunkt und ist ein echter Garant für Souveränität. Diese Attraktivität zeigt sich konkret in einer markenübergreifenden Produktion, da die Renault Group in Frankreich Elektrofahrzeuge für ihre Partner Nissan und Mitsubishi Motors entwickelt und produziert, die für den europäischen Markt bestimmt sind.

Ein Beweis für diese technologische und industrielle Wettbewerbsfähigkeit ist, dass auch der US-amerikanische Automobilriese Ford die Renault Group als Industriepartner für die Herstellung seiner künftigen Fahrzeuge ausgewählt hat.

Häufig gestellte Fragen

Die Elektromobilität treibt die Automobilbranche dank des softwaregesteuerten Fahrzeugs (SDV) und künftig durch künstliche Intelligenz (AI-DV) in die digitale Welt – softwarebasierte Umwälzungen, die bis 2030 fast 40 % des Fahrzeugwerts ausmachen werden. Über zentralisierte Systeme ermöglicht die Software eine kontinuierliche Optimierung des Energiemanagements und die Aktualisierung des Fahrzeugs während seines gesamten Lebenszyklus. Auf industrieller Ebene verändert diese neue Architektur die Organisation der Werke und beschleunigt die Entwicklungszyklen drastisch, sodass ein Modell in nur zwei Jahren entwickelt werden kann.